Interview mit Thomas Gottschalk
Thomas Gottschalk über "Gottschalk kommt"

Frage: "Als Unterhalter gehöre ich der Nation." Was erwartet die Zuschauer in Ihrer neuen Show?

Thomas Gottschalk: Das, was alle versprechen: Spaß und gute Laune. Auf jeden Fall ist ein größeres Durcheinander geplant. Wenn ich Unterhaltungsshows anschaue, sehe ich nur noch Menschen, die Fragen beantworten. Entweder, wer den Eiffelturm gebaut hat oder was ihr größtes Problem ist.

Frage: Wie sieht Ihr Part darin aus?

Thomas Gottschalk: Ich bin der Oberclown - und das meine ich auch so. Wenn der Moderator keinen Spaß hat, haben auch die Zuschauer keinen.

Frage: Welche Rolle spielen bekannte Gesichter in Ihrer Sendung?

Thomas Gottschalk: Große Prominente machen meistens großen Streß. Nachdem die Show entspannt sein soll, werde ich auf sie verzichten.

Frage: Welche Musik-Highlights sind in "Gottschalk kommt" geplant?

Thomas Gottschalk: Natürlich gibt es Musik, aber nur das, was die Leute wirklich hören wollen. Leider wird dies kein Platz für Nachwuchs- oder Ausnahmekünstler.

Frage: Die Show wird von der SKL als Hauptsponsor präsentiert. Inwiefern beteiligt sich die SKL?

Thomas Gottschalk: Ich werde eine Menge Preise aus meiner Wundertüte holen, die man zu Hause oder im Studio gewinnen kann. Irgend jemand muss die ja da 'reinstecken, und das ist die SKL.

Frage: Gottschalk am Nachmittag - eine neue Herausforderung für Sie?

Thomas Gottschalk: Ich habe immer die 'kleine Alternative' zu 'Wetten, dass ...?!' gesucht. Alles, was ich am Abend angefangen habe, wurde gleich immer unheimlich aufgeblasen. Wenn mir das jetzt auch wieder passiert, gehe ich zum Frühstücksfernsehen.

Frage: Was macht den Reiz für Sie aus, diese Show zu präsentieren?

Thomas Gottschalk: Jeder Neuanfang ist spannend. Es gibt ja nur noch Top oder Flop. Das kribbelt so schön im Bauch.

Frage: Was bedeutet es für Sie, in den Hallen kleiner Städte aufzutreten und die Leute dort zu unterhalten?

Thomas Gottschalk: Genau das war die Grundidee. Bei 'Wetten, dass ...?!' sind die Karten ein Jahr vorher weg. Bei meinen Studioshows wurden die Leute mit Bussen angekarrt, und man wußte nie, ob sie nicht lieber woanders hingewollt hätte. Hier wissen die Leute, ich komme ihretwegen, und ich weiß, die Leute kommen meinetwegen.

Frage: Sie sind ja überaus populär - jeder kennt Sie. Was machen Sie, wenn das einzige Hotel am Platz, in dem Sie gezwungenermaßen wohnen, von der ganzen Stadt belagert wird?

Thomas Gottschalk: Du kannst nicht davon ausgehen, dass sich jeder deine Sendung anschauen soll, aber am nächsten Tag keiner mehr was von dir will. Als Unterhalter gehöre ich der Nation, als Privatmann meiner Familie.

Frage: In der ersten Staffel sind 35 Sendungen geplant. Wie bereiten Sie sich psychisch und physisch auf so eine harte Strecke vor?

Thomas Gottschalk: Man darf es gar nicht laut sagen, aber mein Job macht mehr Spaß als Streß. Andere Leute sitzen von Montag bis Freitag im Büro. Wenn ich mich beschwere, können die sich erschießen.

Das Interview führte Anke Walter.

Dirk Jasper FilmLexikon
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