Tom Hanks

* 9. Juli 1956 in Concord, Oakland, Kalifornien, USA • Schauspieler, Produzent, Regisseur • Biografie • Interviews • Oscars® • Filmografie • Autogramm-Adresse: Tom Hanks, 9830 Wilshire Boulevard, Beverly Hills, CA 90212 •

Biographie Tom Hanks wuchs im kalifornischen Oakland auf, seine Eltern ließen sich scheiden, als er fünf Jahre alt war. Der Junge wurde dem Vater, einem herumziehenden Koch, zugesprochen. Auf der Highschool in Oakland nahe San Francisco sammelte er seine ersten Erfahrungen als Schauspieler beim Schultheater. Tom Hanks entschloss sich zum Drama-Studium an der 'California State University' in Sacramento.

Er erlangte schnell einen guten Ruf als Schauspieler, der weit über die Universität hinausging. Er wirkte in einer Aufführung von Tschechows Komödie Der Kirschgarten mit und lernte den Regisseur Vincent Dowling kennen, der damals das 'Great Lakes Shakespeare Festival' in Cleveland leitete. Es folgte eine Einladung für eine Rolle in Der Widerspenstigen Zähmung und etlichen anderen 'Great Lakes'-Inszenierungen, so Zwei Herren aus Verona, die Tom Hanks den Kritikerpreis als bester Schauspieler einbrachte.

Über drei Jahre hinweg spielte er dort das ganze klassische Repertoire rauf und runter, bevor er nach New York ging und ein Engagement beim 'Riverside Theater' anfing. 1980 ereilte ihn der Ruf des Fernsehens. In Bosom Buddies (von 1980 an eine ABC-Sitcom, zu der Billy Joel den Titelsong 'My Life' beisteuerte) spielte Tom Hanks an der Seite von Peter Scolari, Wendie Jo Sperber und Donna Dixon. Es sollte sein bisher (fast) einziger Ausflug auf den Bildschirm bleiben.

Zu Starruhm kam Tom Hanks mit seinem Film Splash - Jungfrau am Haken, der ihm die Tür zum Star des Kinofilms weit aufstieß. Von da an ging es steil bergauf. Natürlich erfuhr er auch Rückschläge, unbestritten war jedoch sein Ruf und sein Ansehen als vielseitiger Komödiant, der Charaktere sehr fein und nuanciert aufzubereiten wußte. 1988 folgte der nächste große Paukenschlag, die Fantasy-Komödie Big, für die er seine erste Oscar-Nominierung erhielt. Es war eine der ersten großen, sogenannten "body-switch-comedies".

Gleichzeitig war es Tom Hanks immer wichtig, auch im dramatischen Rollenfach zu reüssieren. In Punchline - Der Knalleffekt gelang es ihm wohl am eindrucksvollsten, Komödie und Drama in einer Person glaubhaft zu verbinden. Danach folgten Filme, die seht unterschiedlich am Boxoffice angenommen wurden. Fegefeuer der Eitelkeiten, die Verfilmung des Bestsellers von Tom Wolfe, gilt als gescheitert, auch Joe gegen den Vulkan erlitt Schiffbruch, ebenso wie der wunderschöne und sehr aufwendige Richard Donner-Film Radio Flyer.

Mit leichter Hand und seiner ungebändigten Spielfreude machte Tom Hanks alle diese Rückschläge wieder wett. Scott & Huutsch und Meine teuflischen Nachbarn sorgten für große Umsätze. Überzeugend (und erfolgreich) war er als abgehalfterter und versoffener Baseball-Coach in Eine Klasse für sich, einem "First Class"-Kinohit. Dann folgten Schlaflos in Seattle, der formidable Film Philadelphia und schließlich Robert Zemeckis' sensationeller Megahit Forrest Gump.

1994 spielte Tom Hanks die Titelrolle in dem mit dem Oscar preisgekrönten Film Forrest Gump, der allein in den USA über 300 Millionen Dollar umsetzte. Der angesehene Filmpreis für seine Leistung als bester Darsteller ging übrigens zum zweitenmal nacheinander in seine Hand: bereits 1993 hatte er ihn bereits für Philadelphia bekommen.

Für beide Rollen erhielt er außerdem je einen 'Golden Globe'. Letzteren Preis - und eine Oscar-Nominierung - gab es erstmals für den Film Big, in dem er einen Jungen spielte, dessen Sehnsucht, ganz schnell groß zu werden, komische und bizarre Folgen hat. Für Big und die Komödie Der Knalleffekt ernannte ihn die Filmkritiker-Vereinigung 1988 zum Schauspieler des Jahres.

Zwischendurch führte er bei einer TV-Folge von Masters Of Horror (in Deutschland nur auf Video) zum erstenmal Regie - und spielte auch selbst noch eine Rolle in der Folge, ein Comeback auf den Bildschirm schloss er aber grundsätzlich aus.

Einer neuen Herausforderung stellte sich Tom Hanks, als er die Produktionsleitung von From the Earth to the Moon, einem ambitionierten zwölfstündigen Special über das US-amerikanische Raumfahrtprogramm, das bei HBO ausgestrahlt wurde, übernahm. Er ermöglichte durch seinen Einsatz nicht nur die Entstehung der Sendung, sondern führte bei der ersten Episode auch Regie und verfasste das Drehbuch zur letzten Episode, in der er auch selbst auftrat.

Eine weitere Hauptrolle spielte Tom Hanks in Der Soldat James Ryan unter der Regie von Steven Spielberg. Er verkörperte einen Soldaten, der während der Invasion der Alliierten tief in feindliches Gebiet eindringen muss, um einen gefangenen Soldaten zu retten - für diese Rolle erhielt er ebenfalls eine Oscar-Nominierung.

1999 hatte er in The Green Mile eine weitere Hauptrolle inne; Drehbuchautor und Regisseur des auf einem Roman von Stephen King basierenden Films war Frank Darabont. 2000 erhielt Tom Hanks eine weitere Oscar-Nominierung für Cast Away - Verschollen. Darin spielt er den einzigen Überlebenden eines Flugzeugabsturzes auf einer einsamen Insel. Regie führte Robert Zemeckis, das Drehbuch verfasste William Broyles jr.

Als ausführender Produzent betätigte sich Tom Hanks im Jahr 2000 bei einer weiteren epischen Miniserie von HBO, Band of Brothers, basierend auf dem gleichnamigen Buch von Stephen Ambrose. Ausgestrahlt wurde die hochgelobte Reihe im Frühjahr 2001, sie erhielt im Jahr darauf den Golden Globe als Beste Miniserie. Erzählt wird die Geschichte einer Gruppe von Fallschirmjägern von ihrer Ausbildung in Georgia über Kampfeinsätze am D-Day und in diversen Schlachten bis zur Einnahme von Hitlers Adlerhorst.

In Road to Perdition spielte Tom Hanks 2002 unter der Regie von Sam Mendes an der Seite von Paul Newman und Jude Law eine der Hauptrollen in einem düsteren Drama aus der Zeit der Depression.

Darauf folgte neben Leonardo DiCaprio das stilvolle Gaunerkabinettstückchen Catch Me If You Can unter der Regie von Steven Spielberg, basierend auf der wahren Lebensgeschichte von Frank Abagnale jr. Tom Hanks verkörpert darin den FBI-Agenten Carl Hanratty, der dafür berühmt wurde, Abagnale verfolgt und schließlich gestellt zu haben. Abagnale hatte zwischen 1964 und 1970 als Fälscher und Hochstapler mit Scheckbetrügereien über 2,5 Millionen Dollar ergaunert.

Im Jahr 2004 kam Tom Hanks gleich mit drei fulminanten Filmen in die Kinos: Ladykillers, Terminal und Der Polar Express!

Derzeit lebt Tom Hanks mit Ehefrau Rita Wilson und Familie in Los Angeles.


Interviews
Oscars
Filmografie
  • 1980: Panische Angst (He Knows You Are Alone) Regie: Armand Mastroianni
  • 1984: Junggesellenparty (Bachelor Party) Regie: Neal Israel
  • 1984: Splash - Jungfrau am Haken (Splash) Regie: Ron Howard - Rolle: Allen Bauer
  • 1985: Alles hört auf mein Kommando (Volunteers) Regie: Nicholas Meyer - Rolle: Lawrence Bourne III.
  • 1985: Der Verrückte mit dem Geigenkasten (The Man With The Red Shoe) Regie: Stan Dragoti - Rolle: Richard Drews
  • 1986: Geschenkt ist noch zu teuer (Money Pit) Regie: Richard Benjamin - Rolle: Walter Fielding
  • 1986: Nothing In Common - Sie haben nichts gemeinsam (Nothing In Common) Regie: Garry Marshall - Rolle: David Basner
  • 1986: Schlappe Bullen beißen nicht (Dragnet) Regie: Tom Mankiewicz - Rolle: Pep Streebek
  • 1986: Liebe ist ein Spiel auf Zeit (Every Time We Say Goodbye) Regie: Moshe Mizrahi - Rolle: David Bradford
  • 1988: Big
  • 1988: Punchline - Der Knalleffekt (Punchline) Regie: David Seltzer - Rolle: Steven Gold
  • 1989: TV-Serie: Geschichten aus der Gruft (Regie)
  • 1989: Meine teuflischen Nachbarn (The Burbs) Regie: Joe Dante - Rolle: Ray Peterson
  • 1989: Joe gegen den Vulkan (Joe Versus The Volcano) Regie: John Patrick Shanley - Rolle: Joe Banks
  • 1989: Scott & Huutsch (Turner & Hooch) Regie: Roger Spottiswoode - Rolle: Scott Turner
  • 1990: Fegefeuer der Eitelkeiten
  • 1992: Eine Klasse für sich (A League Of Their Own) Regie: Penny Marshall - Rolle: Jimmy Dugan
  • 1992: Radio Flyer (Radio Flyer) Regie: Richard Donner
  • 1993: Schlaflos in Seattle (Sleepless In Seattle) Regie: Nora Ephron - Rolle: Sam Baldwin
  • 1993: Philadelphia
  • 1994: Masters Of Horror 3
  • 1994: Forrest Gump
  • 13. Juni 1995: Apollo 13
  • 4. Oktober 1996: That Thing You Do
  • 24. Juli 1998: Der Soldat James Ryan
  • 18. Dezember 1998: E-Mail für Dich
  • 10. Dezember 1999: The Green Mile
  • 22. Dezember 2000: Cast Away - Verschollen
  • 7. Juli 2002: My Big Fat Greek Wedding (Produzent)
  • 12. Juli 2002: Road to Perdition
  • 25. Dezember 2002: Catch Me If You Can
  • 26. März 2004: Ladykillers
  • 18. Juni 2004: Terminal
  • 10. November 2004: Der Polar Express </=L>
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