Interview mit Thure Lindhardt

"Ich habe das von Anfang an sehr ernst genommen."

Thure Lindhardt spielt eine der Hauptrollen in dem deutschen Drama Was nützt die Liebe in Gedanken.

Frage: Was hat dich am Drehbuch gereizt?

Thure Lindhardt: Ich habe Achim auf einem Filmfestival in Korea kennen gelernt, und ein Jahr später hat er mich zum Casting für Was nützt die Liebe in Gedanken eingeladen. Und als ich das Drehbuch las, wusste ich, dass ich bei diesem Projekt wahnsinnig gerne dabei sein würde.

Frage: Hans bricht Günther das Herz ...

Thure Lindhardt: Für mich war die Rolle eine große Herausforderung, weil Hans sehr körperlich und spontan ist. Hans ist ein unbekümmerter Typ, der sagt, was er meint, und tut was er will. Dabei ist er nicht gemein oder berechnend, sondern er folgt einfach seinen Gefühlen und nimmt sich, wonach ihm ist.

Frage: Welche Rolle hat es für dich gespielt, dass deine Figur wirklich gelebt hat, und wie hast du für deine Rolle recherchiert?

Thure Lindhardt: Einerseits bedeutet es viel, dass dies eine wahre Geschichte ist. Ich habe das von Anfang an sehr ernst genommen, denn ich möchte ja der Person, die ich darstelle, mit meiner Darstellung den nötigen Respekt erweisen.

Ich habe viel über die Zeit gelesen, in der die fünf gelebt haben, denn ich finde, um eine Figur, ihre Motive und Reaktionen zu verstehen, muss man auch ihre Zeit verstehen.

Andererseits ist Film ja eine Kunstform, und auch dessen muss man sich bewusst sein. Ich bin Schauspieler und interpretiere eine Rolle so gut ich kann. Dabei finde ich auch künstlerische Freiheit immer wichtig.

Thure Lindhardt
Filmplakat

Dirk Jasper FilmLexikon

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