Rolf Schübel

* 11. November 1942 in Stuttgart, Baden-Württemberg, Deutschland • Regisseur, Autor, Produzent • Biographie • Interviews • Filmografie •

Biographie Der gebürtige Stuttgarter Rolf Schübel studierte Literaturwissenschaft und Soziologie in Tübingen und Hamburg. Seit 1968 arbeitet er als Regisseur. 1971 wurde sein politischer Dokumentarfilm Rote Fahnen sieht man besser sowohl mit dem Preis der deutschen Filmkritik als auch mit dem Adolf-Grimme-Preis in Gold ausgezeichnet.

Auch seine weiteren Dokumentarfilme beschäftigten sich primär mit der politischen und gesellschaftlichen Situation Deutschlands. 1983 drehte Rolf Schübel unter Verwendung von Zeitzeugenaussagen und Tonbandprotokollen das Porträt des Triebtäters Jürgen Bartsch, Nachruf auf eine Bestie, das ebenfalls den Preis der deutschen Filmkritik und den Adolf-Grimme-Preis in Gold erhielt. 1987 folgte der Dokumentarfilm Der Indianer, eine autobiografische Erzählung von Leonhard Lentz über seine Krebserkrankung, die Rolf Schübel mit nachgestellten Szenen und subjektiver Kamera verfilmte.

National und international wurden Rolf Schübels Regiearbeiten mit dem Deutschen Filmpreis 1988, dem Deutschen Filmband in Silber, dem Großen Preis der 1. Biennale des europäischen Dokumentarfilms in Lyon 1989 sowie einem weiteren Adolf-Grimme-Preis in Gold 1990 ausgezeichnet. Im selben Jahr gab Rolf Schübel mit Das Heimweh des Walerjan Wrobel sein Debüt als Spielfilm-Regisseur.

Danach inszenierte er das Fernsehspiel Woanders scheint nachts die Sonne, für das er den Robert-Geisendörfer-Preis, den Publizistikpreis der Evangelischen Kirche, erhielt. Weitere Arbeiten von Rolf Schübel sind die Dokumentation Todfeinde - Vom Sterben und Überleben in Stalingrad (1993) sowie die Fernsehspiele Eine öffentliche Affäre (2000) und Kollaps (2001).

Sein Kinofilm Gloomy Sunday - Ein Lied von Liebe und Tod erhielt zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen und wurde in über 20 Länder verkauft.


Interviews
Filmografie
  • 1971: Dokumentatarfilm: Rote Fahnen sieht man besser. Regie.
  • 1974: Dokumentarfilm: Die Aufsteiger-Saga. Regie. Produzent.
  • 1976: Dokumentarfilm: Das Jubiläum - Unsere Firma wird 50. Regie. Produzent.
  • 1982: Dokumentarfilm: Bier für Lama Kara. Regie. Drehbuch.
  • 1983: Dokumentarfilm: Nachruf auf eine Bestie. Regie.
  • 1987: Dokumentarfilm: Der Indianer. Regie. Drehbuch.
  • 1988: TV-Film: Landunter. Produzent.
  • 1991: Kinofilm: Das Heimweh des Walerjan Wrobel. Regie. Drehbuch.
  • 1993: Dokumentarfilm: Todfeinde - Vom Sterben und Überleben in Stalingrad. Regie.
  • 1997: TV-Film: 2 1/2 Minuten. Regie. Drehbuch.
  • 1997: TV-Film: Woanders scheint nachts die Sonne. Regie. Drehbuch.
  • 1999: Kinofilm: Gloomy Sunday - Ein Lied von Liebe und Tod
  • 2001: TV-Film: Eine öffentliche Affaire. Regie. Drehbuch.
  • 2002: TV-Film: Kollaps. Regie. Drehbuch.
  • 1. Januar 2004: Kinofilm: Blueprint
  • Rolf Schübel
    Plakat zu 'Blueprint'
    Gloomy Sunday - Ein Lied von Liebe und Tod

    Dirk Jasper FilmLexikon

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