Interview mit Oliver Stokowski
Oliver Stokowski Oliver Stokowski ist Darsteller in dem Psychothriller Das Experiment - Black Box

Frage: Ein Ensemblefilm wie dieser, mit so vielen Schauspielern braucht sicher besondere Vorbereitungen und Proben ...

Oliver Stokowski: Ja, wir hatten bereits ein sehr ausgiebiges Casting, bei dem wir schon angefangen haben, uns kennenzulernen. Das ging über viele Stunden, mit vielen Improvisationen in der Gruppe. Dazu kommt, dass die meisten von uns vom Theater kommen und dadurch ohnehin gewöhnt sind, sich die Figuren sehr selbständig zu erarbeiten und dann verschiedene Möglichkeiten anzubieten. Erstaunlicherweise verlief das alles sehr harmonisch, trotz der grossen Menge von Leuten.

Frage: Dazu kam ja noch dieser sehr beklemmende Drehort, wie haben Sie das empfunden?

Oliver Stokowski: Ich hatte Befürchtungen, dass es zu so kollerartigen Zuständen kommt, wenn man einen Monat lang, jeden Tag so viele Stunden unter Tage arbeitet. Aber das ist nicht überhaupt passiert. Es war wirklich eine erstaunlich harmonische Atmosphäre. Sicher gibt es Momente, in denen man denkt, jetzt möchte ich aber nicht mehr in der Zelle sein, möchte mal an die frische Luft. Im Ansatz wird das dann eben doch wirklich zum Gefängnis, in dem man die Zelle nicht selber aufschliessen kann, wenn man will.

Frage: Normalerweise ist es beim Film ja auch ungewöhnlich, dass wie hier chronologisch gedreht wird.

Oliver Stokowski: Ja, in dem Fall bietet sich das natürlich an, da es immer dasselbe Motiv ist und in der Regel auch alle Schauspieler immer da sein müssen. Das so durchleben zu können, ist natürlich ein Riesenvorteil für die Schauspieler, denn was einmal im Kasten ist, kann man ja nicht mehr rückgängig machen. Oft sieht man die Dinge am Ende des Drehs anders, vieles was man am Anfang gedreht hat, würde man am Ende dann doch gerne nochmal ganz anders spielen.

Dirk Jasper FilmLexikon
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