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"Ich bleibe Jungfrau, bis ich 19 bin!" hat sie als Teenager in ihr Tagebuch gekritzelt - nicht, weil es ihr so ernst mit ihrer Unschuld war, sondern um allen eins auszuwischen, die in ihren heimlichsten Phantasien schnüffelten.
Ihr Traumberuf stand für sie gleich nach dem High-School-Abschluss fest: Schauspielerin. Dennoch waren es vor allem der Zufall und "zwei hervorstechende Merkmale", die ihr nach Mini-Filmrollen und einem Gastauftritt in Eine schrecklich nette Familie den ganz großen Durchbruch bescherten. 1989 erregte Pamela Anderson als Zuschauerin eines Footballspiels in Vancouver die Aufmerksamkeit des Kameramanns, der sie und ihre damals noch silikonfreien, aber offensichtlich bereits bemerkenswerten Brüste im Close-Up einfing. Die blonde Schöne trug damals ein T-Shirt der Marke Labatt, was die Firma so sehr begeistert, dass sie Pamela Anderson spontan als Model verpflichtete. Es dauerte nicht lange, bis auch der "Playboy" bei ihr anrief, und - schwups - klappte es auch mit der Hollywood-Karriere. Als Tool Time Girl Lisa ließ sie von 1991 bis 1992 Männerherzen in der Sitcom Hör mal, wer da hämmert höherschlagen, bevor sie ab 1992 als C. J. Parker in Baywatch den roten Speedo-Badeanzug auf unnachahmliche Art ausfüllte. Es folgten Filmrollen in Snapdragon (1993), Good Cop, Bad Cop (1994), Come Die With Me: A Mickey Spillane's Mike Hammer Mystery (1994), Naked Souls (1995) und natürlich das post-feministische Action-Spektakel Barb Wire (1996). Es störte Pamela Anderson dabei nie, als blondes Dummchen abgestempelt zu werden: "So kann ich die Leute wenigstens überraschen." Dass Barb Wire trotz riesigen PR-Rummels fürchterlich floppte, ließ Pamela Anderson angeblich kalt: Sie sehe ihren Lebenstraum ohnehin darin, Gattin und Mutter zu sein. Um dieses Ziel zu erfüllen, flirtete sie hemmungslos mit den begehrtesten Junggesellen Hollywoods, darunter Dean Cain (alias Superman) und Sylvester Stallone, um schließlich Tommy Lee zu ehelichen. Statt eines Hochzeitsringes ließ sie sich seinen Namen um den Ringfinger tätowieren. Denn mit dicken Diamanten, so Pamela Anderson, wollten Männer doch ohnehin nur ihre Unsicherheit über die Größe ihres besten Stücks kaschieren. Er suchte sich für sein Pam-Tattoo eine ungleich pikantere Stelle aus: seinen Penis ... So bizarr, wie sie begann, setzte sich die Ehe auch fort und gipfelte nach dem Skandal um ein angeblich gestohlenes privates Videoband mit ausgesprochen privaten und intimen Details in Lees Verurteilung. Nachdem er sie mehrmals angriff und sie bereits einmal die Scheidung eingereicht und dann wieder zurückgezogen hatte, saß er eine sechsmonatige Haftstrafe wegen Mißhandlung und illegalen Waffenbesitzes ab. Und diesmal scheint Pam die Trennung tatsächlich durchzuziehen. Es kann aber auch mal wieder alles ganz anders kommen. 1997 stand Pamela Anderson in Los Angeles für die US-Power-Serie V.I.P. als weiblicher Bodyguard vor der Kamera - sie ist außerdem ausführende Produzentin. Am Set verriet sie: "Es gibt in dieser Serie tonnenweise Action. Das Setting ist sehr farbig, freundlich und sehr kalifornisch: viel Sonne, sexy bodies und outfits, helle Farbtöne." Zwar spielt Pamela Anderson als Bodyguard Val eine toughe Frau, aber sie meint, dass sie der Rolle eine eigene Note gegeben hat und auch ironische und komische Seiten an Val zeigt. "Ich will kein Superwoman spielen, sondern meine komische Seite ausleben, die auch mehr meinem Naturell entspricht. Ich glaube, das Publikum spürt das auch und mag mich lieber so." Pamela Anderson liest die Drehbücher und entscheidet mit über die Besetzung, wobei sie auch viele Bekannte wie Richard Branson, George Forman oder Magic Johnson angesprochen hat. Und sie ist glücklich, dass sie endlich einmal eine "eigene" Serie machen, sich an Rollenentwicklung und Produktion beteiligen kann und damit direkten Einfluss nehmen kann. "Das Projekt ist eine besondere Herausforderung für mich und meine verschiedenen Fähigkeiten. Ich bin zwar sehr beschäftigt damit, aber ich bin sehr froh darüber, dass ich die Möglichkeit dazu habe. Diese neue Aufgabe hilft mir auch, besser mit den privaten Stürmen, die ich zur Zeit zu überstehen haben, fertigzuwerden. Ich freue mich, dass meine beiden Söhne Brandon und Dylan während der Dreharbeiten immer in meiner Nähe sind. Meine Arbeit und meine Kinder halten mich fit, da brauche ich keine Fitneßmaschinen, besondere Diäten oder Personal Trainer mehr." Und über die Zusammenarbeit sagte Pamela Anderson: "Das Team von V.I.P., vor allem Regisseur C. F. Lawton (Pretty Woman) arbeitet perfekt zusammen." Im Herbst 1998 startete V.I.P. im US-Fernsehen (Fernsehsender Fox). Im Jahr 1999 war die Power-Serie in Sat.1 zu sehen. Nach ihrem Film Barb Wire floppte auch die Serie bei den Zuschauern. Filmografie
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