Margaret Rutherford ?
* 11. Mai 1892 in Balham, London, England, als Margaret Taylor Rutherford • ? 22. Mai 1972 in Chalfont St. Peter, England • Schauspielerin • Biographie • Oscars • Filmografie •
Margaret Rutherford Biographie Sie besuchte die Wimbledon Hill School. Danach verdiente sie ihren ersten Lebensunterhalt als Sprech- und Klavierlehrerin. Aber eine so eigenwillige Persönlichkeit mit einem so charakteristischen Gesicht und einem so trockenen Humor kann ihrem Schicksal nicht entgehen.

Also schrieb sich Margaret Rutherford an der Schauspielschule des Old Vic Theatre in London ein und debütierte 1925 in bescheidenen Bühnenrollen. Erst 1936 war sie zum ersten Mal auf der Leinwand zu sehen. Die Komödiantin überzeugt durch unnachahmliches Timing und große Selbstsicherheit. Mit ihrem bemerkenswert zerfurchten Gesicht verkörperte sie häufig die exzentrische englische alte Jungfer, so etwa 1948 in der Ealing Comedy Blockade in London als enthusiastische Mittelalter-Expertin Prof. Hatton-Jones, die den Nachweis führen will, dass der Londoner Stadtteil Pimlico eigentlich zu Frankreich gehört.

Mehrfach Wiederholungen von Theaterrollen im Film folgten, so als Madame Arcati in David Leans Geisterkomödie und als Miss Witchurch in Frank Launders The Happiest Days Of Your Life. 1952 dann als Miss Prism in Ernst sein ist alles, eine seit 1939 erfolgreich auf dem Theater verkörperte Rolle. Bei dieser sehr erfolgreichen Oscar Wilde-Komödie ist sie als Lehrerin die Partnerin von Alastair Sim, ihrem männlichen Gegenstück im Reich der britischen Exzentriker - Vergleiche mit der US-Paarung Groucho Marx und Margaret Dumont bieten sich an.

1963 erhielt sie den Oscar für die Beste Nebenrolle in Hotel Intertational, einen Film über Passagiere, die wegen Nebels auf dem Londoner Flughafen eine Nacht im Hotel verbringen.

Von da ab sollte der Erfolg diese Schauspielerin nicht mehr verlassen, die mit dem Gang eines Grenadiers über die Bühne stapfte und ihr treues Publikum im Theater wie im Kinosaal begeisterte. Internationalen Ruhm erlangte sie jedoch erst als schrullige Amateurdetektivin Miss Marple an der Seite ihres Ehemanns und Partners Stringer Davis in vier Agatha-Christie-Verfilmungen.

1967 wurde sie von der englischen Königin geadelt. 1972 veröffentlichte sie ihre Autobiographie Margaret Rutherford.


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