Steve Buscemi
* 13. Dezember 1957 in Brooklyn, New York, USA • Schauspieler, Regisseur, Autor • Biographie • Filmografie •
Steve Buscemi Biographie Steve Buscemi ist eine Ikone des Independent-Films. Seine Kurzauftritte und Cameos sind ungezählt; kaum eine unabhängige Produktion, die ins Kult-Pantheon der Indie-Götter aufgenommen werden will, kommt ohne ihn aus. Buscemi arbeitete von Jim Jarmusch über Martin Scorsese, Abel Ferrara, den Coen-Brüdern, bis zu Gus van Sant und Quentin Tarantino mit so ziemlich allen Regisseuren von Rang uns Namen, die ihre Visionen auf die Leinwand bringen wollen, ohne jede ihrer Entscheidungen gegen das Studiosystem Hollywoods durchsetzen zu müssen.

1958 in Brooklyn, New York, geboren und auf Long Island aufgewachsen, suchte Buscemi nach seinem College-Abschluß 1975 seinen Einstieg als Schauspieler und tingelte als Stand-Up-Komiker durch die Clubs und Kleinkunstbühnen von Manhattan. Sein Vater, ein Straßenfeger, drängt ihn in weiser Voraussicht, auch noch eine Prüfung für den Öffentlichen Dienst abzulegen, falls das mit der Schauspielerei nicht klappen sollte. So arbeitete Buscemi fünf Jahre lang als New Yorker Feuerwehrmann, ehe er 1986 seine erste größere Rolle in Bill Sherwoods AIDS-Drama Partin Glances spielte und damit seine Karriere begann.

Nach einigen Kurzauftritten in TV-Serien wie Miami Vice und kleineren Rollen in Kinofilmen, darunter in den Coen-Produktionen Miller's Crossing und Barton Fink, stieg Buscemis Stern parallel mit dem von Quentin Tarantino steil auf am Kino-Himmel, als er 1992 den Mr. Pink (eine Rolle, die Tarantino ursprünglich für sich selbst geschrieben hatte) in Reservoir Dogs spielte und dafür mit dem begehrten Independent Spirit Award als Bester Nebendarsteller ausgezeichnet wurde. Buscemi nutzte seine Reputation auch, um mit einigen Mainstream-Filmen Geld zu verdienen, blieb im Herzen und mit seinen Rollen aber stets den Independents treu.

Seine Suche nach einzigartigen Charakterrollen wurde mit so erinnerungswürdigen Filmen wie Tom DiCillos herrlichen Independent-Film über das Independent-Filmemachen, Living In Oblivion, ebenso belohnt wie mit Robert Rodriguez hemmungsloser Outlaw-Ballade Desperado und Things To Do In Denver When You're Dead. Den Part des Hotelpagen in Four Rooms des Goldenen Kleeblatts Tarantino-Rodriguez-Anders-Rockwell lehnte er ab, weil sie zu sehr seiner Rolle in Barton Fink glich.

Als Autor und Regisseur versuchte sich Buscemi 1995 mit seinem Kurzfilm What Happend To Pete. Sein erster abendfüllender Spielfilm ist Trees Lounge, den er gerade nach eigenem Drehbuch abgedreht hat und bei den Filmfestspielen in Cannes vorstellte.

Sein Kinofilm Fargo kam 1996 in die Kinos. 1998 war er Gaststar in Eine Hochzeit zum Verlieben.


Filmografie
Dirk Jasper FilmLexikon
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