Roger Moore
* 14. Oktober 1928 in Stockwell, South London, England als Roger George Moore • Schauspieler, Produzent, Regisseur, Kostümdesigner • Biografie • Oscars® • Filmografie • Adresse: Chalet Fenil, Grund bei Gstaad, Schweiz • London Management, 235 Regent Street, London W 1, England •
Roger Moore Biographie

Dabei hatte Moore als Kind mit der Schauspielerei nicht viel im Sinn. Geboren in London, sah es erst nicht so aus, als würde aus dem dicken Teenager ein ansehnlicher Star. Seine besten Fächer in der Schule waren Kunst und Zeichnen, und folgerichtig strebte der graduierte Brite eine Laufbahn als Cartoonzeichner in einem Animationsstudio an. Mit seiner Hobbymalerei verdiente er heutzutage "nebenbei" immer noch ein "Taschengeld". Dummerweise wurde er bereits nach kurzer Zeit wegen eines groben Fehlers gefeuert - ein Mißgeschick, das Moore im nachhinein als glücklichstes seiner Karriere bezeichnet, denn er entschloß sich daraufhin, am Ende des Zweiten Weltkriegs all sein Taschengeld zusammenzukratzen und an der Royal Academy of Dramatic Art Schauspielerei zu studieren.

Nach seinem Abschluß prägte er in zahlreichen Bühnen-, Film- und TV-Auftritten (darunter die Serien-Klassiker Ivanhoe, Simon Templar und Die Zwei) sein Image als mal elegant-verschmitzter, mal kauzig-draufgängerischer englischer Gentleman - ein Image, das er mit Filmen wie Andrew V. McLaglens Sprengkommando Atlantik (1980) immer wieder gefestigt, mit Hal Needhams Auf dem Highway ist die Hölle los (1981) oder Blake Edwards' Der Fluch des rosaroten Panthers (1983) glanzvoll parodiert hat.

Beginn einer atemberaubenden Karriere: Moore stand bisher für über hundert Film- und TV-Projekte vor der Kamera, seit 1954 überwiegend für US-Streifen. Seine Fernsehserie Simon Templar (1963 - 1967) ist längst Kult.

Roger Moore löste im Jahr 1973 in Leben und sterben lassen seinen Kollegen Sean Connery ab und kam als James Bond mit insgesamt sieben 007-Filmen zu Weltruhm.

Autogramm von Roger Moore Zu dieser Zeit lebte und arbeitete Moore allerdings bereits seit fast zwanzig Jahren in Hollywood: In Damals in Paris von Richard Brooks (1954) spielte er an der Seite von Elizabeth Taylor und Van Johnson seine erste Rolle in einem US-Film. Eine stattliche Anzahl weiterer US-Produktionen - meist Krimis und Abenteuerfilme - sollten folgen, bevor er in seiner zwölf Jahre andauernden James-Bond-Ära dem Agenten Ihrer Majestät ein neues, humorvolleres Gesicht verpassen sollte.

Sein berühmter Name zog auch bei anderen Streifen wie Cannonball Run (1981), Feuer, Eis und Dynamit (1991) und The Quest - Die Herausforderung, doch nie kam Moore an seinen eigenen 007-Erfolg heran.

Nach mehrjähriger Leinwand-Abstinenz war Roger Moore in The Quest - Die Herausforderung endlich wieder in den Kinos zu sehen - als englischer Gentleman-Gangster und Piratenkapitän "Lord" Dobbs, der den unerfahrenen Chris DuBois (Jean-Claude Van Damme) mehr als einmal aus purer Geldgier in die Bredouille bringt. Dies tut er jedoch mit soviel Einfallsreichtum und Schlitzohrigkeit, dass die in Chris aufkeimenden Rachegelüste meist im Ansatz erstickt werden.

Heute lebt Roger Moore in Gstaad in der Schweiz und hat sich aus dem Filmgeschäft weitgehend zurückgezogen. Statt dessen legt er den Schwerpunkt seiner Arbeit auf eine humanitärere Tätigkeit: Als ehrenamtlicher UNICEF-Sonderbotschafter schärft der dreifache Vater seit 1991 das Bewußtsein von Politik und Öffentlichkeit in aller Welt für die Belange unterprivilegierter, notleidender Kinder.


Filmografie
Dirk Jasper FilmLexikon
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