Vanessa Paradis

* 22. Dezember 1972 in St. Maur, Frankreich • Schauspielerin, Sängerin • Biographie • Filmografie • Discografie • Fotogalerie

Biographie Als Vanessa Paradis 1986 die Bühne der Popgeschichte betrat, schien sie eines jener One-Hit-Wunder-Girls zu sein, die in den Labors der Musik-Produzenten ins Leben gerufen werden, aber nicht mit genügend Energie für eine eigene Existenz ausgestattet sind.

Doch schon der erste Hit der damals 14jährigen zeigte bald, dass das Mädchen mit der Kinderstimme größer war als die Alchemisten, die hinter ihr standen. Überall in Europa eroberte sie mit Joe Le Taxi ihr Publikum. Der Song war auch der erste französische Titel, der es in den vergangenen dreißig Jahren in die britischen Top 3 schaffte - der erste Lieblings-Chanson der Engländer seit dem Jane Birkin/Serge Gainsbourg-Hit Je T'Aime Moi Non Plus.

Joe Le Taxi besetzte 12 Wochen den ersten Platz der französischen Hitparade und wurde von einer Reihe weiterer Hitsingles der jungen Sängerin abgelöst. Vanessa Paradis wurde als die neue Brigitte Bardot gefeiert. Ihr Album M & J, das sie 1987 heraus brachte, galt als Meisterwerk der französischen Popmusik. Für ihr zweites Album Variations Sur Le Même T'Aime fand sie die Unterstützung Serge Gainsbourgs.

1991 wurde Vanessa Paradis das offizielle Gesicht für Chanels Duft Coco. In der Werbekampagne, die von Jean-Paul Goude fotografiert worden war, sah man sie im Federkleid eines exotischen Vogels.

Ihr drittes Album, Vanessa Paradis (1992), war das Ergebnis ihrer Zusammenarbeit mit Lenny Kravitz.

Mit ihrer Kinokarriere, die sie 1989 begann, stellte sie eine andere Seite ihres Talents unter Beweis. Von Anfang an zeigte sie, dass sie nicht - wie andere - als Sängerin vor den Filmkameras stand, dass sie mit der Kinokarriere nicht ihre Musik noch besser verkaufen wollte.

Vanessa Paradis ist eine überzeugende Schauspielerin. Für ihren ersten Film Noce Blanche erntete sie dann auch das Lob der Kritiker und die Bewunderung der Kinogänger. Sie wurde für ihre Darstellung auch mit dem César und dem Prix Romy Schneider ausgezeichnet.

1995 drehte das junge Multitalent unter der Regie von Jean Becker ihren dritten Film Elisa mit Gérard Depardieu. Es folgten Der Hexenclub von Bayonne mit Jeanne Moreau und Jean Reno. 1997 arbeitete Vanessa Paradis an der Seite von Jean-Paul Belmondo und Alain Delon zum erstenmal mit dem Regisseur Patrice Leconte zusammen: Une Chance Sur Deux.


Filmografie
  • 1989: Weiße Hochzeit (Noce Blanche)
  • 1989: Baby Blue
  • 1995: Elisa
  • 1997: Der Hexenclub von Bayonne (Un Amour De Sorciére)
  • 1998: Half A Chance (Une Chance Sur Deux)
  • 1999: Die Frau auf der Brücke

Discografie
  • 1988: Album: M & J
  • 1990: Album: Variations Sur Le Même T'Aime
  • 1992: Album: Vanessa Paradis
  • 2001: Album: Au Zenith
  • 2001: Album: Bliss
  • 2002: Album: Live
Vanessa Paradis
Vanessa Paradis: Live
Vanessa Paradis: Bliss
Vanessa Paradis: Au Zenith
Die Frau auf der Brücke
Half A Chance
Elisa
Vanessa Paradis: Vanessa Paradis
Vanessa Paradis: Variations Sur Le Même T'Aime
Baby Blue
Vanessa Paradis: M & J

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