Richard Donner
* 24. April 1930 in New York, New York, USA, als Richard D. Schwartzberg • Schauspieler, Regisseur, Produzent • Biographie • Oscars • Filmografie •
Richard Donner Biographie Seine Karriere begann der 1939 geborene Mann aus New York als Off-Broadway-Schauspieler, bevor er 1958 nach Kalifornien zog, um im Filmgeschäft sein Glück zu machen.

Ursprünglich wollte der gebürtige New Yorker Richard Donner Karriere als Schauspieler machen und versuchte sich bereits während seiner Studienzeit in ersten Rollen. Doch nachdem er in einer TV-Produktion von W. Sommerset Maughams Of Human Bondage mitgespielt hatte, nahm ihn Regisseur Martin Ritt zur Seite und legte ihm nahe, die Schauspielerei aufzugeben und sich stattdessen auf das Regiefach zu konzentrieren.

Wie so viele seiner Generation lernte er das Handwerk beim Fernsehen - einer Branche, für die sich viele der renommierten Regisseure und Produzenten seinerzeit noch zu fein waren. Die Regie-Karriere lief schnell an. Donner inszenierte diverse angesehene Theaterstücke für TV-Livesendungen und zog schließlich von New York nach Los Angeles, wo er zahlreiche Werbespots, Industrie- und Dokumentarfilme in Szene setzte.

Sein erster Kontakt mit dem klassischen Unterhaltungsfach bestand darin, dass er einige Folgen der TV-Serie von Wanted Dead Or Alive mit Steve McQueen als Wildwest-Bounty-Hunter (wurde von 1958 bis 1961 von CBS ausgestrahlt), aber auch Industriefilme inszenierte, gefolgt von anderen Bildschirm-Klassikern, wie Solo für U. N. C. L. E., The Wild, Wild West, The F. B. I. und Cannon. Donner drehte auch die Pilotfilme von Kojak und Bronk. Bekannt sind auch seine Arbeiten für die legendären Serien Auf der Flucht und Twilight Zone.

Sein Debüt als Kinoregisseur lieferte Donner bereits 1961 mit dem Testpiloten-Drama Die X-15 startklar (mit Charles Bronson, David McLean und Mary Tyler McLean). Sieben Jahre später folgte die Komödie Salz und Pfeffer (mit Sammy Davis jr. und Peter Lawford), dann Der Amerikaner (mit Charles Bronson, Trevor Howard und Robert Morley).

Der große Durchbruch und Wendepunkt in Donners Laufbahn kam aber 1975 mit dem Kino-Horror-Schocker Das Omen. Der Horrorthriller, gedreht mit einem Budget von 2 Millionen Dollar, spielte 65 Millionen ein und zog drei Fortsetzungen nach sich. Auch Donners nächste Produktion erwies sich als Box-Office-Hit: Superman - The Movie, ein spektakuläres Fantasy-Abenteuer, wurde 1978/79 zur weltweiten Blockbuster-Sensation.

Dann die 80er Jahre: sie sollten endlich das Jahrzehnt des Richard Donner werden. Es folgten Inside Moves, The Toy - Der Spielgefährte, Der Tag des Falken und Goonies, den er - gemeinsam mit Steven Spielberg - auch produzierte. Dick, wie ihn seine Freunde nennen, prägte am Set von Die Goonies den legendär gewordenen Satz: "Ich bin Spielberg-Fan seit meiner Kindheit" - dabei ist er nur acht Jahre älter als Hollywoods erfolgreichster Regisseur.

Er schuf mit Tag des Falken (mit Rutger Hauer und Michelle Pfeiffer; produziert von seiner Frau Lauren Shuler-Donner) eine der schönsten und absonderlichsten Fantasy-Liebesgeschichten aller Zeiten und drehte 1986 Zwei stahlharte Profis, den ersten Teil seiner Lethal Weapon-Triologie (alle mit Mel Gibson und Danny Glover), ein weiterer Riesenerfolg.

Zu seinen weiteren großen Hits zählen die Fantasy-Komödie Die Geister, die ich rief (mit Bill Murray), das aufwendige Kinder-Drama Radio Flyer (wiederum von Lauren Shuler-Donner produziert) mit Elija Wood, dem Jurrassic Park-Kid Joseph Mazzello und Tom Hanks.

Und nebenbei produzierte er noch den Vampir-Actioner Lost Boys und kümmerte sich um die TV-Serie Masters Of Horror. "Ich liebe diese Serie, ich liebe die Zusammenarbeit mit meinem Freund Joel Silver, mit Walter Hill, Dave Giler und Bob Zemeckis, und natürlich diesem ganzen großartigen Team."

Die meisten der Filme, die nach 1980 entstanden, hat er auch produziert - oder zeichnete zumindest als Co-Produzent verantwortlich. Als ausführender Produzent betreute er überdies die Filme Lost Boys und Free Willy.

Richard Donner, der Supertechniker mit dem Feeling für gute Stoffe und den Geschmack des Publikums, ist mit der Produzentin Lauren Shuler-Donner (Dave, Das Bankentrio, Pretty in Pink) verheiratet. Mir ihr gemeinsam produzierte er den Megahit Free Willy, dessen dritter Teil im Sommer 1997 in den US-Kinos lief. Sein derzeit letzter Film ist der Superwestern Maverick (mit Mel Gibson, Jodie Foster und James Garner), der allein in den USA 100 Millionen Dollar einspielte.

Insgesamt haben bisher vier von Donners Filmen (Superman, Lethal Weapon 2, "Lethal Weapon 3 und Maverick) jeweils mehr als 100 Millionen Dollar eingespielt.

Donner ist zudem - neben Joel Silver, David Giler, Walter Hill und Robert Zemeckis - Produzent der TV-Kultserie Tales From The Crypt, für die er bei einigen Folgen auch als Regisseur fungierte. Zudem war er ausführender Produzent bei The Lost Boys, Free Willy und Free Willy 2.


Oscars
Filmografie
Dirk Jasper FilmLexikon
© 1994 - 2010 Dirk Jasper