In seiner knapp 50 Jahre und rund 100 Produktionen umspannenden Filmkarriere deckte Michael Caine jede Facette ab, von Dramen zu Komödien, Actionfilmen zu Arthouse-Produktionen, Fernseharbeiten zu Bühnenrollen — und jedem einzelnen Part verlieh er seine ganz eigene Note.
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Im Jahr 2000 feierte er gleich zwei Karriere-Höhepunkte, denn nicht nur verlieh man ihm als bestem Nebendarsteller für Gottes Werk & Teufels Beitrag seinen zweiten Oscar®, sondern die Queen schlug ihn auch noch zum Ritter. Geboren als Maurice Micklewhite, geht er nun für immer als Sir Michael Caine in die Geschichte ein.
Michael Caine wurde als Sohn eines Fischhändlers unter dem Namen Maurice Joseph Micklewhite im Armenviertel East London geboren. Den entscheidenden Grundstein für seine internationale Karriere legte er, als er seinen Namen in Michael Caine änderte, und zwar wurde er durch den Film Die Caine war ihr Schicksal dazu inspiriert.
Michael Caine verdingte sich in zahlreichen Hilfsjobs, bevor er 1956 in An vorderster Front sein Filmdebüt gab. Dennoch musste er zehn weitere Jahre warten, bis er den Durchbruch schaffte.
1966 erhielt er eine Oscar-Nominierung für Der Verführer lässt schön grüßen. Nicht zuletzt dank seines starken Cockney-Akzents, seiner prägnanten Gesichtszüge, der leicht hervorstehenden Augen und dem lockigen Haar konnte er sich die letzten drei Jahrzehnte sowohl diesseits als jenseits des Atlantiks als Spitzendarsteller behaupten.
Seither gilt Michael Caine als einer der fleißigsten Stars seiner Generation. Der Grund liegt darin, dass er Angst vor einer "Beschäftigungslosigkeit" hat. Aus diesem Grund zählen zu seinen Filmen auch Der Schwarm, einer der schlechtesten Filme aller Zeiten.
Zu seinen frühen Erfolgen zählt besonders die Rolle des working-class-Spions Harry Palmer, den er zwischen 1965 und 1967 dreimal - in Ipcress - streng geheim, Finale in Berlin und Das Millarden-Dollar-Gehirn verkörperte.
Seit damals ist Michael Caine in Meisterwerken wie Mord mit kleinen Fehlern als Gegenspieler von Laurance Olivier, Der Dolch im Rücken, neben Christopher Reeve, und Der Mann, der König sein wollte, als Partner von Sean Connery, aufgetreten. In Rita will es endlich wissen spielt er eine moderne Variante von George Bernard Shaws Professor Henry Higgins, in Mona Lisa ist er Bob Hoskins eiskalter Boss, und in Hannah und ihre Schwestern glänzt Michael Caine als verliebter Gockel.
Ganz Profi, ist sich Michael Caine auch nie zu schade, unbedeutendere Parts zu übernehmen. Trotzdem versteht er es auch hier, etwa in Schuld daran ist Rio oder Der weiße Hai - Die Abrechnung, sich entsprechend gut in Szene zu setzen. Neben der Kinoarbeit findet der Workaholic sogar Zeit, im Theater bzw. beim Fernsehen aufzutreten, zum Beispiel als Joseph Stalin in der US-Miniserie World War II: When Lions Roared. Zudem hat der vielseitige Mime bis zum heutigen Tag vier Bücher, darunter eine Autobiographie, verfasst und ein Video mit dem Titel Michael Caine Acting On Film produziert.
Michael Caine, der viermal für einen Oscar als Bester Hauptdarsteller in Mord mit kleinen Fehlern, Der Verführer läßt schön grüßen, Rita will es endlich wissen und Der stille Amerikaner nominiert wurde, gewann die begehrte Trophäe nur im Jahre 1986 für seine Nebenrolle in Woody Allen Liebesreigen Hannah und ihre Schwestern und im Jahre 1999 als Bester Nebendarsteller in Gottes Werk & Teufels Beitrag.
Für sein brillantes Spiel als lungenkranker Safeknacker Victor Spansky in Blood & Wine hätte die Academy den nimmermüden Briten eigentlich wieder ins Rennen um die kleine goldene Statuette schicken müssen.
Seine komischen Qualitäten stellte Michael Caine auch in Miss Undercover und Austin Powers in Goldständer, zwei der kommerziell erfolgreichsten Filme seiner Karriere, unter Beweis. Als desillusionierter Journalist in Der stille Amerikaner wurde der Kinoveteran nun ein viertes Mal als Bester Hauptdarsteller für einen Oscar nominiert.
Neben seiner Arbeit vor Film- und TV-Kameras hat Michael Caine mit What's it all about auch seine Autobiographie und mit Acting On Film ein Buch auf der Basis einer sehr erfolgreichen BBC-Vorlesungsreihe geschrieben. Außerdem ist Michael Caine Mitbesitzer des Londoner In-Restaurants "Langan Brasserie" und darf sich seit 1992 Commander of the British Empire und seit 2000 auch Sir Michael Caine nennen.
Seit 1973 ist Michael Caine in zweiter Ehe mit der aus Guayana stammenden Skakira Baksh verheiratet, die zusammen mit ihm in Der Mann, der König sein wollte spielte.
Michael Caine (Alfred) über Alfred als einzig wahren Freund von Bruce Wayne:
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