Interview mit Thomas Sarbacher

"Besonnenheit ist eine Eigenschaft, die mir fremd ist."

Thomas Sarbacher spielt die Hauptrolle des Matthias Steiner in dem TV-Film "Der Elefant - Mord verjährt nie", der am 14. Oktober 2002 um 20.15 Uhr auf Sat.1 gesendet wird.

Frage: Was hat Sie an der Rolle des Hauptkommissar Steiner gereizt?

Thomas Sarbacher: In erster Linie das Drehbuch des Backdoor-Piloten. Dies natürlich mit speziellem Blick auf die Figur Steiner, von der ich annehme, dass sie genügend Substanz hat, um mit Spannung auf eine mögliche Fortsetzung als Serie blicken zu können. Im Hinblick darauf, hat die Rolle für mich eine andere Tragweite, schließlich muss man darauf vorbereitet sein, eine Figur über eine längere Zeit zu verfolgen.

Frage: Gibt es Eigenschaften an der Figur Steiner, um die Sie ihn beneiden?

Thomas Sarbacher: Ja, um seine Besonnenheit. Das ist eine Eigenschaft, die mir fremd ist. In den entscheidenden Situationen fehlt sie mir. Steiner hat das Vermögen, mit den Menschen und den Situationen, die ihm im Laufe seiner Ermittlung begegnen, richtig umzugehen. Er weiß, dass er den Beteiligten viel abverlangt und beherrscht die Situation, die er provoziert. Das ist durchaus bewundernswert. Das Konzept des Piloten (= Pilotfilm) ist ja auch sehr psychologisch geprägt.

Frage: Wie haben Sie sich auf die Rolle vorbereitet? Gab es für Sie Vorbilder aus anderen Kriminalverfilmungen?

Thomas Sarbacher: Im Zusammenhang damit, dass es sich um eine eventuelle Serie handelt, habe ich noch größeren Respekt und Scheu gehabt Vorbilder anzunehmen. Eine Serienfigur ist noch ein Neuland für mich. Ich bin ständig auf der Suche nach Dingen, die ich mit der Figur verbinde.

Frage: Wie erklären Sie sich die große Nachfrage nach Krimis?

Thomas Sarbacher: Krimis geben scheinbar noch am besten die Möglichkeit, etwas über Menschen zu erzählen. Man wird mit einem bestimmten Teil gesellschaftlicher Realität konfrontiert. Das macht sie interessant.

Thomas Sarbacher. Foto: Sat.1

Dirk Jasper FilmLexikon

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