| Maurice Jarre |
| * in Lyon, Frankreich • Komponist, Dirigent • Biografie • Oscars® • Filmografie • Discografie • |
Biographie
Maurice Jarre
wurde in Lyon in Frankreich als Sohn des technischen Direktors
eines französischen Radiosenders geboren. Mit sechzehn
entschied er sich, einmal Komponist und Dirigent zu werden.
"Ich konnte nicht eine Note auf dem Klavier", sagt er, "und meine ganze Familie lachte über mich. Aber irgend etwas sagte mir, dass ich Komponist werden würde."
Vier Jahre arbeitete Maurice Jarre zusammen mit Pierre Boulez als Teil eines musikalischen Teams für die Jean-Louis Barrault Company. Er arbeitete weiter daran, musikalischer Direktor des französischen Nationaltheaters zu werden, eine Stellung, die er dann für zwölf Jahre inne hatte. Während dieser wichtigen Zeit schrieb und dirigierte er über 60 Scores für Theaterstücke wie Don Juan, Macbeth, Richard II, Murder In The Cathedral, Oedipus, Luther und The Mister. Seine Zusammenarbeit mit hervorragenden Schriftstellern schloss Albert Camus, Jean Covteau, André Breton, André Gide und Harold Pinter ein.
Maurice Jarre hat die Musik zu mehr als 40 Filmen geschrieben. Diese reichen von der Dokumentation To Die In Madrid, über den orchestralen Score von Lawrence von Arabien und Doktor Schiwago, den dramatischen japanischen Instrumenten in Shogun und den elektronischen Scores aus Dreamscape, Der einzige Zeuge, Eine verhängnisvolle Affäre und Der Club der toten Dichter.
Maurice Jarre hat mit den bedeutendsten Regisseuren der Welt gearbeitet. Neben seinem alten Freund David Lean, stehen auf der Liste Namen wie Alfred Hitchcock, William Wyler, John Huston, Fred Zinnemann, Lucchino Visconti, George Stevens, Elia Kazan, Richard Brooks, Franco Zeffirelli, Volker Schlöndorff, Peter Weir, Alphonso Arau und Michael Cimino.
Jarre hat viele Preise gewonnen, unter anderem drei Academy Awards für Lawrence von Arabien, "Doktor Schiwago" und "Reise nach Indien".
Zusätzlich zu seiner Theater- und Filmmusik komponierte er viele Stücke für Orchester und fünf für Ballett.
Maurice Jarre ist "Citoyen d'honneur" (Ehrenbürger) von Lyon, und die französische Regierung hat ihm die höchste Auszeichnung, den Commandeur des Arts et Lettres in Anerkennung an seine großartigen Leistungen in der Welt der Musik verliehen. Darüber hinaus hat er von Francois Mitterand den begehrten Légion d'Honneur bekommen.
Oscars
- Oscar für 1962 für Lawrence von Arabien (Beste Musik-Original)
- Oscar für 1965 für "Doktor Schiwago" (Beste Musik-Original)
- Oscar für 1984 für "Reise nach Indien" (Beste Musik-Original)
- Oscar-Nominierung für 1963 für "Sonntag mit Sybill" (Beste Musik-Bearbeitung)
- Oscar-Nominierung für 1977 für "Mohammed - Der Gesandte Gottes" (Beste Musik-Original)
- Oscar-Nominierung für 1985 für "Der einzige Zeuge" (Beste Musik-Original)
- Oscar-Nominierung für 1988 für "Gorillas im Nebel" (Beste Musik)
- Oscar-Nominierung für 1990 für "Ghost - Nachricht von Sam (Beste Musik)
Filmografie
- 1962: Der längste Tag
- 1962: Lawrence von Arabien
- 1963: "Der Zug" (Le Train) Regie: John Frankenheimer, Bernard Farrel
- 1963: "Sonntag mit Sybill" (Les dimanches de Ville d'Avray) Regie: Seerge Bourguignon
- 1965: Der Fänger
- 1965: "Brennt Paris?" (Is Paris Burning?) Regie:
- 1965: "Doktor Schiwago" (Doctor Zhivago) Regie: David Lean
- 1966: "Grand Prix" (Grand Prix) Regie: John Frankenheimer
- 1966: "Die gefürchteten Vier" (The Professionals) Regie: Richard Brooks
- 1967: "Pancho Villa reitet / Rio Morte" (Villa Rides) Regie: Buzz Kulik
- 1967: "Barbarella" (Barbarella) Regie: Roger Vadim
- 1968: "Todfeinde" (Five Card Stud) Regie: Terence Hathaway = Sergio Grieco
- 1969: Topas
- 1971: Rivalen unter roter Sonne
- 1975: "Der Mann, der König sein wollte" (The Man Who Would Be King) Regie: John Huston
- 1977: "Mohammed - Der Gesandte Gottes" (Al-Risalah) Regie: Moustapha Akkad
- 1978: "Die Blechtrommel"
- 1980: "Shogun" (Shogun) Regie: Jerry London
- 1982: "Ein Jahr in der Hölle" (The Year Of Living Dangerously) Regie: Peter Weir
- 1983: "Top Secret" (Top Secret) Regie: Jim Abrahams, David Zucker, Jerry Zucker
- 1984: "Reise nach Indien" (A Passage To India) Regie: David Lean
- 1985: "Der einzige Zeuge" (Witness) Regie: Peter Weir
- 1985: "Mad Max - Jenseits der Donnerkuppel" (Mad Max Beyond Thunderdome) Regie: George Miller, George Oglivie
- 1985: "Enemy Mine - Geliebter Feind" (Enemy Mine) Regie: Wolfgang Petersen
- 1986: Tai Pan
- 1987: "No Way Out - Es gibt kein Zurück" (No Way Out) Regie: Roger Donaldson
- 1988: "Mond über Parador" (Moon Over Parador) Regie: Paul Mazursky
- 1988: "Gorillas im Nebel" (Gorillas In The Mist) Regie: Michael Apted
- 1989: "Der Club der toten Dichter" (Dead Poets' Society) Regie: Peter Weir
- 1990: "Ghost - Nachricht von Sam (Ghost) Regie: Jerry Zucker
- 1990: "After Dark, My Sweet" (After Dark, My Sweet) Regie: James Foley
- 1990: "Beinahe ein Engel" (Almost An Angel) Regie: John Cornell
- 1991: "Fires Within" (Fires Within) Regie: Gillian Armstrong
- 1991: "Mama, ich und wir zwei" (Only The Lonely) Regie: Chris Columbus
- 1992: "Starfire" (Starfire) Regie: Alan Smithee, Richard C. Sarafian
- 1992: "Schatten des Wolfes" (Shadow Of The Wolf) Regie: Jacques Dorfman
- 1992: "Der Außenseiter" (School Ties) Regie: Robert Mandel
- 1993: "Fearless - Jenseits der Angst" (Fearless) Regie: Peter Weir
- 1993: "Mr. Jones" (Mr. Jones) Regie: Mike Figgis
- 1995: Dem Himmel so nah
- 1995: 25 Cents
- 2000-01-20: Sunshine - Ein Hauch von Sonnenschein
- 2000-05-05: Ich träumte von Afrika
Discografie
- (Auswahl)
- 1996: Maurice Jarre At The Royal Festival Hall
- 2000: Ich träumte von Afrika
|
|
| © 1994 - 2010 Dirk Jasper |
