Robert Altman
* 20. Februar 1925 in Kansas City, Missouri, USA • Produzent, Regisseur, Autor • Biographie • Interviews • Oscars • Filmografie •
Robert Altman Biographie "Er legt sich selbst nicht die Fesseln von Regeln an", sagte Tim Robbins einmal über Robert Altman, und mehr als 30 Filme treten dafür den Beweis an. Altman schuf Filme mit enorm umfangreichem Personal Nashville, A Wedding, Short Cuts ebenso wie den Ein-Personen-Film Secret Honor.

Er zelebrierte männliche Kameradschaft in M*A*S*H und California Split und erforschte sensibel weibliche Bewußtseinszustände in Spiegelbilder, Drei Frauen und Komm zurück, Jimmy Dean; er revitalisierte den Western McCabe and Mrs. Miller, den Detektivfilm Der Tod kennt keine Wiederkehr und das Biopic Vincent und Theo; er fand seine Vorlagen in Comics Popeye - Der Seemann mit dem harten Schlag, im Theater Windhunde, Fool for Love, in der Oper Aria und in der zeitgenössischen Politik Tanner '88.

Und mit Kansas City schuf er jetzt einen Jazz-Thriller. Sein Ruf als Schauspieler-Regisseur ist legendär; er initiierte die Filmkarrieren von Shelley Duvall, Keith Carradine, Lily Tomlin, Jeff Goldblum, Sally Kellerman, Louise Fletcher, Michael Murphy und Cher. Obwohl die Themen seiner Filme eine große Bandbreite umfassen, hat er oft ein kritisches Auge geworfen auf die Institutionen, die Moral und die Schwächen des American Way of Life.

Geboren wird Robert Altman 1925 in Kansas City, Missouri. Nach dem Schulbesuch studiert er von 1941 bis 1945 an der Militärakademie Wentworth in Lexington, meldet sich freiwillig zum Einsatz als Co-Pilot eines B-24-Bombers auf den Antillen. 1946 läßt sich Altman in Kalifornien nieder. Hier tritt er in Danny Kayes Film The Secret Life of Walter Mitty auf und schreibt zusammen mit George W. George das Drehbuch zu dem Polizeifilm Bodyguard, den Richard Fleischer inszeniert. Seine eigentliche Ausbildung absolviert Altman aber danach in seiner Heimatstadt Kansas City, wo er bei der Calvin Company, die dem Vater des Kansas City Koautors Frank Barhydt gehört, mehr als 60 Dokumentar- und Industriefilme dreht.

1957 inszeniert er seinen ersten Spielfilm The Delinquents und die Dokumentation The James Dean Story. Bis 1966 arbeitet Altman für das Fernsehen, dreht Episoden von Serien wie Alfred Hitchcock, Combat und Kraft Suspense Theatre; bei letzterem fungiert er als Produzent, Autor und Regisseur. Der Pilotfilm Nightmare in Chicago, die Story eines Serien-Killers, läuft unter dem Titel Once Upon A Savage Night 1964 auch im Kino.

Nachdem er mit dem Weltraum-Drama Countdown (1968, mit James Caan und Robert Duvall) und dem Thriller Ein kalter Tag im Park (1969, mit Sandy Dennis) schon verstärkt die Aufmerksamkeit auf sich gelenkt hat, gelingt Altman mit M*A*S*H, einer schwarzen Komödie mit Elliott Gould und Donald Sutherland als Chirurgen einer Sanitäts-Einheit im Korea-Krieg, 1970 eine Sensation: Der Film bekommt in Cannes die Goldene Palme und wird international bei Publikum und Kritik ein Hit. 23 Jahre und 23 Filme später wird Altmans 189 Minuten lange Raymond Carver-Adaption Short Cuts in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.

Im Mai 1996 wurde Robert Altman in Cannes zum Ritter der Ehrenlegion ernannt.


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