Robin Williams
* 21. Juli 1952 in Chicago, Illinois, USA • Schauspieler, Produzent • Biographie • Oscars • Filmografie • Adresse: Robin Williams, 1100 Wall Road, USA-94550, Napa, CA •
Robin Williams Biographie Als Robin Williams in den späten siebziger Jahren in der Fernsehserie Happy Days erstmals als schrulliger Mork vom Ork seinen außerirdischen Gruß ins Land schickte, war das Publikum begeistert. Und zwar so begeistert, dass er 1978 eine eigene TV-Serie bekam, die voll und ganz auf Williams' unnachahmliches Improvisationstalent ausgerichtet war.

Schon zu Schulzeiten hatte der im schottischen Edinburgh geborene Schauspieler seine Kameraden mit seinen aus der Hüfte geschossenen Gags zum Lachen gebracht. dass so jemand bei dem ernsthaften Studium der politischen Wissenschaften fehl am Platz sein würde, war klar. Also wechselte er ans Marin-College, um sich aufs Theater zu konzentrieren. Er erhielt ein Stipendium der New-Yorker Juillard School und siedelte anschließend nach San Francisco über, wo er begann, mit eigenen Sketchen in Nachtclubs aufzutreten.

Schnell hatte sich das Komik-Phänomen Robin Williams in der Künstlerszene herumgesprochen, und auch das Fernsehen zeigte zunehmend Interesse an dem Energiebündel. In Laugh-In gab er schließlich sein TV-Debüt, feierte daraufhin 1978 mit Mork vom Ork Riesenerfolge und hatte fortan keine Mühe mehr, auch große Theatersäle zu füllen. So war Williams der einzige Komiker, der im Rahmen seiner Tour auch in der berühmten New Yorker Metropolitan Opera auftrat. Es war nur eine Frage der Zeit, bis Hollywood auf ihn aufmerksam werden sollte.

1980 engagierte ihn der Altmeister des Independent-Kinos, Robert Altmann, für seine Comic-Adaption Popeye. dass sich William's darstellerisches Spektrum nicht nur auf Grimassieren und Sprücheklopfen beschränkt, bewies er zwei Jahre darauf eindrucksvoll in George Roy Hills Verfilmung des John Irving-Roman Garp und wie er die Welt sah und 1984 in Paul Mazurskys tragischer Musikergeschichte Moskau In New York. Der Aufstieg in die Riege der Top-Stars gelang ihm 1987 mit der mimischen (und zu größten Teilen improvisierten) Tour de force als Armee-Discjockey Adrian Cronauer in Barry Levinsons romantisch unterfütterter Kriegsfarce Good Morning, Vietnam. Obwohl er in der Branche als todsicherer Kandidat für den Oscar gehandelt wurde, blieb es lediglich bei der Nominierung.

Das gleiche Schicksal widerfuhr ihm 1989; seine herzzerreißende Vorstellung als liberaler Literaturlehrer in Peter Weirs Kinohit Der Club der toten Dichter wurde ebenfalls "nur" mit einer Nominierung bedacht. Dafür heimste Williams in anderen Kategorien zahlreiche Preise ein. Für die Schallplatten Reality - What A Concept, An Evening At The Met, Pecos Bill und den mit vielen seiner stakkatoartigen Monologe angereicherten Soundtrack von Good Morning, Vietnam erhielt er jeweils einen Grammy. Die Fernsehauszeichnung Emmy gewann er für seine Mitwirkung in den Shows Carol, Carl, Whoopie And Robin und ABC Presents A Royal Gala.

Einen Preis hätte sich eigentlich auch Mike Nichols' Off-Broadway-Produktion verdient - den für das wohl ungewöhnlichste Bühnengespann der achziger Jahre: Warten Auf Godot von Samuel Beckett mit Robin Williams und Steve Martin. Williams war inzwischen zu dem avanciert, was man einen Mega-Star nennt: Sein Name bürgte für volle Kassen. Abgesehen von der anarchischen, zuweilen etwas sperrigen Groteske Cadillac Man (1990) des Neuseeländers Roger Donaldson und Barry Levinsons surrealen Märchen Toys (1992) wurde alles zu Gold, was er anfaßte. In Penny Marshalls erfolgreichem Drama Zeit des Erwachens brachte Williams beinahe das Kunststück fertig, Robert de Niro an die Wand zu spielen. In Terry Gilliams begeistert aufgenommenem, schroff-liebenswürdigem Outsider-Porträt Der König der Fischer animierte er die Academy of Motion Picture Arts and Sciences zu einer weiteren Oscar-Nominierung.

Für Steven Spielberg hob er dann als Peter Pan in Hook buchstäblich völlig ab, um dann im Jahre 1992 dem Publikum die Lachtränen in die Augen zu treiben, ohne ein einziges Mal auf der Leinwand zu erscheinen. Seine Synchronisation des Flaschengeistes Aladdin fiel derart umwerfend aus, dass kurzerhand beschlossen wurde, dieses Figur weiter auszubauen, als ursprünglich vorgesehen. Seinen bislang größten Blockbuster auf der Leinwand feierte Williams mit Stützkorsett, Perücke und umschmeichelnder Singsang-Stimme: Als Kindermädchen Mrs. Doubtfire eroberte er nicht nur die Herzen seiner Filmkinder, sondern darüber hinaus die von Millionen Menschen in aller Welt.

Robin Williams spielte dann in Jumanji den Alan Parrish, der nach 26 Jahren Gefangenschaft im Regenwald von Jumanji durch die beiden Kinder Judy und Peter befreit wird. Danach hat Williams, der aktives Mitglied in mehreren Wohltätigkeits-Organisationen ist und mit Billy Crystal und Whoopie Goldberg zu den führenden Persönlichkeiten in der Vereinigung Comic Relief gehört, in Mike Nichols' The Birdcage die Hauptrolle gespielt, dem Remake der französischen Transvestiten-Komödie Ein Käfig voller Narren (1978). Danach stand Williams für Jack vor der Kamera, die tragikomische Geschichte eines Jungen, der viermal schneller altert wie andere Jungen. Regie führte Francis Ford Coppola.

Im März 1998 erhielt Robin Williams dann endlich den wohlverdienten Oscar für seine Rolle in Good Will Hunting.

Seit 1978 war Robin Williams mit Valerie Velardi verheiratet, die beiden haben den Sohn Zachary (geboren 1983). Die Ehe hielt zehn Jahre, dann zog Robin mit Marsha Garces, Zacharys ehemaligem Kindermädchen, zusammen, mit der er die Kinder Zelda und Cody hat.


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