Michelle Yeoh
* 1962 in Ipoh, Malaysia • Schauspielerin • Biographie • Filmografie •
Michelle Yeoh Biographie In dem fast ausschließlich von Männern dominierten asiatischen Action-Film ist Michelle Yeoh Chu Kheng die wohl populärste Schauspielerin. In Europa hat sie sich vor allem mit ihrer Rolle der Wai Ling im James Bond Film James Bond 007 - Der Morgen stirbt nie einen Namen gemacht.

Michelle Yeoh Chu Keng (auch bekannt als Michelle Khan) wurde 1962 in Ipoh, Malaysia, geboren. Bereits in der Schule erwies sie sich als begeisterte Sportlerin, die ihr Land in den Disziplinen Squash, Tauchen und Schwimmen bei verschiedenen Wettbewerben vertrat.

Ihre Leidenschaft für das klassische Ballett brachte sie an die Royal Academie of Dance in London, die sie aber nach einem schweren Unfall verlassen musste. Daraufhin belegte sie an der Universität die Fächer Theaterwissenschaft und Schauspiel. Nach Abschluß des Studiums ging sie 1982 zurück in ihr Heimatland, wo ihr Leben eine schicksalhafte Wendung nehmen sollte.

Ohne ihr Wissen, meldete ihre Mutter sie für den Miss Malaysia-Schönheitswettbewerb an, den die junge Frau mit dem Titel der Miss Malaysia gewann. Außerdem erwarb sie in Melbourne den Titel der Miss Mooba.

Filmangebote aus Hongkong ließen nicht lange auf sich warten. Der bekannte Action-Star Jackie Chan engagierte sie zunächst für Werbeaufnahmen, was für die schöne Miss Malaysia unerwartete Folgen hatte. Bereits nach kurzer Zeit bekam sie verlockende Filmangebote und gab 1984 mit dem Film The Owl vs. Bumbo, einer Action-Komödie, ihr Kinodebut.

Märchenhaft fast ging es mit ihrer Karriere weiter. Die Produktionsfirma D&B nahm sie unter Vertrag und drehte bereits 1985 den Film, der die junge Schauspielerin als Action-Heldin der Kinoleinwand etablierte: Yes, Madame machte Michelle zu dem weiblichen Star des Hongkong-Kinos. Auf ihre Rolle hatte sich die Schauspielerin durch ein intensives Kampfsporttraining vorbereitet und spielte alle Kampfszenen selber. Damit revolutionierte sie den asiatischen Film, der bis dahin noch von der Macho-Gesinnung eines Jackie Chan beherrscht war. Dieser, so gibt er in einem Interview zu verstehen, sieht die Frau lieber in der Rolle des ergebenen Weibchens, das sich seiner Haut nicht zu wehren weiß.

Bei D&B traf Michelle Yeoh dann auch ihren Märchenprinzen. Mit Dickson Poon, Mitinhaber der Produktionsfirma, trat die Schauspielerin 1987 vor den Traualter, was allerdings auch das vorläufige Aus ihrer Karriere bedeuten sollte. Nach den Filmen Royal Warriors, 1986, und Magnificent Warriors, 1987, mit denen sich ihre Position als Asiens Top-Star festigte, zog sie sich, ihrer Ehe zuliebe, aus der Branche zurück.

Dann wurde es lange Zeit ziemlich still um den begehrten Action-Star aus Asien. Nach fast fünf Jahren Pause kam sie dann 1992 wieder auf die Leinwand und erlebte ein ungeahntes Comeback. An der Seite Jackie Chan drehte sie im gleichen Jahr Asiens Film des Jahres 1992, Police Story III: Supercop. Damit avancierte Michelle zur populärsten und auch bestbezahltesten Schauspielerin Asiens. Zum ersten mal drehte die Athletin ohne double. Auch die gewagtesten Stunts machte sie selber und wurde damit maßgeblich für ihre weiblichen Kollegen.

Supercop wurde zu einem gigantischen Erfolg und Michelle zu einem gefragten Star. In den darauffolgenden zwei Jahren drehte sie insgesamt acht Filme, darunter The Heroic Trio und Tai Chi Master, beide 1993.

Nach einer Traumkarriere als Kämpferin, bot sich ihr 1996 die Möglichkeit, ihr schauspielerisches Können unter Beweis zu stellen. Mit dem Film The Soong Sisters etablierte sie sich als Charakterschauspielerin und bewies in dem preisgekrönten Film Ah Kam der bekannten asiatischen Regisseurin Ann Hui ihr Gespür für dramatische Rollen.

Als exzellente Kämpferin stand sie dann Pierce Brosnan im Bond Film James Bond 007 - Der Morgen stirbt nie, 1997 zur Seite.

Laut Ankündigung wird sie auch 1998 wieder auf der Leinwand zu sehen sein. Als Jedi-Ritter in Star Wars, der für 1998 geplant ist, wird sie sich dann in neue Abenteuer stürzen.


Filmografie
Dirk Jasper FilmLexikon
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