Interview mit Mark Keller

"Aus diesem Jungen wird noch was Großes!"

Eine Giftspur zieht sich von Hamburg bis nach Nordafrika. Um seine Tochter zu retten, heftet sich ein verzweifelter Vater an die Fersen arabischer Giftgas-Händler. "Ein Vater im Alleingang" (14. September 1999 auf Sat.1) ist die erste von drei aufwändigen Sat.1-Produktionen mit Deutschlands Shooting-Star Mark Keller ("Alarm für Cobra 11 - Die Autobahnpolizei") in der Hauptrolle. Thriller-Einstand nach Maß!

Frage: Sie sind aus "Alarm für Cobra 11" ausgestiegen ...

Mark Keller: Finanziell wäre Cobra 11 eine sichere Aktion gewesen, ansonsten aber ein Zug, der in eine Sackgasse führt. Der Zeitpunkt war reif, auszusteigen und in eine neue Richtung zu gehen. Bei Sat.1 gibt es viele Leute, die ich schon lange kenne und die an mich glauben. Das gibt mir neue Motivation und neue Kraft.

Frage: In "Ein Vater im Alleingang" verkörpern Sie den Sportreporter Philipp Kolberg, der alleine gegen scheinbar übermächtige Gegner kämpft.

Mark Keller: Er kämpft in erster Linie für seine Tochter und reagiert so, wie jeder Vater in dieser Situation reagieren würde. Seine Chance ist winzig, aber vielleicht kann er doch ihr Leben retten.

Frage: Wie sehen Sie das Verhältnis zwischen Philip und seiner Frau Isabel?

Mark Keller: Philip hat im Laufe der Zeit eingesehen, dass es mit seiner Frau nicht mehr klappt. Deshalb kämpft er auch nicht mehr um sie. Ich hoffe, die Zuschauer sind nicht traurig, wenn die beiden nicht mehr zusammenkommen.

Frage: Wie war der Dreh in Marokko? Ist das eine Kultur, mit der Sie sich anfreunden können?

Mark Keller: Durch "Sterne des Südens" habe ich viele Länder kennen gelernt. Im Film kommen die Wüstenstadt Fez, die Farben, das Feeling dort sehr gut rüber. Allerdings fehlt mir eindeutig das Meer.

Frage: Vor fast zehn Jahren wurden Sie in der "Rudi Carrell Show" als Dean Martin-Imitator entdeckt. Was hat sich seitdem am stärksten in Ihrem Leben verändert?

Mark Keller: Ich verdiene ein bisschen mehr Geld als vor zehn Jahren. Außerdem komme ich langsam in die Lage, meine Träume zu realisieren, auch wenn der Weg noch weit ist. Ich will größere Kinofilme und gute Fernsehfilme machen, einfache, aber fantastisch umgesetzte Geschichten wie in "Notting Hill" machen mir Spaß. Sowas muss auch in Deutschland möglich sein. Dazu braucht man gute Bücher und viel Freiheit. Allerdings musst du erstmal erfolgreich sein, bevor man dir diese Freiheit gibt.

Frage: Welche Projekte faszinieren Sie noch? Wären Sie gerne mal James Bond?

Mark Keller: Wenn es hier konkurrenzfähiges Material gäbe, was Budget und Realisierung angeht, dann könnte ich mir alles vorstellen. Der Actionkino-Bereich ist extrem vom Geld abhängig. Ob ich James Bond spiele oder nicht - meine Ziele werde ich auf jeden Fall irgendwann erreichen.

Frage: Haben Sie heute noch Kontakt zu Rudi Carrell?

Mark Keller: Sehr guten Kontakt sogar. Wir telefonieren ab und zu, treffen und auch öfter. Er ist sogar ein wenig stolz auf mich. Rudi Carrell hat ja schon viele Leute entdeckt. Als ich damals die Show gewonnen habe, hat er gesagt: "Aus diesem Jungen wird noch was Großes". Ich stehe jedenfalls für immer in seiner Schuld.

Mark Keller. Foto: Sat.1
Mark Keller: Ein Vater im Alleingang. Presseinfo
Mark Keller: Ein Vater im Alleingang. Foto: Sat.1
Mark Keller: Ein Vater im Alleingang. Foto: Sat.1
Mark Keller: Ein Vater im Alleingang. Foto: Sat.1
Mark Keller: Ein Vater im Alleingang. Foto: Sat.1

Dirk Jasper FilmLexikon

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