Interview mit Sylke Hannasky

"Ich liebe Filme, die Mut zu Farben, großen Bildern und Emotionen haben."

Neid, Macht und Gier - ein spannendes und emotionales Drama um einen gespaltenen Familienclan im Kampf um ein millionenschweres, traditionsreiches Schmuckunternehmen. In den Hauptrollen: Sylke Hannasky, Götz Otto, Christiane Krüger, Gesche Tebbenhoff und Michael Rast.

Der spannende TV-Film Family Affair - Gier nach Glück läuft am 7. Oktober 2002 um 20.15 Uhr auf Sat.1! Sylke Hannasky spielt darin die weibliche Hauptrolle der Leonie.

Frage: Bisher hast du vorwiegend Theater gespielt. "Family Affair - Gier nach Glück" ist dein erstes TV-Movie. Was hat dich dazu bewegt, nun auch etwas fürs Fernsehen zu machen?

Sylke Hannasky: Mich hat das Medium Film und die Arbeit vor der Kamera schon lange interessiert. Von daher war es einfach ein Schritt, der kommen musste. Ich war dann aber doch überrascht, dass es so schnell ging.

Frage: Wenn dieser Film erfolgreich läuft, könnte daraus eine Serie werden und dein Bekanntheitsgrad in der Bevölkerung sprunghaft ansteigen. Hast du davor ein wenig Bammel?

Sylke Hannasky: Nein, dieser Gedanke ist noch viel zu weit weg. Deshalb macht er mir noch gar keine Angst. Ich bin abwartend. Außerdem gab und gibt es zur Zeit Wichtigeres, als mir vorzustellen, wie es wohl ist, "bekannt" zu sein. Erst einmal möchte ich meine Arbeit so gut machen, dass ich mich dafür nicht schämen muss.

Frage: Die Protagonistin Leonie hat kein leichtes Los gezogen mit ihrem Leben. Wie würdest du Leonie beschreiben?

Sylke Hannasky: Sie hat unglaublich viel Kraft, ist ein großes Energiebündel und kann andere mit ihrem Enthusiasmus, ihrer Lebensfreude anstecken. Sie möchte alles können und alles schaffen und das überfordert sie eben manchmal auch. Aber zum Glück gibt es ja Dave, der dann auf sie aufpasst ...

Frage: Leonie wird der Kopf der Schmuckdynastie Saum. Hat Schmuck auch für dich persönlich eine Bedeutung?

Sylke Hannasky: Schmuck ist für mich eine Zierde, so wie ein besonderes Kleid oder aber das Pünktchen auf dem "i". Persönlich trage ich eher selten Schmuck. Von Zeit zu Zeit habe ich allerdings ein Lieblingsstück, meistens einen Ring.

Frage: Wie war die Zusammenarbeit mit den erfahrenen Fernsehschauspielern, zum Beispiel mit Götz Otto, deinem Filmpartner? Gab es Berührungsängste? Warst du aufgeregt?

Sylke Hannasky: Aufgeregt war ich schon, aber nicht nur wegen Götz oder der anderen erfahrenen Kollegen, wie Christiane Krüger. Da gab es genug Neues, was auf mich zukam. Außerdem habe ich Götz Otto ja schon beim Casting kennen gelernt, er hat alles getan, um mir die Aufregung zu nehmen. Aber auch mit den anderen Kollegen war es eine tolle Zusammenarbeit! Es hat von Anfang an funktioniert. Ich bin auf Kollegen gestoßen, nicht auf Stars. Ich hatte mir gewünscht, dass man gleichberechtigt miteinander arbeiten kann und genauso ist es dann auch passiert.

Frage: "Family Affair - Gier nach Glück" ist eine glamouröse Familienserie. Welches Genre wählst du am liebsten, wenn du fernsiehst oder ins Kino gehst?

Sylke Hannasky: Das kann ich eigentlich gar nicht sagen, weil ich mich immer wieder gern überraschen lasse - im Fernsehen und im Kino. Ich bin aber unglaublich romantisch. Ich liebe Filme, die Mut zu Farben, großen Bildern und Emotionen haben. Filme wie "In the mood for love" von Wong Kar-Wei oder "Alles über meine Mutter" von Pedro Almodovar sind meine Favoriten. Oft geht es um Liebesbeziehungen und Familien. Vielleicht spricht das Familiengenre so viele Menschen an, weil jeder diese Emotionen in irgendeiner Form kennt.

Frage: Gab es ein Ereignis oder irgendetwas, das Dich ganz besonders beeindruckt hat?

Sylke Hannasky: Ach, da gab es so vieles. Aber was mich am meisten beeindruckt hat, ist die Kombination zwischen Professionalität, Konzentration und Freude an der Arbeit. Das ganze Team funktioniert wie ein Uhrwerk- jeder war ein individuelles Rädchen, und alles hat ineinander gegriffen. Es gab aber jeden Tag etwas, zum Beispiel diesen Blumenstrauß, den ich zum Abschluss bekommen habe und der mich total umgehauen hat. Ich bin noch so voller neuer Eindrücke nach diesen Dreharbeiten, da fällt es mir schwer, einen einzelnen zu nennen.

Frage: Könntest du dir nach diesen positiven Filmerfahrungen denn vorstellen, das Theater ganz an den Nagel zu hängen?

Sylke Hannasky: Nein, auf keinen Fall. Das sind zwei so unterschiedliche Welten - unterschiedliche Arten von Schauspiel, die ich beide nicht mehr missen möchte. Es ist schwer, sie zu vergleichen. Die Vorteile des einen sind nicht automatisch die Nachteile des anderen. Ich würde mir wünschen, dass ich beides miteinander verbinden kann und beides weitermachen kann. Denn wie beim Film, gibt es auch beim Theater für mich noch so viel zu entdecken, zu lernen und zu leben.

Sylke Hannasky
Sylke Hannasky in 'Family Affair - Gier nach Glück'
Sylke Hannasky in 'Family Affair - Gier nach Glück'
'Family Affair - Gier nach Glück' Presseinfo

Dirk Jasper FilmLexikon

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