Madonna

* 16. August 1958 in Bay City, Michigan, USA, als Madonna Louise Ciccone • Sängerin, Schauspielerin, Komponistin • Biographie • Foto-Galerie • Bildschirmschoner zum Runterladen •

Biographie Die am 16. August 1958 in Michigan geborene Madonna Louise Ciccone ist eines von sieben Geschwistern und wurde streng katholisch erzogen. Schon während der Schulzeit nahm sie Ballettunterricht an der Universität von Michigan.

Nach der High School fuhr sie mit 35 Dollar in der Tasche nach New York City und wurde dort am Alvin-Ailey Dance Theater engagiert. Sie begann eigene Songs zu schreiben und übte fleißig Gitarre, Keyboard und Schlagzeug.

1983 kam ihr erstes Album heraus, der bald weitere folgten: 16 Top Hits in Folge - darunter Songs wie Holiday, Lucky Star, Like a Virgin, Material Girl und Dress You Up - machten sie zum erfolgreichsten Pop-Star der 80er Jahre.

Auf der Bühne und mit ihren provokativen Musikvidios bewies Madonna allerdings, dass sie auch eine große Begabung darin hatte, ihre Musik visuell umzusetzen. 75 Milionen weltweit verkaufter Titel sprechen für sich. Doch damit gab sich Madonna noch nicht zufrieden: sie wollte auch als Schauspielerin Karriere machen.

Obwohl sie hier eine etwas längere Anlaufzeit brauchte als mit der Musik, schaffte sie es, 1990 in Dick Tracy einen vielbeachteten Auftritt als Breathless Mahoney abzuliefern. Der Film wurde auch zum Meilenstein in ihrer musikalischen Karriere, schrieb sie doch für den Soundtrack und sang drei von Stephen Sondheim für sie komponierte Lieder, von denen eines - Sooner or Later - mit einem Oscar belohnt wurde.

Mit Bluthunde am Broadway versuchte Madonna sich auch auf der Theaterbühne, wurde aber von den Kritikern dafür nicht gerade mit Lorbeeren überschüttet. Dafür gelang ihr, wovon die meisten Schauspielerinnen ihr Leben lang träumen: sie wurde von Woody Allen verpflichtet.

Kurz zuvor hatte sie mit einem Dokumentarfilm über ihre Blond Ambition-Tournee Furore gemacht. Das von Jung-Regisseur Alek Keshishian inszenierte Porträt zeigte Madonna auf und hinter der Bühne, zwar nicht immer ganz ungeschminkt, doch in provozierender Intimität.

In Penny Marshalls Eine Klasse für sich porträtierte Madonna die feurige Baseball-Mittelfeldspielerin Mae Mordabito an der Seite von Geena Davis und Tom Hanks. Und in Body Of Evidence spielte sie an der Seite von Willem Dafoe, Joe Mantegna und Anne Archer.

Madonna spielte in Four Rooms die glamouröse Hexe Elspeth in Allison Anders Episode Die fehlende Zutat. Danach drehte sie in Argentinien den Film Evita.

"Zunächst einmal habe ich mich auf Ein Freund zum Verlieben gestürzt", erklärt der Superstar, "weil dies nach Jahren des Suchens endlich ein Projekt war, das ich gemeinsam mit Rupert Everett drehen konnte, den ich sowohl als Mensch wie auch als Schauspieler absolut vergöttere."

Darüber hinaus war natürlich die Figur der Abbie extrem reizvoll zu spielen, weil sie stellvertretend für so viele Frauen in ihrer Situation steht, die den eigenen Familienwunsch zurückstellen, um sich auf ihre Karrieren zu konzentrieren.

Ich persönlich kann mich jedenfalls total in die Situation hineinversetzen, dass man ein gewisses Alter erreicht, ohne das Gefühl zu haben, seinen Seelenverwandten getroffen zu haben - und daraufhin einen etwas panischen Kinderwunsch bekommt.

Und ganz sicher ist das etwas Gutes, denn jedermanns Leben verändert sich mit Kindern in positiver Hinsicht. Wir alle werden im Umgang mit ihnen geduldiger, weniger egoistisch, liebevoller, gütiger - und Ein Freund zum Verlieben illustriert diesen Reifeprozeß sehr schön, finde ich."

Madonna Louise Veronica Ciccone erblickte am 16. August 1958 in Bay City, Michigan, das Licht der Welt und bedarf als berühmteste Entertainerin des Planeten Erde keiner Vorstellung mehr. Statt dessen Zahlen, Titel, Fakten: Bislang hat sie weltweit über 100 Millionen Platten verkauft und mehr als 25 Top-10-Singles in die Billboard Charts gebracht - ein Beispiel "American Pie" aus dem Ein Freund zum Verlieben-Soundtrack, das sie übrigens erstmals in der Halbzeitpause des Superbowl 2000 darbot.

Zu Madonnas einflußreichsten Alben in Bezug auf Popkultur, Clipkunst und Woman's Lib zählen Like A Virgin, Erotica, True Blue, Like A Prayer und zweifellos zuletzt das mit vier Grammys nominierte Ray of Light, eine William Orbit-Produktion.

Außerdem erhielt sie unlängst zwei Grammy-Nominierungen für ihre exquisite Hit-Single Beautiful Stranger aus dem OST zu Austin Powers - Spion in geheimer Missionarsstellung, während sie in der Vergangenheit, um beim Thema zu bleiben, natürlich auch etliche Tracks oder komplette Soundtracks zu Filmen beisteuerte - darunter in Eigenpromotion die Musiken zu Dick Tracy, und Evita oder mit Live to Tell extrem unter die Haut gehend zu "Auf kurze Distanz" von James Foley und mit Sean Penn.

Madonna schrieb den Titelsong für den James-Bond-Film James Bond 007: Stirb an einem anderen Tag, den sie auch selbst aufnahm. Ihr aktuelles Album American Life erschien im Frühjahr 2003.

Als Schauspielerin erfrischte Madonna zu Beginn ihrer Karriere neben Rosanna Arquette in Susan ... verzweifelt gesucht. Gleichwohl konnte Madonna neben ihrer unschätzbaren Arbeit auf der Bühne, im Studio und im Videobereich auch auf der Leinwand Akzente setzen - beispielsweise als Body of Evidence in der Dokumentation In Bed with Madonna, die Einblick hinter die Kulissen ihrer World Ambition-Tour bot.

Oder am spektakulärsten neben Antonio Banderas in der Titelrolle von Alan Parkers Evita, wofür sie von der Hollywood Foreign Press Association mit einem Golden Globe als beste Schauspielerin ausgezeichnet wurde.

Genannt seien weiterhin Madonnas Schritte in die Independent-Welt, etwa bei Abel Ferraras unterschätztem Dangerous Game oder in der heiteren Hexenepisode von Four Rooms. Und wenn sie nicht gerade ihre Multimedia-Firma Maverick Entertainment leitet, besteht Madonna sogar auf der Bühne des Broadway - so geschehen 1995, als sie zwei Monate in David Mamets Speed-the-Plow agierte.


Filmografie
  • 1984: Crazy for you (Vision Quest) Regie: Harold Becker
  • 1985: Susan... verzweifelt gesucht (Desperately Seeking Susan) Regie: Susan Seidelmann - Rolle: Susan
  • 1986: Shanghai Surprise (Shanghai Surprise) Regie: Jim Goddard - Rolle: Gloria Tetlock
  • 1987: Who's that girl? (Who's That Girl?) Regie: James Foley - Rolle: Nikki Finn
  • 1989: Bluthunde am Broadway (Bloodhounds Of Broadway) Regie: Howard Brookner - Rolle: Hortense Hathaway
  • 1990: Dick Tracy (Dick Tracy) Regie: Warren Beatty - Rolle: Heiserchen Mahoney
  • 1991: In Bed with Madonna (Truth Or Dare) Regie: Alek Keshishian - Rolle: Madonna
  • 1992: Schatten und Nebel (Shadows And Fog) Regie: Woody Allen - Rolle: Seiltänzerin
  • 1992: Eine Klasse für sich (A League Of Their Own) Regie: Penny Marshall - Rolle: Mae Mordabito
  • 1993: Body of Evidence (Body Of Evidence) Regie: Uli Edel - Rolle: Rebecca Carlson
  • 1994: Snake Eyes (Snake Eyes) Regie: Abel Ferrara - Rolle: Sarah Jennings / Claire
  • 1995: Blue In The Face
  • 1995: Four Rooms
  • 1996: Evita
  • 3. März 2002: Ein Freund zum Verlieben
  • 22. November 2002: James Bond 007: Stirb an einem anderen Tag
  • 11. Oktober 2002: Stürmische Liebe - Swept away
Madonna
Madonna in 'Four Rooms'
Madonna in 'Evita'
Madonna in 'Evita'
Madonna in 'Ein Freund zum Verlieben'
Filmplakat zu 'Ein Freund zum Verlieben'
Filmplakat zu 'James Bond 007 - Stirb an einem anderen Tag'
Madonna in 'Stürmische Liebe - Swept away'
Madonna in 'Stürmische Liebe - Swept away'
Filmplakat zu 'Stürmische Liebe - Swept away'
Madonna

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