Sean Penn

* 17. August 1960 in Santa Monica, Kalifornien, USA • Schauspieler, Regisseur, Produzent, Autor • Biographie • Interviews • Oscars • Filmographie • Adresse: Sean Penn, 6728 Zumierez Drive, Malibu, CA 90265, USA • Agentur: Creative Artists Agency, 9830 Whilshire Boulevard, Beverly Hills, CA 90212, USA •

Biographie Sean Penn, als Sohn des TV-Regisseurs Leo Penn und seiner Frau, der Schauspielerin Eileen Ryan, geboren, wurde schon in frühester Jugend mit dem Medium Film konfrontiert. Zusammen mit seinem Bruder Chris Penn und ihren gemeinsamen Freunden Charlie Sheen, Emilio Estevez und Rob Lowe drehte er in seiner Jugend einige Super-8-Produktionen. Später arbeitete er am Los Angeles Group Repertory Theatre als Assistent, nahm gleichzeitig Schauspielunterricht und führte zum ersten Mal auch Regie.

Sein Debüt als Schauspieler gab er am Broadway, in dem Stück Heartland von Kevin Heelan. Kurz darauf führte ihn sein Weg auch in die Hollywood-Studios. In seinem Filmdebüt spielte er neben Timothy Hutton und Tom Cruise in "Die Kadetten von Bunker Hill".

In den darauffolgenden Jahren entwickelte sich Sean zu einem besessenen Schauspieler, was ihm den Spitznamen "Sean de Niro" einbrachte, weil er sich während der Dreharbeiten nur mit seinem Rollennamen ansprechen ließ und sich immer akribisch mit dem Charakter auseinandersetzte, auch wenn es sich nur um einen kleinen Auftritt handelte.

Zwar konnte Sean Penn in seinen Anfangsjahren keinen wirklichen Kassenhit landen, aber wie zum Trotz wurde er dennoch ein Star, der bis zu 1,5 Millionen Dollar Gage kassieren konnte. In erster Linie lag dieser Erfolg natürlich an seinen überzeugenden Leistungen, aber auch an dem Medienrummel, der um seine Person veranstaltet wurde. Nicht nur, dass er bei den Regisseuren als schwierig galt, auch bei den Journalisten war er gefürchtet.

Vor allem während seiner stürmischen Ehe mit der Pop-Sirene Madonna ging man dem rabiaten jungen Mann, dem die Fäuste recht locker saßen, besser aus dem Weg. Unter den Fotoreportern war er bald als "Poison-Penn" verschrien.

Höhepunkte seiner Darstellerkarriere stellen sicherlich die Golden-Globe-Nominierung als Bester Nebendarsteller in Brian de Palmas "Carlitos Way" (1993) sowie die Oscar-Nominierung als Bester Hauptdarsteller in Tim Robbins´ Dead Man Walking dar.

Auch wenn die Privatperson häufiger im Mittelpunkt stand als der Schauspieler Sean Penn, geriet seine Arbeit doch nie in Vergessenheit. Heute zählt Penn (auch wenn er nur noch selten Lust verspürt, vor die Kamera zu treten) zu den wichtigsten Charakterdarstellern in Hollywood. Darüber hinaus stießen auch seine Ausflüge ins Regiefach (The Indian Runner, The Crossing Guard) bei den Kritikern auf Wohlwollen.

Zuletzt schrieb und inszenierte Penn den amerikanischen Beitrag zum Dokumentarfilm 11'09'01'. Für diesen wichtigen Film lieferten elf berühmte Regisseure aus aller Welt Kurzfilmbeiträge, in denen sie auf die grausigen Ereignisse des 11. September 2001 reagierten.

2002 wurde Sean Penn auf dem Santa Barbara International Film Festival mit dem Modern Master Award ausgezeichnet.

Ende des Jahre ist Penn neben Benicio Del Toro und Naomi Watts in Alejandro González Iñárritus 21 Grams zu sehen. Inzwischen abgedreht ist sein von Niels Mueller inszenierter Film The Assassination of Richard Nixon.


Oscars
Filmografie
  • 1979: (TV-Serie: Barnaby Jones)
  • 1981: Die Kadetten von Bunker Hill (Taps) Regie: Harold Becker - Rolle: Alex Dwyer
  • 1981: TV: Hellingers Gesetz (Hellinger's Law)
  • 1981: TV: Randy's Tod (The Killing Of Randy Webster)
  • 1982: Ich glaub`, ich steh im Wald (Fast Times at Ridgemont High) Regie: Amy Hekkerling - Rolle: Jeff Spicoli
  • 1983: (Summerspell)
  • 1983: Bad Boys
  • 1984: Der Falke und der Schneemann (The Falcon And The Snowman)
  • 1984: Crackers (Crackers)
  • 1984: Die Zeit verrinnt - Die Navy ruft (Racing With The Moon) Regie: Richard Benjamin - Rolle: Henry "Hopper" Nash
  • 1986: Auf kurze Distanz (At Close Range) Regie: James Foley - Rolle: Brad Whitewood jr.
  • 1986: Shanghai Surprise (Shanghai Surprise) Regie: Jim Goddard - Rolle: Glendon Wasey
  • 1988: TV-Film: Ein Richter für Berlin (Judgment In Berlin). Regie: Leo Penn. Rolle: Richter Herbert J. Stern.
  • 1988: (Cool Blue) (ungenannt)
  • 1988: Colors - Farben der Gewalt (Colors) Regie: Dennis Hopper - Rolle: Danny McGavin
  • 1989: Wir sind keine Engel (We're No Angels)
  • 1989: Die Verdammten des Krieges (Casualties Of War) Regie: Brian de Palma - Rolle: Meserve
  • 1990: Im Vorhof zur Hölle (State Of Grace)
  • 1991: Schneeweißrosenrot
  • 1991: Indian Runner (Produzent, Autor, Regie)
  • 1993: (The Last Party)
  • 1993: (Carlito's Way)
  • 1995: Dead Man Walking
  • 1995: The Crossing Guard
  • 1996: Alles aus Liebe
  • 1997: (Loved) (Produzent)
  • 1997: The Game
  • 1997: U-Turn
  • 1997: (Hugo Pool)
  • 19. November 1997: (TV-Serie: Ellen, Episode: Emma) (ungenannt)
  • 25. Dezember 1998: Der schmale Grat
  • 1998: Hurlyburly (Hurlyburly)
  • 1999: (Autumn Of The Patriarch)
  • 1999: (As I Lay Dying) (Produzent)
  • 1999: Sweet And Lowdown
  • 5. Mai 2000: Die Villa
  • 19. Januar 2001: Das Versprechen
  • 25. Januar 2001: Ich bin Sam
  • 2003: Mystic River
Oscar
Sean Penn
Sean Penn in 'Dead Man Walking'
Videocover zu 'The Crossing Guard'
Filmplakat zu 'Alles aus Liebe'
Sean Penn in 'U-Turn - Kein Weg zurück'
Filmplakat zu 'Der schmale Grat'
Sean Penn in 'Sweet and Lowdown'
Filmplakat zu 'Das Versprechen'
Sean Penn in 'Ich bin Sam'
Sean Penn in 'Mystic River'

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