Robert Mitchum ?
* 6. August 1917 in Bridgeport, Connecticut, USA Robert Charles Durman Mitchum • ? 1. Juli 1997 in Santa Barbara, Kalifornien, USA • Schauspieler, Produzent, Autor • Biographie • Oscars • Filmografie •
Robert Mitchum Biographie Robert Mitchums Vater starb, als Robert 18 Monate alt war, die Mutter heiratete wieder und wurde Zeitungsverlegerin. Der achtjährige Robert stand erstmals mit seiner Schwester Julie als Sänger und Tänzer auf der Bühne. Die beiden wuchsen in New Yorks berüchtigter Hell's Kitchen auf, Robert kam mit dem Gesetz in Konflikt. Im Alter von 14 Jahren riß Robert Mitchum von zu Hause aus, hielt sich mit kleinen Gaunereien über Wasser und heuerte als Kesselputzer auf einem Frachter nach Südamerika an.

Später schlug er sich als Tellerwäscher, Boxer und Gelegenheitsarbeiter durch, bis er mit Hilfe seiner inzwischen berühmt gewordenen Schwester Julie und deren Manager nach Hollywood kam.

1943 erhielt er seine erste Filmrolle: In dem Billigwestern Border Patrol mimte Mitchum einen Bösewicht. Kurz bevor er 1945 zum Kriegsdienst eingezogen wurde, bekam der Schauspieler die erste "Oscar"-Nominierung für seine darstellerische Leistung in Schlachtgewitter am Monte Cassino. Nach achtmonatiger Militärzeit konnte er dann nahtlos an seine gerade begonnene Karriere anknüpfen. Sogar eine 60tägige Haftstrafe wegen Drogenbesitzes 1948 schadete dem Ruf des charismatischen Künstlers nicht.

Im Privatleben als "bad boy" verschrien, verkörperte er auf der Leinwand meist den schweigsamen und nachdenklichen, vom Schicksal gezeichneten Helden. Obwohl er in Western (|| 1967: El Dorado, Todfeinde) und Filmen der "Schwarzen Serie" (Engelsgesicht) seine größten Erfolge feierte, blieb Robert Mitchum vielseitig. Er behauptete: "Mir ist egal, was ich spiele. Polnische Schwule, Zwerge, Frauen - alles". So bleiben auch seine Darstellungen eines psychopathischen Mörders in dem fast surrealen Thriller Die Nacht des Jägers und in dem Krimi Ein Köder für die Bestie (1962) unvergeßlich.

Robert Mitchum spielte an der Seite der schönsten Frauen der Traumfabrik: Marilyn Monroe (Fluß ohne Wiederkehr), Elizabeth Taylor (Die Frau aus dem Nichts), Deborah Kerr (Der Seemann und die Nonne). Den Höhepunkt seiner Karriere erreichte er 1970 unter der Regie von David Lean in dem Irland-Epos Ryans Tochter.

Trotz seiner Alkoholabhängigkeit und seines oftmals skandalösen Benehmens blieb Mitchum auch Ende der 70er Jahre noch ein gefragter Kinostar und machte Filme wie Fahr' zur Hölle Liebling! und Tote schlafen besser zu Kassenschlagern. 1983 übernahm er in der TV-Miniserie Feuersturm seine erste Fernsehrolle und konzentrierte sich danach wieder auf die Leinwandarbeit. So stand 1991 ein Gastauftritt in dem Remake von Ein Köder für die Bestie, in dem Robert DeNiro den Part des Killers übernahm, auf seinem Drehplan.

1939 heiratete er seine Schulfreundin Dorothy Spence. Aus dieser Ehe stammen drei Kinder: Tochter Petrine kam 1952 zur Welt, seine beiden Söhne James (* 1941, Keine Gnade, Mr. Dee!) und Christopher (* 1943, Gummibärchen küßt man nicht) wurden ebenfalls Schauspieler, kamen jedoch über Nebenrollen nicht hinaus.

Robert Mitchum starb am 1. Juli 1997 in seinem Haus in Santa Barbara, Kalifornien, USA.


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