Tim Robbins

* 16. Oktober 1958 in Greenwich Village, New York, USA • Schauspieler, Regisseur, Produzent, Drehbuchautor • Biographie • Filmografie •

Biographie Im Jahre 1958 als Sohn des Folk-Sängers Gil Robbins geboren, wuchs Tim im New Yorker Stadtteil Greenwich Village auf.

Er war 1970 gerade mal 12 Jahre alt, als er Mitglied einer Theatergruppe wurde, die sich 'Theatre For The New City' nannte. Sein Vater Gil Robbins, den Tim Robbins später als Regisseur regelmäßig in seinen Filmen in Nebenrollen besetzte, trat zu dieser Zeit mit den 'Highwaymen' auf, einer Folk-Musik-Gruppe.

Mit 19 zog Tim Robbins in den Westen der USA, an die UCLA, die Universität von Kalifornien. An der UCLA machte Tim Robbins 1981 seinen Abschluss in Theaterwissenschaft. Danach gehörte er zu den Gründungsmitgliedern einer Theatergruppe, die sich dem europäischen Avantgarde-Theater verpflichtet fühlte. Ab 1983 bekam er regelmäßig Fernsehrollen angeboten.

Sein Auftritt in Tony Scotts Actionfilm Top Gun - Sie fürchten weder Tod noch Teufel (1986) war seine erste Rolle in einem erfolgreichen Kinofilm. Doch erst in Ron Sheltons Baseball-Komödie Annies Männer (1988) fiel der lange Typ mit dem unzufriedenen Babygesicht zum ersten Mal richtig auf.

Von nun an wurden die Angebote immer besser. Über Rollen in Adrian Lynes Drama Jacob's Ladder (1990), in Roger Donaldsons Streifen Cadillac Man (1990) an der Seite von Robin Williams und in Spike Lees Film Jungle Fever (1991) führte sein Weg bergauf.

Dann schließlich gelang Tim Robbins der endgültige Durchbruch: Robert Altman besetzte ihn in seiner Hollywood-Farce The Player (1992) für die Titelrolle. Als skrupelloser Filmproduzent Griffin Mill profilierte er sich als charismatischer Darsteller und legte damit auch den Grundstein für seine Karriere als Regisseur und Produzent. Er wurde 1992 bei den Filmfestspielen in Cannes als 'Bester Schauspieler' ausgezeichnet. Eine Rolle, für die er auch den 'Golden Globe', den Preis der ausländischen Filmjournalisten in Hollywood, erhielt.

Im selben Jahr erntete Tim Robbins weltweit Lob für sein Regiedebüt Bob Roberts, für das er auch das Drehbuch und die Liedtexte schrieb. Ehrungen erfuhr das Werk auf den Filmfestspielen in Belgien, Boston und Tokio. Den Spagat zwischen anspruchsvollen Filmprojekten und gut gemachter Kinounterhaltung gelang ihm so scheinbar mühelos.

Egal ob er wie in Fred Schepisis Komödie IQ - Liebe ist relativ (1994) einen charmant verwirrten Mechaniker spielte, der sich in die Tochter Albert Einsteins verliebt, oder ob er für Robert Altman (Pret-a-porter) oder die Coen-Brüder (Hudsucker - Der große Sprung, 1994) vor der Kamera stand, immer überzeugte Tim Robbins durch Präsenz und einen mürrisch-verwirrten Gesichtsausdruck, der ganz unvermittelt in ein strahlendes Lächeln wechseln kann.

Dead Man Walking war nach Bob Roberts seine zweite Regiearbeit und die erste, bei der er nur hinter der Kamera agiert. Seit dem Erfolg seines mit einem 'Oscar' für Susan Sarandon ausgezeichneten Film Dead Man Walking, zählt Tim Robbins unumstritten zu den wichtigsten Regisseuren des unabhängigen US-Kinos.

So verwundert es nicht, dass ihn Adam Simon in The Typewriter, The Rifle & The Movie Camera, einem Dokumentarfilm über die US-Independent-Szene, in eine Reihe stellt mit Regisseuren wie Samuel Fuller, Martin Scorsese, Quentin Tarantino und Jim Jarmusch.

Tim Robbins lebt mit der Schauspielerin Susan Sarandon und den drei gemeinsamen Kindern zusammen.


Filmografie
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Dirk Jasper FilmLexikon

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