Interview mit Susan Stahnke
Susan Stahnke (33), Moderatorin von "Newsmaker", (mo, 22.15 Uhr)

Frage: Sie moderieren seit dem 4. Oktober 1999 "Newsmaker" in SAT.1 und haben es seitdem schon geschafft, die Quote in der Zielgruppe in einen zweistelligen Bereich zu hieven. Wie erklären Sie sich das?

Susan Stahnke: So eine Quote ist immer eine Teamleistung. Ich maße mir nicht an zu sagen, das liegt allein an mir, ich freue mich aber natürlich sehr.

Frage: Sie traten in die Fußstapfen von anfangs vier Moderatoren. Welches Gefühl hatten Sie vor der ersten Sendung?

Susan Stahnke: Spannung, Erwartung, Lust auf das Neue. Klar, dass bei der Premiere besonders kritisch hingesehen wurde. Deshalb haben mich die ersten positiven Kritiken auch erleichtert.

Frage: Arbeiten Sie auch redaktionell mit?

Susan Stahnke: Ich bin moderierendes Redaktions-Mitglied. Das heißt, ich darf jederzeit Themen-Vorschläge einbringen, bin aber auch vor Ort und führe Interviews. Beim Thema Brustkrebs-Früherkennung z. B. habe ich mich mit Radiologen ausgetauscht. Meine Vorbereitung war intensiv, ich mussste mich auf den aktuellen Stand der Forschung bringen. 'Newsmaker' ist bestrebt, das jeweilige Problem von allen Seiten zu beleuchten, um den Menschen eine eigene Bewertung zu ermöglichen.

Frage: Welche Themen liegen Ihnen am meisten am Herzen?

Susan Stahnke: Kinder und Umwelt.

Frage: Welche Themen sind tabu für Sie?

Susan Stahnke: Tabus gibt es nicht, solange der Zuschauer für sich einen Nutzen ziehen kann.

Frage: Sie engagieren sich als aktive Botschafterin für die Umweltschutz-Organisation von Pierce Brosnan, und Jay Lenos Frau berief Sie in die vom US-Kongress unterstützte "Women`s Majority Foundation". Was tun diese Organisationen, und wie sieht Ihre Mitarbeit aus?

Susan Stahnke: Ich habe einer geflüchteten schwerkranken Frau aus Afghanistan helfen können, die in Deutschland medizinische und juristische Hilfe benötigte. In Zusammenarbeit mit den US-Behörden haben wir eine Ausreise in die Staaten ermöglicht, wo die Frau jetzt wohlbehalten eingetroffen und in Obhut von Verwandten genommen worden ist. Daraufhin hat mich Mavis Leno zum Weltfrauen-Kongreß nach Baltimore eingeladen. Seit meinem Porträt 'Eingeladen bei Pierce Brosnan' im August 1999 verbindet mich mit dem Bond-Darsteller die Stiftung 'Endangered Species Project', welche sich vornehmlich für die letzten intakten Brutstätten der Grauwale einsetzt. Soeben habe ich Pierce in Berlin wieder getroffen und ihm von der Einrichtung eines deutschen Spendenkontos berichtet.

Frage: Sie arbeiten viel, Sie engagieren sich sehr viel. Gibt es trotz allem noch Zeit zu entspannen?

Susan Stahnke: Anfang November war ich sehr glücklich, in Hameln eine Aufführung meiner alten Ballett-Schule zu besuchen, den 'Nussknacker'. Mit 14 Jahren habe ich selbst die Hauptrolle getanzt. Heute tanze ich nur noch als Hobby, aber damals war Ballett mein Jungmädchentraum. Ich habe mir sogar zwei Diplome an der 'Royal Academy of Dancing' in London ertanzt.

Frage: Machen Sie sonst noch Sport?

Susan Stahnke: Mein Mann hat mich vom Joggen überzeugt. Dabei kann ich so herrlich meinen Gedanken nachgehen.

Frage: Welche beruflichen und privaten Träume haben Sie für das nächste Jahr?

Susan Stahnke: Ich möchte privat so gesund und glücklich bleiben, wie ich es mit meinem Mann bin. Beruflich wünsche ich mir, dass sich die 'Newsmaker'-Quote stabilisiert oder besser noch steigt. Da ich immer neugierig auf Menschen bin, hoffe ich, neben den 'Newsmaker'-Nutzthemen viele Interviews mit Persönlichkeiten führen zu können. Ganz besonders würden mich die Karriere-Tips von Kaiser Franz Beckenbauer interessieren.



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