| Tupac Shakur |
Biographie
Es war
heiß in dieser Nacht des 6. September 1996 in Las Vegas. So
heiß, dass Tupac Shakur sich aus dem Schiebedach seines
schwarzen 750er BMW dem Fahrtwind entgegenstreckte. Sein Freund und
Produzent Suge Knight saß am Steuer. Kurz nach elf tauchte
neben ihnen ein weißer Cadillac mit vier Männern auf.
Einer von ihnen gab 13 Schüsse ab. Viermal traf er Shakur in
die Brust. Eine Woche später war Tupac Amaru Shakur, 25, tot.
Er war genau der Gewalt zum Opfer gefallen, die er jahrelang in
seinen Liedern gefeiert hatte.
Rap ist die musikalische Kriegserklärung der jungen schwarzen Ghetto-Kinder an eine Welt, die ihnen im Weg steht. In seinen Liedern glorifizierte Tupac Shakur den Haß und die Brutalität in den Ghettos. Keiner hat sich seine Wut so erfolgreich aus dem Bauch geschrien wie er. Seine vier Platten haben in vier Jahren 90 Millionen Dollar eingespielt.
Erfunden wurde der Rap in den Siebzigern in New York. Doch 1989 kam eine neue Spielart aus den Ghettos der Westküste: Gangsta-Rap. Die schwarzen Musiker waren harte Jungs aus den Ghettos, sie trugen Waffen und kannten Gefängnisse von innen. Auch 2Pac war ein echter Gangsta-Rapper: Er hatte mit Drogen gedealt, auf Polizisten geschossen und acht Monate wegen sexueller Nötigung gesessen. Plötzlich machten die Westküsten-Rapper mehr Umsatz als die Weichlinge von der Ostküste.
Der Krieg zwischen New York und Kalifornien war eröffnet. Schon 1994 hatten zwei Schwarze Tupac Shakur in der Lobby eines New Yorker Plattenstudios überfallen und fünfmal auf ihn geschossen. Für ihn war klar, wer hinter dem Anschlag steckte: Plattenbosse aus New York, die eifersüchtig waren auf die Erfolge von Death Row Records, dem Label aus Los Angeles, zu dem neben 2Pac auch Dr. Dre und Snoop Doggy Dogg gehören.
"Ich habe das Gefühl, mir läuft das Glück davon", sagt 2Pac in Gridlock'd. Er starb auf dem Höhepunkt seiner Karriere.
Neben weiteren
posthumen Musikveröffentlichungen ist er noch in zwei anderen
Filmen als Schauspieler zu sehen: In "Gang Related" und "Bullet".
Die Schauspielerei war dem Musiker nicht fremd. Schon mit 12 stand
er auf der Bühne eines Harlemer Theaters, mit 15 besuchte er
die "Baltimore School Of Arts". Und er spielte u. a. mit Janet
Jackson in John Singletons Melodram "Poetic Justice".
Discografie || 1991: 2Pacalypse Now || 1993: Strictly 4 My N.I.G.G.A.Z. || 1995: Me Against The World || 1996: All Eyez On Me || 1997: Makaveli (posthum) ||
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