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Darf eine Frau so was? Das Schicksal meint es nicht gerade gut mit Helen, doch sie nutzt die Chance, um ihr Leben umzukrempeln. Sie kauft sich einen Mann!
Frage: Sie haben in den vergangenen Jahren einen gewaltigen Karrieresprung gemacht. Was haben diese Rollen, für die Sie die Leute so lieben? Mariele Millowitsch: Einen hohen Grad an Normalität. Das sind keine Heldinnen, sondern Figuren mit Ecken und Kanten, manchmal verletzbar, weinerlich und selbstgerecht, aber auch leicht zugänglich. Frage: Sind Sie gerne Vorbild für andere Frauen? Mariele Millowitsch: Ich tauge so gar nicht zum Guru. Mir ist erst in den letzten zwei Jahren klar geworden, was den Leuten meine Figuren bedeuten. Nach vorne spielen würde ich mich damit trotzdem nicht: 'Hört her, was ich alles weiß'. Frage: Glauben Sie, dass sich viele Frauen - gemäß dem Titel des Films - einen Mann kaufen würden, wenn sie könnten? Mariele Millowitsch: Ja, das halte ich auch für legitim. Die Zahl der Frauen wird zunehmen, die sich auch mal einen Mann just for fun nehmen, dem sie sagen können, wie weit es geht und wann Schluss ist. Man solte das aber nicht auf die sexuelle Ebene beschränken. Frauen haben andere Bedürfnisse, wollen mal jemanden haben, der zuhört, der da ist. Das ist ja selten genug. Frage: Die Helen war Ihre erste Rolle nach dem Tod Ihres Vaters. Hat das Ihr Spiel beeinflusst? Mariele Millowitsch: Ich wusste anfangs nicht so ganz, wie ich das hinkriege. Habe ich überhaupt die Kraft, jeden Tag vor der Kamera zu stehen? Es ging aber ganz gut. Dass Vater nicht mehr da ist, reißt eher ein privates, für mich nicht füllbares Loch. Es ist schlimm, dass ich nicht mehr mit ihm reden, ihn in den Arm nehmen kann. Frage: Für Helen bringt der Koffer voller Geld neue Möglichkeiten. Was würden Sie mit so einem Koffer anstellen? Mariele Millowitsch: Im Moment ist das ein heikles Thema: Schwarzgeld in geheimnisvollen Koffern. Davon abgesehen: Ich würde mir erstmal eine schöne Reise leisten - nach Australien. Ich habe mich bei einem "Traumschiff"-Dreh total in Sydney verliebt. Eine schräge Stadt. Whale watching in den USA wäre auch nicht schlecht. Frage: Vom Mauerblümchen zur Kämpferin. Ist das die Rolle Ihres Lebens? Mariele Millowitsch: Es scheint so. An den Rollenangeboten sehe ich, dass mir das zugetraut wird: Eine Frau traut sich was und lernt dazu. Da sagen viele: Das muss die machen. |
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