Interview mit Valerie Niehaus

"Düfte sind natürlich eine sehr fragile Angelegenheit."

Eine alleinerziehende Mutter kämpft um ihr hochbegabtes Kind und findet dabei die große Liebe - ein spannendes und glamouröses TV-Drama mit Valerie Niehaus in der Hauptrolle. Der dramatische TV-Film läuft am 30. September 2002 um 20.15 Uhr auf Sat.1!

Frage: Findest du, Geld hat einen eigenen Duft?

Valerie Niehaus: Ja, aber es stinkt eher. Meistens nach schwitzigen Händen. Mir ist aufgefallen, wenn man beispielsweise durch bestimmte Gegenden in Hamburg fährt, riecht es besonders - nach einer gewissen Sorglosigkeit vielleicht. Könnte sein, dass da weniger Angstschweiß in der Luft liegt, weil einfach mehr Geld vorhanden ist ...

Frage: Was war das Besondere für dich bei diesem Film?

Valerie Niehaus: Düfte sind natürlich eine sehr fragile Angelegenheit. Das fand ich schon außergewöhnlich, dass ein Film auf einer Sinneswahrnehmung basiert. Großartig! Das hat mir sehr gut gefallen. Wir hatten während der Dreharbeiten mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen - z. B. mit dem Wetter - und trotzdem hat es nicht einen Tag mit schlechter Stimmung gegeben. Karl Kases ist einfach so entspannt und ruhig, der macht seine Arbeit als Regisseur gern und ist in der Lage, auch schwierige Situationen zu händeln. Ich bin fünf Wochen lang jeden Morgen unheimlich gern zur Arbeit gegangen.

Frage: An was erinnerst du dich besonders gern zurück?

Valerie Niehaus: Lustigerweise an den Regen, weil der dort wirklich schön war. Und das Essen mit dem Team - das war grandios. Außerdem natürlich die Drehorte: Wir waren so viel in der Natur. Wir haben diese Szenen in einem kleinen Ort in Mecklenburg-Vorpommern gedreht. Am Ende hatte ich Heuschnupfen - irgendwann war es dann wohl doch zu viel Grün. Das war eine ganz tolle Woche, ein bisschen wie Ferien, obwohl wir so viel gearbeitet haben. Wir sind nicht vor zwölf Uhr nachts nach Hause gekommen und mussten um sechs Uhr wieder aufstehen - dadurch gab es einen starken Zusammenhalt im Team.

Frage: Wie gestaltete sich die Zusammenarbeit mit dem Wunderkind Heiner Radau?

Valerie Niehaus: Heiner ist in der Lage, spontan zu machen, was ihm gerade einfällt. Das war sehr erfrischend. Wenn etwas Unvorhergesehenes passierte, wäre es ihm nie eingefallen zu sagen "Entschuldigung, es fällt mir kein Satz ein", sondern er war in der Szene drin und hat einfach weitergemacht. Die Tage waren lang und er war immer immens diszipliniert - nicht einmal hat er schlechte Laune mitgebracht.

Frage: Was fasziniert Toni an Alexander?

Valerie Niehaus: Es birgt natürlich für Toni Konflikte in sich, mit so einem reichen Schnösel etwas anzufangen. Andererseits ist es auch sehr verlockend. Toni findet ihn von Anfang an toll. Natürlich ist sie verknallt, obwohl sie sich auch mit anderen Männern trifft. Sie ist allein und möchte einen Freund, Unterstützung. Und dann dieser Kleeberg - schon unglaublich, so ein schöner, reicher Mann. Sie will wissen: Wieviel steckt dahinter - und für wie lange?

Frage: Wie wichtig ist Duft und Parfüm für dich persönlich?

Valerie Niehaus: Duft sehr, Parfüm gar nicht. Schwierig, wenn man etwas oder jemanden nicht riechen kann - wortwörtlich. Ein starker Reiz, dieser Geruchssinn, der ja auch stark mit dem Geschmackssinn verbunden ist. Parfüm finde ich unwichtig - ist doch nur Geldmacherei, sieht man doch in diesem Film ...

Valerie Niehaus
Valerie Niehaus: 'Der Duft des Geldes'-Pressinfo
Valerie Niehaus: 'Der Duft des Geldes'. Foto: Sat.1/Menke
Valerie Niehaus: 'Der Duft des Geldes'. Foto: Sat.1/Menke
Valerie Niehaus: 'Der Duft des Geldes'. Foto: Sat.1/Menke

Dirk Jasper FilmLexikon

© Fotos: Archiv © 1994 - 2010 Dirk Jasper