Meryl Streep

* 22. Juni 1949 als Mary Louise Streep in Basking Ridge, New Jersey, USA • Schauspielerin, Regisseurin, Drehbuchautorin • Biographie • Oscars • Filmografie • Adresse: Meryl Streep c/o ICM, 40 West 57th Street, New York, NY 10019, USA •

Biographie Als eine der weltweit herausragendsten Darstellerinnen im Filmgeschäft stellt sie ihr Können in den erstaunlichsten und vielseitigsten Rollen immer wieder unter Beweis. In ihrer Karriere wurde sie bereits mit Oscars und zahlreichen Nominierungen für den begehrten Preis ausgezeichnet.

Meryl Streeps Vater war Manager in einem Pharma-Konzern, ihre Mutter war Grafikerin. In der Schule tat sich Meryl Streep als Schwimm-Champion hervor und wurde auch zur "beliebtesten Schülerin" gewählt. Sie bekam seit ihrem zwölften Lebensjahr Gesangsstunden, um ihre hervorragende Stimme weiterzubilden. Außerdem spielte sie in der Schule regelmäßig Theater.

Mit der Schauspielerei fing Meryl Streep in Vassar an, wo sie die Titelrolle in ihter ersten College-Produktion erhielt, für die sie vorsprach. Als Austausch-Studentin studierte sie in Dartmouth Schreiben von Theaterstücken, ebenso Set- und Kostüm-Design. Nachdem sie ihre Graduierung in Vassar erhalten hatte, besuchte sie die berühmte 'Yale Drama School', die sie 1975 im Fach 'Fine Arts' mit einem Diplom abschloss.

Nachdem Meryl Streep einen Sommer lang an der 'O'Neill Playwrights Conference' verbracht hatte, zog sie nach New York, wo sie in einer Hauptrolle in der 'Joseph Papp's Lincoln Center'-Produktion von Trelawney Of The Wells ein naives Mädchen darstellte. Die Kritiker waren von ihr begeistert.

Schon zu Anfang ihrer Karriere bewies Meryl Streep ihre Vielseitigkeit, indem sie an einem Abend am Phoenix Theater zwei völlig verschiedene Rollen spielte: eine elegante Sekretärin in Arthur Millers A Memory Of Two Mondays und ein Flittchen in Tennessee Williams 27 Wagons Full Of Cotton. Für diese großartige Leistung erhielt sie den 'Outer Critics' Circle Award', den 'Theater World Award' und eine 'Tony'-Nominierung.

Während ihrer ersten Spielzeit in New York trat Meryl Streep in sieben verschiedenen Stücken auf, darunter als Katherine in der Shakespeare-Produktion von Henry V und als Isabella in Maß für Maß. Danach spielte sie im Broadway-Musical Happy End. Für ihren Auftritt in der Off-Broadway-Produktion von Alice At The Palace erhielt sie einen 'Obie'.

In dieser Zeit gewann Meryl Streep für ihre Darstellung einer zerbrochenen deutschen Frau in der TV-Miniserie Holocaust einen 'Emmy'.

Ihre Spielfilmkarriere begann Meryl Streep neben Jane Fonda in dem Film Julia. Für ihre zweite Rolle an der Seite von Robert de Niro in Die durch die Hölle gehen wurde sie mit ihrer ersten Oscar-Nominierung belohnt. Sie kehrte danach zur Bühne zurück, um die Katherine in Der Widerspenstigen Zähmung am 'Joseph Papp's Public Theatre' zu spielen.

In Woody Allens Drama Manhattan verkörperte Meryl Streep dessen bisexuelle Ex-Frau, und in Alan Aldas Film Die Verführung des Joe Tyan die temperamentvolle Geliebte. Neben Dustin Hoffman war sie in dem sozialkritischen Film Kramer gegen Kramer zu sehen. Für ihre eindrucksvolle Darstellung erhielt sie einen Oscar als beste Nebendarstellerin.

Ihre dritte Oscar-Nominierung erhielt Meryl Streep 1981 für ihre Rolle in Die Geliebte des französischen Leutnants. Im Jahr darauf bekam sie die Auszeichnung der begehrten Statuette als Beste Darstellerin für ihre außergewöhnliche Leistung in der Titelrolle von Sophies Entscheidung. 1983 war sie nominiert für ihr Porträt der Karen Silkwood in dem Film Silkwood. Ein Jahr später bekam Meryl Streep das italienische Gegenstück für den Oscar, den 'David Di Danatello Award', für den Film Der Liebe verfallen, in dem sie wiederum an der Seite von Robert de Niro spielte.

1985 drehte Meryl Streep gleich zwei Filme: Fred Schepisis Filmadaption von David Hares Eine demanzipierte Frau und Sydney Pollacks romantisches Abenteuer Jenseits von Afrika, für das sie wiederum eine Oscar-Nominierung erhielt. Mit Jack Nicholson war sie in zwei Filmen zu sehen: Sodbrennen, basierend auf dem Roman von Nora Ephron, und Wolfsmilch, der auf dem Roman von William Kennedy basiert. Für diesen Film wurde Meryl Streep wiederum für einen Oscar nominiert.

Für ihre Rolle in Ein Schrei in der Dunkelheit wurde Meryl Streep beim 'Cannes Film Festival' als Beste Darstellerin ausgezeichnet, außerdem erhielt sie den 'New York Film Critics' Circle Award' und eine Oscar-Nominierung. Für ihre Darstellung in Die Teufelin heimste sie eine 'Golden Globe'-Nominierung ein.

1992 brachte ihr die Rolle einer verzweifelten und überaus eitlen Schauspielerin in Robert Zemeckis schwarzer Komödie Der Tod steht ihr gut eine weitere 'Golden Globe'-Nominierung ein.

Zu ihren weiteren Filmen gehören Rendezvous im Jenseits mit Albert Brooks und Mike Nichols Film Grüße aus Hollywood, für den sie erneut eine Oscar-Nominierung erhielt und für ihre Gesangsdarbietungen in dem Film hoch gelobt wurde.

Neben Liam Neeson spielte sie in Davor und danach, mit Clint Eastwood stand sie in Die Brücken am Fluss vor der Kamera, in Am wilden Fluss war Kevin Bacon ihr Partner, außerdem war sie in der Verfilmung von Isabelle Allendes ausgezeichneten Roman Das Geisterhaus zu sehen.

1997 wurde Meryl Streep für einen Emmy für das TV-Drama First, Do No Harm, in dem sie spielte und den sie auch co-produzierte, vorgeschlagen.

Zu ihren weiteren Filmen gehört der Film Marvins Töchter, in dem Diane Keaton und Leonardo DiCaprio ihre Partner waren.

Ihre Ehe mit dem Bildhauer Don Gummer seit 1978 gab nie Anlass zu Schlagzeilen, die beiden haben drei Kinder, Sohn Henry (* 1979) und zwei Töchter.

1989 kaufte Meryl Streep eine Villa mit 26 Räumen auf einem 16.200 ha großen Terrain in Schottland - die Residenz für einen zurückgezogen lebenden Superstar.


Oscars
  • Oscar für 1979: Beste Nebendarstellerin in Kramer gegen Kramer
  • Oscar für 1982: Beste Hauptdarstellerin in "Sophie's Entscheidung"
  • Oscar-Nominierung für 1978: Beste Nebendarstellerin in Die durch die Hölle gehen
  • Oscar-Nominierung für 1981: Beste Hauptdarstellerin in "Die Geliebte des französischen Leutnants"
  • Oscar-Nominierung für 1983: Beste Hauptdarstellerin in "Silkwood"
  • Oscar-Nominierung für 1985: Beste Hauptdarstellerin in Jenseits von Afrika
  • Oscar-Nominierung für 1987: Beste Hauptdarstellerin in "Wolfsmilch"
  • Oscar-Nominierung für 1988: Beste Hauptdarstellerin in "Ein Schrei in der Dunkelheit"
  • Oscar-Nominierung für 1990: Beste Hauptdarstellerin in "Beste Grüße aus Hollywood"
  • Oscar-Nominierung für 1995: Beste Hauptdarstellerin in Die Brücken am Fluß

Filmografie
  • 1977: Julia (Julia) Regie: Fred Zinnemann
  • 1977: TV-Film: Blutiges Eis (The Deadliest Season) Regie: Robert Markowitz
  • 1978: Die durch die Hölle gehen
  • 1978: TV-Miniserie: Holocaust: Die Geschichte der Familie Weiss (Holocaust) Regie: Marvin J. Chomsky
  • 1979: Manhattan (Manhattan) Regie: Woody Allen
  • 1979: Die Verführung des Joe Tynan (The Seduction Of Joe Tynan) Regie: Jerry Schatzberg
  • 1979: Kramer gegen Kramer
  • 1981: Die Geliebte des französischen Leutnants (The French Lieutnant's Woman) Regie: Karel Reisz
  • 1982: Sophies Entscheidung (Sophie's Choice) Regie: Alan J. Pakula
  • 1982: In der Stille der Nacht (Still Of The Night) Regie: Robert Benton
  • 1984: Silkwood (Silkwood) Regie: Mike Nichols
  • 1984: Der Liebe verfallen (Falling In Love) Regie: Ulu Grosbard
  • 1985: Eine demanzipierte Frau
  • 1985: Jenseits von Afrika
  • 1986: Sodbrennen (Heartburn) Regie: Mike Nichols
  • 1987: Wolfsmilch (Ironweed) Regie: Hector Babenco
  • 1988: Ein Schrei in der Dunkelheit (A Cry In The Dark) Regie: Fred Schepisi
  • 1989: Die Teufelin (She-Devil) Regie: Susan Seidelman
  • 1990: Rendezvous im Jenseits (Defending Your Life) Regie: Albert Brooks
  • 1990: Grüße aus Hollywood (Postcards From The Edge) Regie: Mike Nichols
  • 1992: Der Tod steht ihr gut (Death Becomes Her) Regie: Robert Zemeckis
  • 21. Oktober 1993: Das Geisterhaus
  • 1994: Am wilden Fluß
  • 1995: Davor und danach
  • 2. Juni 1995: Die Brücken am Fluß
  • 1996: Marvins Töchter
  • 1997: TV-Film: (... First Do No Harm). Rolle: Lori Reimuller
  • 1998: Tanz in die Freiheit (Dancing At Lughnasa) Regie: Pat O'Connor
  • 18. September 1998: Familiensache
  • 1999: (Chrysanthemum). Rolle: Erzählerin
  • 29. Oktober 1999: Music Of The Heart
  • 29. Juni 2001: A. I. - Künstliche Intelligenz
  • 2002: Adaption - Der Orchideendieb (Adaption). Rolle: Susan Orlean
  • 17. Januar 2003: The Hours - Von Ewigkeit zu Ewigkeit
  • 2003: TV-Miniserie: (Angels In America). Rolle: Rabbi Isidor Chemelwitz / Hannah Porter Pitt / Ethel Greenglass Rosenberg / The Angel Australia
  • 30. Juli 2004: Der Manchurian Kandidat
  • 17. Dezember 2004: Lemony Snicket - Rätselhafte Ereignisse
  • Oscar
    Meryl Streep in 'The Hours'

    Dirk Jasper FilmLexikon

    © Fotos: Archiv © 1994 - 2010 Dirk Jasper