Sylvester Stallone

* 6. Juli 1946 in New York, NY, USA (GoogleMaps) • Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor, Produzent • Biographie • Interviews • Oscars • Filmografie • Homepage • Adresse: Sylvester Stallone c/o Creative Artists Agency Inc., 9830 Wilshire Boulevard, Beverly Hills, CA 90212-1825, USA (GoogleMaps) •

Stallone ist eines der eindrucksvollsten Beispiele dafür, wie sehr die Realität eines Menschen von dem Image, das ihm anhaftet, abweichen kann. Trotz seines überdurchschnittlichen IQs von 141, obwohl er Shakeaspeare zitiert, zwei Oscar-Nominierungen erhielt, Regisseur, Drehbuchautor, Mitglied der renommierten staatlichen Kunstkommission und selbst begeisterter Kunstsammler und Maler ist, dessen Bilder heute für bis zu 60.000 Dollar pro Stück kosten, bleibt Stallone offensichtlich für alle Welt der hirnlose Muskelstar: Guckt finster, schießt viel, redet Stakkato-Sätze.

Sylvester Stallone wurde 1946 in New York geboren und wuchs in einem Vorort von Philadelphia auf. Er schlug sich mehr schlecht als recht so durch. Eine Nervenlähmung im Gesicht machte ihm die Kindheit schwer, und alle Lehrer rieten ihm später von einer Showkarriere ab.

In der Schule machte er erste Schritte als Amateurschauspieler und feierte als Football-Spieler in der Landesliga Erfolge. Zwei Jahre wurde Stallone auch am American College of Switzerland in Genf, Schweiz, ausgebildet. Zurück in den USA schrieb er sich an der University of Miami für das Fach Schauspiel ein und begann, sich als Autor zu versuchen. Sylvester Stallone verließ die Universität allerdings vor seinem Abschluss, um in New York seine Karriere als Schauspieler in Angriff zu nehmen.

Sylvester Stallone begann in New York mit Theaterstücken und kleineren Filmrollen. Sein erster Film war eine Hauptrolle in einem Pornofilm. Dann kamen kleinere Auftritte, unter anderem ein Kurzauftritt als U-Bahn-Rowdy in "Bananas" unter der Regie von Woody Allen. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich in dieser Zeit mit Aushilfsjobs. Während er auf seinen Durchbruch als Filmschauspieler wartete, verlegte er sich verstärkt auf das Schreiben von Drehbüchern.

Bis 1973 hatte Sylvester Stallone bei nahezu jedem Besetzungschef in der Stadt vorgesprochen, ohne dass Nennenswertes dabei herausgekommen wäre. In dieser Zeit wandte er sich immer stärker dem Schreiben zu, verfasste wie am Fließband Drehbücher, während er auf seinen Durchbruch als Darsteller wartete.

Die erste Gelegenheit dazu bot sich 1974, als Sylvester Stallone für eine der Hauptrollen in Stephen Veronas und Martin Davidsons Drama Brooklyn Blues ? Gesetz der Gosse besetzt wurde und darüber hinaus erstmals eine Nennung als Autor für ?zusätzliche Dialoge? erhielt.

Mit der Gage aus diesem Film machte er sich von New York nach Hollywood auf. Auch hier suchte er Studios und Castingagenturen auf, konnte ein paar kleine Film- und Fernsehrollen ergattern. Auch seine Schreibbemühungen setzte er fort.

Der ehrgeizige Preisboxer Rocky Balboa wurde in einem Drehbuch zum Leben erweckt, das Sylvester Stallone handschriftlich (!) verfasste. Muhammad Alis Weltmeisterkämpfe inspirierten ihn zu den ersten Entwürfen. Eine Reihe von Produzenten wollten das Skript erwerben und einen Star in der Titelrolle besetzen, die Sylvester Stallone aber selbst übernehmen wollte. Obwohl er auf dem Konto kaum noch 100 Dollar hatte, bestand er darauf, dass das Script nur mit ihm in der Titelrolle verfilmt werden dürfe.

Sylvester Stallone gelang es endlich, das Drehbuch in Hollywood an den Produzenten Irwin Winkler zu verkaufen. Er gab sich mit einer geringen Summe als Gage zufrieden, sicherte sich aber eine hohe Gewinnbeteiligung und die Hauptrolle des Films.

Die Beharrlichkeit machte sich bezahlt. Der Film Rocky machte den bis dahin unbekannten Sylvester Stallone zum Weltstar. Rocky wurde zum Überraschungshit des Jahres 1976 und gewann neben weiteren Nominierungen drei Oscars: als bester Film, für die beste Regie und für den besten Schnitt. Zwar kann Rocky zunächst nicht die Weltmeisterschaft gewinnen, aber mit seinen kämpferischen Qualitäten sichert er sich eine vielversprechende Karriere.

Was allgemein kaum zur Kenntnis genommen wird: Sylvester Stallone war erst die dritte Person, die im selben Jahr für einen Oscar in den Kategorien "Bester Darsteller" und "Bestes Drehbuch" nominiert wurde. Seine Vorgänger waren Charles Chaplin für "Der große Diktator" (1940) und Orson Welles für "Citizen Kane" (1941).

In Rocky II besiegt er in einer mörderischen Ringschlacht seinen alten Gegner und setzt zugleich eine alte Hollywood-Regel außer Kraft: Auch die Sequels wurden sensationelle Kassenknüller.

Als Darsteller, Autor und Regisseur war Sylvester Stallone für Rocky II (1979) und Vorhof zum Paradies (1978) verantwortlich. Als Schauspieler und Koautor gehörte er zum Team von Norman Jewisons Gewerkschaftsdrama F.I.S.T. - Ein Mann geht seinen Weg (1978), Ted Kotcheffs Actiondrama Rambo - First Blood, George Pan Cosmatos? Sequel Rambo - Der Auftrag, Bob Clarks Komödie Der Senkrechtstarter (1984) und Peter Macdonalds Actionhit Rambo 3.

Außerdem schrieb Sylvester Stallone am Drehbuch zum Tanzfilm Nur Samstag Nacht - Staying Alive (1983) mit John Travolta mit, den er auch produzierte und inszenierte.

Nur als Schauspieler trat er in Erscheinung in Bruce Malmuths Actiondrama Nachtfalken (1981), John Hustons Kriegsdrama Flucht oder Sieg (1981), Andrej Kontschalowskys Actionhit Tango & Cash (1989) und John Flynns Gefängnisdrama Lock up ? Überleben ist alles (1989). Für Rocky V (1990) schrieb Sylvester Stallone das Skript, übernahm die Hauptrolle, überließ aber die Inszenierung John G. Avildsen.

Als Darsteller war Sylvester Stallone außerdem zu sehen in Stephen Kays Rachedrama Get Carter - Die Wahrheit tut weh, Renny Harlins Welthit Cliffhanger, Marco Brambillas Sci-Fi-Action Demolition Man (1993), Luis Llosas Actiondrama The Specialist (1994), Richard Donners Streifen Assassins - Die Killer, Rob Cohens Katastrophenfilm Daylight sowie in James Mangolds Kriminaldrama Cop Land. Seine anspruchsvolle und faszinierende Rolle als Sheriff Freddy Heflin brachte ihm bei Zuschauern und Kritikern internationale Anerkennung ein.

Zu seinen letzten Filmen zählen unter anderem Renny Harlins Rennfahrerdrama Driven, Jim Gillespies Thriller Im Auge der Angst, Martyn Burkes Kriminalkomödie Avenging Angelo (2002) und Robert Rodriguez? Familienspaß Mission 3 D (2003). Des Weiteren stand Sylvester Stallone in zwei Folgen von James Caans Serie Las Vegas vor der Kamera.

Derzeit arbeitet Sylvester Stallone an einem weiteren Auftrag seines legendären Actionhelden Rambo vor, der unter dem Titel Rambo IV: Pearl Of The Cobra schon in der Nachproduktion ist und 2008 in die Kinos kommen soll.

Sylvester Stallone, der bereits mit dem "People's Choice Award For Favorite Motion Picture Actor" ausgezeichnet wurde, erhielt kürzlich den "Lifetime Achievement Award", den die "USA Academy of Science Fiction, Horror and Fantasy Films" vergibt.

Sylvester Stallone gehört auch zu den prominenten Gründern der international bekannten Restaurantkette "Planet Hollywood", eine Kette von Erlebnisrestaurants, in der sich neben kulinarischen Genüssen alles um die Welt des Films dreht. Eines seiner liebsten Hobbys - neben der Malerei - ist das Polo- und Golfspiel.


Interviews
  • Rocky Balboa
    • Über das Erbe:
    • Über die wirklichen Rockys:
    • Über den virtuellen Boxkampf:
    • Über die Story:
    • Über die Rückkehr nach Philadelphia:
    • Über das, was die Kinobesucher erwartet:

Oscars
Filmografie
  • 1970: Bocky - Ein Mann steckt einen weg / Randy / White Fire (The Party at Kitty and Stud's). Rolle: Stud (Hauptrolle im Pornofilm)
  • 1970: (Lovers and Other Strangers). Rolle: Extra (ungenannt)
  • 1970: Der letzte Ausweg (No Place To Hide). Regie: Robert Allen Schnitzer. Rolle: Jerry Savage
  • 1971: Bananas (Bananas), Regie: Woody Allen. Rolle: U-Bahn-Rowdy (ungenannt)
  • 1971: Klute (Klute). Rolle: Tanzender Mann im Club (ungenannt)
  • 1974: Brooklyn Blues - Das Gesetz der Gosse (The Lords Of Flatbush). Regie: Stephen F. Verona, Martin Davidson. Rolle: Stanley Rosiello
  • 1974: Das Nervenbündel (The Prisoner Of Second Avenue). Regie: Melvin Frank. Rolle: Jugendlicher im Park
  • 1975: Capone (Capone). Regie: Steve Carver. Rolle: Frank Nitti
  • 1975: Herrscher der Straße / Frankenstein's Todesrennen (Death Race 2000). Regie: Paul Bartel. Rolle: Machine Gun Joe Viterbo
  • 1975: Mandingo (Mandingo). Regie: Richard Fleischer. Rolle: Junger Mann in der Menge (rausgeschnitten)
  • 1975: Fahr zur Hölle Liebling (Farewell, My Love). Regie: Dick Richards. Rolle: Jonnie
  • 1975: TV-Serie: (Police Story; Episode "The Cutting Edge"). Rolle: Caddo
  • 1975: TV-Serie: Einsatz in Manhattan (Kojak; Episode "My Brother, My Enemy"). Rolle: Detective Rick Daly
  • 1976: Cannonball (Cannonball). Regie: Paul Bartel. Rolle: Mafioso (ungenannt)
  • 1976: Rocky
  • 1978: F. I. S. T. - Ein Mann geht seinen Weg (F. I. S. T.). Regie: Norman Jewison. Drehbuch: Joe Eszterhas, Sylvester Stallone. Rolle: Johnny Kovak
  • 1978: Paradise Alley (Paradise Alley). Regie: Sylvester Stallone. Drehbuch: Sylvester Stallone. Rolle: Cosmo
  • 1978: Rocky 2 (Rocky 2). Regie: Sylvester Stallone. Drehbuch: Sylvester Stallone. Rolle: Rocky Balboa
  • 1980: Nachtfalken (Nighthawks). Regie: Bruce Malmuth. Rolle: Deke DaSilva
  • 1981: Flucht oder Sieg (Victory). Regie: John Huston. Rolle: Richard Hatch
  • 1982: Rocky 3 - Das Auge des Tigers (Rocky 3 - The Eye Of The Tiger). Regie: Sylvester Stallone. Drehbuch: Sylvester Stallone. Rolle: Rocky Balboa
  • 1982: Rambo - First Blood
  • 1983: Nur Samstag Nacht (Staying Alive). Regie: Sylvester Stallone. Drehbuch: Sylvester Stallone, Norman Wexler. Rolle: Mann auf der Straße (ungenannt)
  • 1984: Der Senkrechtstarter (Rhinestone). Regie: Bob Clark. Rolle: Hauptrolle
  • 1984: Rambo - Der Auftrag
  • 1985: Rocky 4 - Der Kampf des Jahrhunderts - Original:Rocky 4). Regie: Sylvester Stallone. Drehbuch: Sylvester Stallone. Rolle: Rocky Balboa
  • 1986: Die City Cobra (Cobra). Regie: George P. Cosmatos. Drehbuch: Sylvester Stallone. Rolle: Cobretti
  • 1987: Over The Top (Over The Top). Regie: Menahem Golan. Drehbuch: Stirling Silliphant, Sylvester Stallone. Rolle: Lincoln Hawk
  • 1988: Rambo 3
  • 1989: Lock Up - Überleben ist alles (Lock Up). Regie: John Flynn. Rolle: Frank Leone
  • 1989: Tango & Cash (Tango & Cash). Regie: Andrej Konchalowskij. Rolle: Ray Tango
  • 1990: (A Man Called ... Rainbo). Rolle: Jim Ramroc / Jim Rainbo (ungenannt)
  • 1990: Rocky 5 (Rocky 5 - Go For It). Regie: John G. Avildsen. Rolle: Rocky Balboa
  • 1991: Oscar - Vom Regen in die Traufe (Oscar). Regie: John Landis. Rolle: Angelo "Snaps" Provolone
  • 1992: Stop! Oder meine Mami schießt (Stop! Or My Mom Will Shoot). Regie: Roger Spottiswood. Rolle: Sgt. Joe Bomowski
  • 1993: Cliffhanger
  • 1993: Demolition Man (Demolition Man). Regie: Marco Brambilla. Rolle: John Spartan
  • 1994: The Specialist (The Specialist). Regie: Luis Llosa. Rolle: Ray Quick
  • 1995: Judge Dredd (Judge Dredd). Regie: Danny Cannon. Rolle: Judge Dredd
  • 1995: Assassins - Die Killer
  • 1996: Daylight
  • 1997: (The Good Life). Rolle: Boss
  • 15. August 1997: Cop Land
  • 1997: Fahr' zur Hölle, Hollywood
  • 1998: Antz
  • 6. Oktober 2000: Get Carter - Die Wahrheit tut weh
  • 27. April 2001: Driven
  • 2002: Im Auge der Angst
  • 2002: (Avenging Angelo). Rolle: Frankie Delano
  • 2002: TV-Serie: (Liberty's Kids: Est. 1776; 1 Episode). Rolle: Paul Revere
  • 2003: (Taxi 3). Rolle: Cameo-Auftritt: erster Passagier
  • 2003: (Shade). Rolle: Dean 'The Dean' Stevens
  • 2003: Mission 3D - Game Over (Spy Kids 3-D: Game Over). Rolle: Spielzeugmacher
  • 2005: TV-Serie: (Las Vegas; Episoden "To Protect and Serve Manicotti", "When You Got to Go, You Got to Go"). Rolle: Frank
  • 9. Dezember 2006: TV-Serie: (Ali's Dozen; 1 Episode)
  • 20. Dezember 2006: Rocky Balboa
  • 2008: (Rambo IV: Pearl of the Cobra). Rolle: John J. Rambo
  • 2008: TV-Film: (Notorious). Rolle: Russel Poole
  • Oscar
    Sylvester Stallone
    Filmplakat

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