Sandra Borgmann
* 25. April 1974 in Mülheim an der Ruhr, Nordrhein-Westfalen, Deutschland • Schauspielerin • Biographie • Filmografie •
Sandra Borgmann. Foto: ARD / Thorsten Jander Biographie Sandra Borgmann, 1974 in Mühlheim an der Ruhr geboren, dort auch Abitur gemacht, kann schon auf eine Reihe ambitionierter Projekte zurück blicken. Sie bekam 1998 in Helmut Dietls Kinofilm Late Show eine Rolle, sorgte 2001 mit dem Tatort: Fette Krieger für Schlagzeilen und spielte in dem Kultfilm Oi warning! die Hauptrolle, ein Kinofilm, der mehrere internationale Auszeichnungen erhielt, darunter den Max-Ophüls-Preis 1999.

Ausgebildet wurde Sandra Borgmann seit 1993 an bei der renommierten Folkwang-Hochschule in Essen, wo sie 1996 auch ihr Schauspiel-Diplom erhielt. Sie gründete ihre eigene Theatergruppe in Essen und erhielt Theater-Engagements am Schauspielhaus Düsseldorf und den Ruhrfestspielen Recklinghausen.: "Eigentlich hatte mich nach der Schule Forschung, Medizin interessiert; ich merkte aber bald, dass ich es mit Menschen und kreativen Prozessen zu tun haben wollte. Und bei der Schauspielerei erforscht man auch eine Menge: Körper, Wahrnehmung, Bewegung, Beziehungen, Sprache usw."

Ein Grund, eine Clownsausbildung zu machen: "Mit dem Fernsehen hatte ich nicht allzu viel am Hut. Aber dann schickte mich meine Agentur zu zwei Castings, und schon stand ich vor der Fernsehkamera für eine Minirolle." Dann ging es Schlag auf Schlag: u. a. eine durchgehende Hauptrolle in Hotel Elfie (1998/99), der Kinofilm Im Juli, TV-Movies wie Das gestohlene Leben (1999).

In der TV-Serie Berlin, Berlin spielt Sandra Borgmann spielt die Rosalie. Trotz aller Erfahrungen, "es war in Berlin, Berlin für mich das erste Mal, dass ein Schauspielerteam in einer TV-Produktion so gut zusammengearbeitet hat und das über einen so langen Zeitraum".

"Rosalie ? das ist eine toughe, abgehärtete Ossi-Braut mit großer Schnauze und einem riesigen Herz." Sandra Borgmann alias Rosalie ist neben Felicitas Woll alias Lolle die zweite, wichtige Hauptfigur in der ARD-Vorabend-Serie Berlin, Berlin: "Es hat einige Zeit gebraucht, bis ich wusste, wie Rosalie funktioniert. Aber ich mag Figuren, die sehr anders leben als man selbst und arbeite gern mit dieser Distanz."

Und die Zukunft? "Wenn die Finanzierung klappt, will ich 2002 mit meiner eigenen Theatergruppe auftreten (ein Projekt über den Tod) und eine Ausbildung zur Alexandertechnik-Lehrerin machen, eine Technik der Körpergrundarbeit, die ich während meiner Schauspielausbildung kennen gelernt habe. Es ist trotz aller Arbeit sehr wichtig, mich immer wieder auf mich zu besinnen. Denn die einzige Konstante in diesem Business ist man selber und die eigenen Qualitäten."

Auf die Frage, für was sie sich begeistern könne, antwortet sie spontan: "Ich bin begeistert von Wasser, Winter und Metall, Sauerkirschen-Karmelade und Bach, Strohhalm mit Knick, leeren Räumen und gutem Sex!"

Sandra Borgmann lebt heute in Köln.


Filmografie
Dirk Jasper FilmLexikon
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