Michael Keaton
* 9. September 1951 in Coraopolis, Pennsylvania, USA, als Michael John Douglas • Schauspieler, Produzent • Biographie • Filmografie •
Michael Keaton Biographie Michael Keatons triumphale Karriere besteht aus erstaunlichen Widersprüchen: obwohl er zu den beliebtesten US-Stars gehört, läßt er sich in keine Schublade stecken. Sein Markenzeichen ist die außergewöhnlich große Bandbreite der Rollen, mit denen er jedes Image-Klischee vermeidet, die ihn aber immer aufs neue als überzeugenden Darsteller profilieren.

Keaton wurde als Michael Douglas 1951 in Coraopolis als jüngstes von sieben Kindern geboren. Bereits im Alter von fünf Jahren unterhielt er seine Freunde mit eigenwilligen Elvis-Presley-Imitationen. Doch erst während des Studiums der Theater- und Sprachwissenschaften an der Kent State University begann sich das Schauspieltalent in ihm zu regen. Keaton wirkte in diversen Theaterstücken mit und begann zuweilen, in selbst verfaßten Sketchen aufzutreten. Sein erstes Engagement erhielt er in einem Café, wo er mit einem leeren Gitarrenkasten und einem Gummihuhn die Leute zum Lachen brachte. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich jedoch mit Taxifahren, als Studioarbeiter bei dem Fernsehsender PBS und ersten kleinen Rollen in Bühnenproduktionen.

1975 zog Michael Keaton nach Kalifornien und bekam durch die Vermittlung eines Pittsburgher Produzenten in Los Angeles seine erste Rolle in der TV-Serie Maude. Bald darauf erhielt er eine Dauerrolle in All's Fair. In dieser Zeit schloß er sich dem Los Angeles Workshop der Chicagoer Second City Comedy Group an und trat dort, zusammen mit der Gruppe von Jerry Vale, in verschiedenen Theatern auf. Weitere Fernseharbeiten schlossen sich an: The Tony Randall Show, The Mary Tyler Moore Show und Report To Murphy.

1982 verpflichtete Regisseur Ron Howard den Schauspieler für den Part des verrückten Leichenhausaufsehers Billy Baze in seiner Komödie Nightshift - Das Leichenhaus flippt völlig aus. Im darauffolgenden Jahr verkörperte er einen Mittelklassebürger, den widrige Umstände dazu zwingen, in die Rolle eines Hausmannes zu schlüpfen: Mit der Hauptrolle des liebenswerten Göttergatten in Mr. Mom kam, bedingt durch den riesigen Erfolg des Films, endlich der Durchbruch für Michael Keaton.

1988 brachte ihm gleich zwei Spitzenrollen: Zum einen festigte Keaton in dem längst als Kultfilm geltenden Beetlejuice von Tim Burton seinen Ruf als Spezialist für chaotische Figuren, zum anderen bewies er in Glenn Gordon Carons Süchtig mit dem bewegenden Porträt eines Geschäftsmannes, der sich nach Kräften bemüht von seiner Drogensucht loszukommen, dass er weit mehr schauspielerische Qualitäten besitzt, als der Stempel 'Komiker' erahnen läßt. Für diese Rolle zeichnete ihn die National Society of Film Critics mit dem Darstellerpreis aus.

Als 1989 bekantt wurde, dass Michael Keaton für die Titelrolle in Tim Burtons mit Spannung erwarteter Comic-Verfilmung Batman ausgewählt worden war, ging ein leichter Aufschrei durch die Reihen der Batman-Fans, die den Namen des Schauspielers noch immer ausschließlich mit seinen Komödien verbanden. Doch der Sprung ins kalte Wasser gelang. Batman machte Keatons Namen weltweit bekannt. Seine eigenwillige Interpretation des biederen Playboys und Millionärs, der bei Einbruch der Nacht zum einsamen Helden und Beschützer Gotham Citys wurde, verlieh der Figur ein unnachahmliches Flair. In Tim Burtons Batmans Rückkehr verhalf er dem Fürsten der Nacht erneut zu bombastischer Größe.

Jubelnde Kritiken erhielt Keaton 1992 für seinen Auftritt in Kenneth Branaghs Shakespeare Adaption Viel Lärm um nichts. Seitdem wechselt er mühelos vom komischen ins dramatische Fach, ohne sich auf einen Typ festnageln zu lassen, und er zählt zu den wenigen Hollywood-Stars, die sich ihrem Publikum mit jeder neuen Rolle von einer anderen, unerwarteten Seite zeigen.

Wenn ihn ein Stoff interessierte, trug er sogar in Nebenrollen zum Erfolg anspruchsvoller Projekte bei, zum Beispiel in Kenneth Branaghs Shakespeare-Verfilmung Viel Lärm um nichts und in Quentin Tarantinos Action-Drama Jackie Brown, in dem er als FBI-Agent Ray Nicolet zu sehen war. In derselben Rolle absolvierte er einen Gastauftritt in Steven Soderberghs Out of Sight.


Filmografie
Dirk Jasper FilmLexikon
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