Interview mit Uschi Glas

"Es war herausfordernd, da man ja mit ganz wenig Mimik arbeitet."

Die Schauspielerin Uschi Glas spricht die Zeichentrickfigur der "Eule" in dem Kinderfilm Felix - Ein Hase auf Weltreise.

Frage: War die Eule in Felix - Ein Hase auf Weltreise Ihre erste Synchronrolle?

Uschi Glas: Ja, ich hatte vorher immer nur mich selbst nachsynchronisiert, wenn die Tonaufnahmen das erforderlich gemacht haben.

Frage: Mögen Sie Zeichentrickfilme?

Uschi Glas: Absolut, mein Lieblingstrickfilm ist "König der Löwen", da hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, dass die Sprecher auch ganz bewusst mit ihren Stimmen die Charaktere mitformen.

Frage: Fiel Ihnen das Synchronisieren leicht?

Uschi Glas: Es war herausfordernd, da man ja mit ganz wenig Mimik arbeitet, was für einen Schauspieler schon eine Umstellung ist. Aber ich hatte auch gleichzeitig einen Heidenspaß, vor allem an der alten, weisen Eule. Ich glaube, das war genau die richtige Rolle für mich.

Frage: Wie haben Sie sich vorbereitet?

Uschi Glas: Fast wie auf eine ganz normale Rolle, indem ich das Dialogbuch gründlich studiert habe und geschaut habe, wer die Figur ist, was sie ausmacht, wie sie sich im Dialog mit den anderen verhält ...

Frage: Was ist für Sie das Besondere an Felix - Ein Hase auf Weltreise?

Uschi Glas: Es ist erstaunlich, wie einfach und schnörkellos die Figuren im Grunde alle sind. Das hilft den Kindern, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, nämlich darauf, wie sich die Figuren verhalten. Die Liebe zum Detail erkennt man vor allem an der Mimik der Figuren, in der sich jede noch so kleine Gefühlsregung widerspiegelt.

Uschi Glas. Foto: UIP
Uschi Glas bei den Synchronarbeiten zu 'Felix - Ein Hase auf Weltreise'. Foto: UIP

Dirk Jasper FilmLexikon

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