Maggie Smith

* 28. Dezember 1934, Ilford, Essex, England, UK, als Margaret Natalie Smith • Schauspielerin • Biographie • Oscars • Filmographie •

Dame Maggie Smith kam aus der Comedy- und Revue-Branche zu größeren tragischen Rollen und entwickelte sich zu einer der größten britischen Schauspielerinnen der Gegenwart. Ihr wurden Preise wie der DBE und der CBE zuteil; außerdem ist sie zweimalige Oscar-Gewinnerin.

Maggie Smith wurde in Ilford, England, als Tochter eines Pathologen der 'Oxford University' geboren. Ihre Theaterausbildung durchlief sie an der 'Oxford Playhouse School'. Ihr Londoner Debüt gab sie 1952 in einer Revue; ihr erster Broadway-Auftritt war dann 1956 in New Faces.

1962 wurde ihr für ihre Rollen in The Private Ear und The Public Eye am 'Globe Theatre' der 'Evening Standard Award' als Beste Schauspielerin zuteil. 1963 ging sie ans 'National Theatre' und trat in der Rolle der Desdemona an der Seite von Laurence Olivier in der Titelrolle des Othello am Chichester auf.

Seither war Maggie Smith auf beiden Seiten des Atlantik in vielen Stücken zu sehen und erntete meist begeisterte Kritik. Sie stand nur selten vor der Kamera, erfreute sich jedoch auch als Filmschauspielerin einer hohen Trefferquote sowohl in der Gunst des Publikums als auch der Kritiker gleichermaßen.

Sie wurde mit zwei 'Oscars' ausgezeichnet: den ersten erhielt sie 1969 als 'Beste Schauspielerin' für ihre Rolle in Die besten Jahre der Miss Jean Brodie, den zweiten 1978 als 'Beste Nebendarstellerin' für Das Verrückte California-Hotel.

Weitere 'Oscar'-Nominierungen erhielt Maggie Smith 1965 als 'Beste Nebendarstellerin' für Othello und 1972 als 'Beste Schauspielerin' für Reisen mit meiner Tante. Außerdem wurde ihr für Zimmer mit Aussicht ein 'BAFTA', ein 'Golden Globe' sowie ein 'Variety Award' verliehen. Weitere 'BAFTA Awards' erhielt sie außerdem für ihre Rollen in Die große Sehnsucht der Judith Hearne und Magere Zeiten.

Dem us-amerikanischen Publikum fiel sie zunächst 1963 durch Hotel International auf. Zu ihren weiteren Filmen zählen unter anderem Schlafzimmerstreit, Cassidy, der Rebell, Venedig sehen - und erben ..., Das Millionending und Oh! What a Lovely War. Der Durchbruch zum etablierten Star gelang ihr dann endgültig mit ihrer 'Oscar-preisgekrönten Darstellung in Die besten Jahre der Miss Jean Brodie.

Ihre Vielseitigkeit ist schier unendlich. Maggie Smith war in vielen Mainstream-Filmen zu sehen. Oft spielte sie komödiantische Figuren. Sie war ein charmanter weiblicher Detektiv in Eine Leiche zum Dessert, die Verdächtige in den hochkarätig besetzten Agathe Christie-Verfilmungen Tod auf dem Nil und Das Böse unter der Sonne, und sie konnte sogar in dem mit Spezialeffekten angefüllten Fantasy-Film Kampf der Titanen Präsenz beweisen. An der Seite des Monty Python-Mitglieds Michael Palin spielte sie in Der Missionar und Magere Zeiten.

In Die große Sehnsucht der Judith Hearne verkörperte sie die einsame irische Frau, die sich in bescheidenen Verhältnissen durchkämpft. In Steven Spielbergs Peter Pan-Saga Hook war sie die charmante, gealterte Wendy. Als Mutter Oberin spielte sie dann eine der Hauptrollen in Sister Act - Eine himmlische Karriere und war auch in der TV-Adaption von Suddenly Last Summer zu sehen.

Besonders wurde Maggie Smith für ihre Rolle als Professor McGonagall in den 'Harry Potter'-Filmen gefeiert, darunter Harry Potter und der Stein der Weisen, Harry Potter und die Kammer des Schreckens sowie Harry Potter und der Gefangene von Azkaban.

Ihr erster Ehemann war der Schauspieler Robert Stephens, mit dem sie zwei Kinder hat. 1975 heiratete sie den Drehbuchautor Beverley Cross. 1970 erhielt sie einen CBE, 1980 wurde sie zur 'Dame Commander of the British Empire' ernannt.

1991 wurde Maggie Smith der 'Hamburger Shakespeare-Preis' verliehen. Sie ist Mitglied des 'British Film Institute', erhielt den Ehrendoktortitel von der Universität von Cambridge und der 'St. Andrew's University' und ist Schirmherrin der 'Jane Austen Society'.


Interviews
  • Februar 2004: Statements zu Der Duft von Lavendel
    • Über ihre Zusammenarbeit mit Judi Dench:
    • Über Daniel Brühl:

Oscars
Filmografie
  • 1956: Ein Kind kommt ins Haus (Child in the House). Rolle: Kleindarsteller: Partygast
  • 1958: Gejagt (Nowhere to Go). Regie: Seth Holt. Rolle: Bridget Howard
  • 1960: TV-Film: (Hay Fever)
  • 1962: Diebe haben Vorfahrt (Go to Blazes). Regie: Michael Truman. Rolle: Chantal
  • 1963: Hotel International (The V.I.P.s). Regie: Anthony Asquith. Rolle: Miss Mead
  • 1964: Schlafzimmerstreit (The Pumpkin Eater). Regie: Jack Clayton. Rolle: Philpott
  • 1965: Cassidy, der Rebell (Young Cassidy). Regie: Jack Cardiff, John Ford. Rolle: Nora
  • 1965: Othello (Othello). Regie: Stuart Burge. Rolle: Desdemona
  • 1967: TV-Film: (Much Ado About Nothing). Rolle: Beatrice
  • 1967: Venedig sehen - und erben ... (The Honey Pot). Regie: Joseph L. Mankiewicz. Rolle: Sarah Watkins
  • 1968: TV-Film: (Man and Superman)
  • 1968: Das Millionending (Hot Millions). Regie: Erick Till. Rolle: Patty Terwilliger
  • 1968: (The Seagull). Rolle: Irina Arkadina
  • 1969: Die besten Jahre der Jean Brodie (The Prime of Miss Jean Brodie). Regie: Ronald Neame. Rolle: Jean Brodie
  • 1969: Oh! What a Lovely war (Oh! What a Lovely War). Regie: Richard Attenborough. Rolle: Music Hall Star
  • 1972: TV-Film: (The Merchant of Venice). Rolle: Portia
  • 1972: TV-Film: (The Millionaires)
  • 1972: Reisen mit meiner Tante
  • 1973: Liebe und Schmerz und das ganze verdammte Zeug (Love and Pain and the Whole Damn Thing). Regie: Alan J. Pakula. Rolle: Lila Fisher
  • 1976: Eine Leiche zum Dessert (Murder by Death). Regie: Robert Moore. Rolle: Mrs. Dora Charleston
  • 1978: Tod auf dem Nil (Death on the Nile). Regie: John Guillermin. Rolle: Miss Bowers
  • 1978: Das verrückte California-Hotel (California Suite). Regie: Herbert Ross. Rolle: Diana Barrie
  • 1981: Quartett (Quartet). Regie: James Ivory. Rolle: Lois Heidler
  • 1981: Kampf der Titanen (Clash of the Titans). Regie: Desmond Davis. Rolle: Thetis
  • 1982: Ein Opa kommt selten allein (Better Late Than Never). Regie: Bryan Forbes. Rolle: Miss Anderson
  • 1982: Das Böse unter der Sonne (Evil under the Sun). Regie: Guy Hamilton. Rolle: Daphne Castle
  • 1982: Der Missionar (The Missionary). Regie: Richard Loncraine. Rolle: Lady Isabel Ames
  • 1984: Magere Zeiten (A Private Function). Regie: Malcom Mowbray. Rolle: Joyce Chilvers
  • 1985: Verheiratet mit einem Star (Lily in Love). Regie: Karoly Makk. Rolle: Lily Wynn
  • 1985: Zimmer mit Aussicht
  • 1987: TV-Miniserie: (Talking Heads). Rolle: Susan (Episode "Bed Among the Lentils")
  • 1987: Die große Sehnsucht der Judith Hearne (The Lonely Passion of Judith Hearne) Regie: Jack Clayton. Rolle: Judith Hearne
  • 1990: (Romeo-Juliet). Rolle: Synchronstimme von Rozaline
  • 1991: Hook (Hook). Regie: Steven Spielberg. Rolle: Wendy
  • 1992: TV-Film: (Memento Mori). Rolle: Mrs. Mabel Pettigrew
  • 1992: Sister Act - Eine himmlische Karriere (Sister Act). Regie: Emile Ardolino
  • 1993: TV-Film: (Suddenly, Last Summer). Rolle: Violet Venable
  • 1993: Der geheime Garten
  • 1993: Sister Act 2 - In göttlicher Mission (Sister Act 2: Back in the Habit). Regie: Bill Duke
  • 1995: Richard III
  • 1996: Der Club der Teufelinnen
  • 1997: Washington Square
  • 14. Mai 1999: Tee mit Mussolini
  • 1999: (The Last September). Rolle: Lady Myra Naylor
  • 1999: Untermieter aus dem Jenseits (Curtain Call). Rolle: Lily Marlowe
  • 1999: TV-Film: (All the King's Men). Rolle: Queen Alexandra
  • 1999: TV-Film: (David Copperfield). Rolle: Betsey Trotwood
  • 16. November 2001: Harry Potter und der Stein der Weisen
  • 4. Januar 2002: Gosford Park
  • 7. Juni 2002: Die göttlichen Geheimnisse der Ya Ya Schwestern
  • 15. November 2002: Harry Potter und die Kammer des Schreckens
  • 2003: TV-Film: Mein Haus in Umbrien (My House in Umbria). Rolle: Mrs. Emily Delahunty
  • 2004: Harry Potter und der Gefangene von Askaban
  • 12. November 2004: Der Duft von Lavendel
  • 2005: Harry Potter und der Feuerkelch (Harry Potter and the Goblet of Fire). Rolle: Professor Minerva McGonagall
  • Oscar
    Maggie Smith
    Autogramm von Maggie Smith
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