Uwe Ochsenknecht

* 7. Januar 1956 als Uwe Adam Ochsenknecht in Mannheim, Deutschland • Schauspieler, Sänger • Biographie • Interviews • Filmografie • Discografie •

Das Boot und Männer legten den Grundstein für eine erfolgreiche und beständige Karriere, wie sie im deutschen Film selten ist: Uwe Ochsenknecht ist seit 20 Jahren einer der populärsten Schauspieler Deutschlands. Uwe Ochsenknecht ist sowohl im komödiantischen als auch im Action-Genre und im Charakterfach gefragt.

Uwe Ochsenknecht wurde als Sohn eines Feinmechanikers und einer Hausfrau geboren. Er ist früh vom Theater fasziniert und vernachlässigt die Schule, die ihn kurz vor dem Abitur feuerte. Und da hat er die Motivierung für seinen Beruf - und besteht als einer von zehn die Aufnahmeprüfung an der Bochumer Schauspielschule, für die sich 500 Personen beworben haben.

Im Anschluss an den mit Erfolg absolvierten Besuch der 'Westfälischen Schauspielschule Bochum' folgten erste Engagements am 'Nationaltheater Mannheim' (Edward III.) und unter Jürgen Flimms Regie am 'Schauspielhaus Bochum' in Der Untertan.

1977 spielte er seine erste TV-Rolle und 1978 den ersten kleinen Part in einem Hollywood-Film. Und weil es keine Garantie fürs Gelingen, für Meisterschaft, für Triumph gibt, lässt Uwe Ochsenknecht in seiner Kreativität und Vielseitigkeit nicht locker.

Er spielt Theater in Wuppertal, Bochum, München, drehte Tatort und kritische Filme unter Regisseuren wie Erwin Keusch und Rainer Wolffhart. Er bekam dafür 1985 den Darstellerpreis des Verbandes der Film- und Fernsehregisseure.

Mit dem Bootsmann Lamprecht im Welterfolg Das Boot von Wolfgang Petersen, 1981 für sechs Oscars nominiert, begann eine steile Karriere, die bereits vier Jahre später einen weiteren Höhepunkt fand: für seine Rolle in Doris Dörries Film Männer erhielt er den 'Bundesfilmpreis in Gold'.

In zahlreichen TV-Filmen und TV-Serien hatte er stets sehenswerte Auftritte. Aber auch auf der Bühne konnte er Erfolge verbuchen, so sorgte sein Auftritt neben Jacques Breuer und Thomas Schücke in Gabriel Baryllis Butterbrot 1987 in München für ein wochenlang ausverkauftes Teamtheater.

Im Kino war Uwe Ochsenknecht seitdem mehrfach in Doris Dörries Filmen zu sehen, in der Komödie Geld und in Bin ich schön?. In Helmut Dietls Komödie Schtonk! begeisterte er neben Götz George als Fälscher Fritz Knobel der Hitler-Tagebücher. Für Peter Timm war er 1993 Ein Mann für jede Tonart.

1997 spielte er in Sherry Hormans Widows und wurde für seine Rolle in Paul Harathers Weihnachtsfieber erneut für den Bundesfilmpreis nominiert. Für seine Rolle in Doris Dörries Streifen Erleuchtung garantiert erhielt er im Januar 2000 den 'Bayerischen Filmpreis' als Bester Darsteller.

Mit dem äußerst entspannten Schrottplatz-Besitzer Udo Tiburski, einem maulfaulen Opportunisten, der nie seinen persönlichen Vorteil aus den Augen lässt, setzt er in Der tote Taucher im Wald einen schräg skurrilen Akzent.

Mit seinen Söhnen Jimi Ochsenknecht und Wilson Ochsenknecht spielte er in den beiden Kinder-Erfolgsgeschichten von Joachim Masannek, Die wilden Kerle und der Fortsetzung Die wilden Kerle 2 mit. Als Papst Leo war er außerdem in Eric Tills Luther (2003) zu sehen.

Zu seinen zahlreichen Fernsehrollen zählen u. a. Engelchen flieg (2004), Harte Brötchen (2002), die internationalen Mini-Serien Die Kreuzritter (2001) und Dune - Der Wüstenplanet, 2001). Er war Hajo Kroll in Die Straßen von Berlin, spielte in Vera Brühne unter der Regie von Hark Bohm ebenso wie in Hermine Huntgeburths Und alles wegen Mama (1998).

Obwohl er zu den meistbeschäftigten deutschen Schauspielern gehört, widmet er sich seit Anfang der 90er Jahre mit Begeisterung und großen Erfolg seiner zweiten Leidenschaft, dem rockig-bluesigen Gesang. Aus dieser Zeit stammt auch die Verbindung zu Der tote Taucher im Wald-Regisseur Rosenmüller, der damals seinen Videoclip inszeniert hat.

Auf das erste Album Ochsenknecht (1992) folgte kurze Zeit später Blue Water (1994), das dritte Album O-Ton wurde noch im Jahr 1997 veröffentlicht. Vier Jahre später erschien sein Album Singer (2001). Er tourt seit mehreren Jahren immer mal wieder spontan mit seiner hervorragenden Band durch die Lande.


Filmografie
  • 1978: Lawinenexpreß (Avalanche Express). Regie: Mark Robson. Rolle: Nebenrolle
  • 17. September 1981: Das Boot
  • 1984: (Bones). Regie: Jim Goddard
  • 1984: Vergeßt Mozart. Regie: Slavo Luther. Rolle: Schikaneder
  • 1984: Parker (Parker). Regie: Jim Goddard. Rolle: Nebenrolle
  • 1985: Männer. Regie: Doris Dörrie. Rolle: Stefan
  • 1985: Operation Dead End. Regie: Niki Müllerschön. Rolle: Boris
  • 1985: Der Rekord (Der Rekord). Regie: Daniel Helfer. Rolle: Rico
  • 1986: Die Dollarfalle. Regie: Thomas Koerfer. Rolle: Jungbankier Roth
  • 1987: TV-Film: Rebellion der Gehenkten. Regie: Jean-Louis Bunuel
  • 1988: Die Stimme. Regie: Gustavo Graef-Marino. Rolle: Patrick
  • 1988: TV-Film: Bismarck. Regie: Tom Toelle
  • 1989: Geld. Regie: Doris Dörrie. Rolle: Werner Müller
  • 1990: Butterbrot. Regie: Gabriel Barylli. Rolle: Stefan
  • 1990: Feuer, Eis und Dynamit. Regie: Willy Bogner. Rolle: Victor
  • 1990: All Out (All Out). Regie: Thomas Koerfer. Rolle: Paul
  • 12. März 1992: Schtonk! Regie: Helmut Dietl. Rolle: Fritz Knobel
  • 11. Februar 1993: Ein Mann für jede Tonart
  • 1993: Kaspar Hauser. Regie: Peter Sehr. Rolle: Ludwig von Baden
  • 1994: Einfach nur Liebe. Regie: Peter Timm. Rolle: Pilgrim
  • 1994: Ein fast perfektes Verhältnis (Mona Must Die). Regie: Donald Reiker. Rolle: Eddie von Snead
  • 1994: Mona Must Die. Regie: Donald Reiker
  • 1994: Felidae. Regie: Michael Schaack. Rolle: Archie (Stimme)
  • 1995: TV-Serie: Die Straßen von Berlin: Alleingang. Regie: Werner Masten. Rolle: Hajo Kroll
  • 1996-04-11: Honigmond
  • 1996: TV-Film: Geliehenes Glück. Regie: Ben Verbong
  • 1997-10-16: Ballermann 6
  • 1997-11-06: Weihnachtsfieber
  • 1998-01-22: Widows
  • 1998-12-17: Bin ich schön?
  • 1998: TV-Film: Weekend mit Leiche. Regie: Sven Severin
  • 1998: TV-Film: Auch Männer brauchen Liebe. Regie: Gabriela Zerhau
  • 1999: Enenmy Of My Enemy - Der Feind meines Feindes
  • 13. Januar 2000: Schrott - Die Atzenposse
  • 20. Januar 2000: Erleuchtung garantiert
  • 10. Februar 2000: Fußball ist unser Leben
  • 6. April 2000: Der tote Taucher im Wald
  • 19. Oktober 2000: Wie Kater Zorbas der kleinen Möwe das Fliegen beibrachte (Synchronstimme)
  • 2. Oktober 2003: Die wilden Kerle
  • 30. Oktober 2003: Luther
  • 27. Januar 2005: Vom Suchen und Finden der Liebe
  • 17. Februar 2005: Die wilden Kerle 2
  • 21. April 2005: Die Bluthochzeit

  • Discografie
    • 5. März 1992: Album: Ochsenknecht bei Amazon bestellen
    • 1994: Album: Blue Water
    • 15. September 1997: Album: O-Ton bei Amazon bestellen
    • 8. Oktober 2001: Singer bei Amazon bestellen
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