Interview mit Michaela Merten
Michaela Merten Michaela Merten spielt in Unter der Sonne Afrikas eine wichtige Gastrolle: Alice, die Ehefrau von Alexander Brandt.

Frage: Hat es Ihnen gefallen, im fernen Afrika zu drehen?

Michaela Merten: Oh ja, ich mag Afrika sehr gerne. Ich war für diese Dreharbeiten zum allerersten Mal auf diesem Kontinent. Es war wirklich sehr beeindruckend: Die Freundlichkeit der Leute, die phantastischen Sonnenauf- und -untergänge und natürlich die faszinierende Landschaft, zum Beispiel die Victoriafälle, die wirklich wunderschön sind. Das war für mich alles sehr pur und sehr aufregend.

Frage: Sie spielen Alice, die Ex-Frau von Alexander alias Rüdiger Joswig. Was für ein Mensch ist Alice?

Michaela Merten: Alice kommt in Afrika an und ist zunächst sehr selbstbewusst und arrogant. Sie will unbedingt ihren Ex-Ehemann zurück bekommen. Da ihr das nicht gelingt, versucht sie Selbstmord zu begehen und wird in letzter Sekunde gerettet. Dieses Erlebnis hat eine Schlüsselfunktion für sie - es verändert sie von Grund auf.

Frage: Alice ist ja eine Frau, die eine gewaltige Depression durchmachen musss und dann in Afrika mit Hilfe ihres Ex-Mannes einen Ausweg findet.

Michaela Merten: Ja, und ich konnte mich sehr gut in die Rolle einfinden, obwohl ich ein durchweg positiver Mensch bin. Ich kenne ja auch Zeiten der Frustration oder der Trauer. Es gibt immer wieder emotionale Einbrüche. Aber ich sehe solche Frustrationsphasen als Potential an, um einen Weg zur Katharsis und - wenn man so will - zur Erleuchtung zu finden. Ich weiß immer, dass ich gestärkt aus dem Feuer herauskomme. Und so ergeht es auch Alice.

Frage: Was war das aufregendste Erlebnis bei den Dreharbeiten?

Michaela Merten: Das war, als Alice eine Autopanne hatte. Das mussste natürlich auch mitten in der Wildnis gedreht werden, mit all den Tieren rundherum. Und damit die Tiere dann auch wirklich ganz nah an das Auto herankamen, hatte man um den Wagen herum Futter verteilt. Ich war also umringt von Antilopen und Gnus. Ich mussste dann aus dem Auto rennen und laut schreien. Sie können sich gar nicht vorstellen, wie mich die Antilopen - vor allem eine davon - verständnislos angekuckt haben: so, als ob ich total verrückt wäre.

Frage: Waren das richtig wilde Tiere oder dressierte?

Michaela Merten: Nein, nein, das waren tatsächlich wilde Tiere, aber eben keine allzu gefährlichen. Mit riesigen Büffeln wäre das lebensgefährlich gewesen.

Dirk Jasper FilmLexikon
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