| Richard Loncraine |
| * 20. Oktober 1946 • Schauspieler, Regisseur, Autor • Biographie • Oscars • Filmografie • |
Biographie
Ursprünglich wollte
Richard Loncraine Schauspieler werden. Seine Familie zog mit
Pferd und Wagen über Land, spielte Shakespeare-Stücke in
Zelten und im Londoner Regent's Park. Nach Abschluß der Schule
wandte er sich aber zunächst dem Design zu. Er brachte sich
selbst das Zeichnen bei und besuchte das renommierte Institut Of
Contempor Art. Aus Spaß entwarf Loncraine außerdem
Spielzeuge. Drei Jahre lang studierte er schließlich an der
Film School Of The Royal College Of Art.
Für den Film Sunday, Bloody Sunday von John Schlesinger (England, 1970) entwarf Richard Loncraine Spielzeuge und Requisiten. Durch Schlesinger lernte er Jim Garrett kennen, dessen renommierte Firma Fernseh-Werbespots herstellt. Bis heute hat Loncraine über 400 Werbespots gedreht und dafür zahlreiche Preie erhalten.
Mit einem BAFTA Award ausgezeichnet wurde Loncraine 1981 für den Fernsehfilm Blade On The Feather von Autor Dennis Porter. Mit Porter arbeitete er auch zusammen bei dem Kinofilm Der Missionar mit Monty Python-Star Michael Palin in der Titelrolle. Loncrains Debütfilm Flame wurde vor 20 Jahren von David Puttnam produziert. Darauf folgte 1976 die kanadisch-englische Produktion Julias unheimliche Wiederkehr mit Mia Farrow in der Hauptrolle. Für das Fernsehen drehte Richard Loncraine unter anderem The Vanishing Army, Secret Orchards, Bellman & True sowie Wide - Eyed And Legless.
"Auf der Schule hat man mir Shakespeare nicht nähergebracht, er wurde uns reingewürgt. Ich verstand die Sprache nicht und das machte mir Angst. Jahrelang habe ich es vermieden, Shakespeare-Stücke im Theater anzuschauen", erklärt Richard Loncraine, als er Richard III drehte. Das machte ihn zu einem idealen Regisseur für einen Film, der darauf abzielt, Kinozuschauern die Scheu vor Shakespeare zu nehmen und sie zu unterhalten.
Mit seinem handwerklichen Können und seinem Stilwillen konnte Loncraine die Erfahrungen ergänzen, die Hauptdarsteller Ian McKellen von der Bühne mitbrachte. Ihnen schwebte ein Film vor, der für jedermann zugänglich ist. Die Shakespeare-Dialoge umfassen Gedanken und Gefühle so präzise, dass wir es uns leisten konnten, bei den Bildern, dem Stil, den Drehorten und der Kameraarbeit etwas flamboyant zu sein, schwärmt Loncraine.
Oscars
Filmografie
- 1971: Sunday Bloody Sunday (Sunday Bloody Sunday) (Auftritt)
- 1975: Flame (Flame) (Regisseur)
- 1976: Julias unheimliche Wiederkehr (The Haunting Of Julia) (Regisseur)
- 1980: (TV-Film: Blade On The Feather) (Regisseur)
- 1982: Der Missionar (The Missionary) (Regisseur)
- 1982: (Brimstone And Treacle) (Regisseur)
- 1987: Bellman and True (Bellman And True) (Autor, Regisseur)
- 1994: (TV-Film: Wide-Eyed And Legless) (Regisseur)
- 1995: Richard III
- 1999: (Frederic Wilde) (Regisseur)
- 2000: (This Man This Woman) (Regisseur)
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