Vanessa Redgrave
* 30. Januar 1937 in Blackheath, England, UK • Schauspielerin • Biographie • Oscars • Filmografie • Autogrammadresse: 147-149 Wardour Street, London, W.1, England/ c/o James Sharkey Ass. 15 Golden Square, London W.1, England •
Vanessa Redgrave Biographie Vanessa Redgrave ist die Tochter des renommierten Schauspielers Sir Michael Redgrave und wuchs in der Welt des Theaters auf. Nach einer achtjährigen Ausbildung beim Ballet Rambert besuchte sie bis 1958 die Central School Of Music And Drama. Im selben Jahr gab sie ihr Theaterdebüt neben ihrem Vater in dem Stück A Touch Of The Sun in London.

Ihr Filmdebüt war der eher mediokere Film Behind The Mask (1958), in dem sie auf der Leinwand die Tochter ihres Vaters spielte. 1961 wurde sie Mitglied der Royal Shakespeare Company. Dort erwarb sie sich in kurzer Zeit den Ruf, eines der hervorragendsten Talente ihrer Generation zu sein. Sie wirkte und wirkt an unzähligen Bühneninszeniereungen in London und New York mit. Ihre letzte Bühnenproduktion war Orpheus Descending von Tennessee Williams unter der Regie von Sir Peter Hall am Broadway.

In London ist Vanessa Redgrave die treibende Kraft des renommierten Moving Theatres, einem Ensemble von über 60 internationalen Schauspielern, das Produktionen wie Antony And Cleopatra, The Liberation Of Skopje und Don Juan In Hell aufführen.

Aber Vanessa Redgrave widmet sich nicht allein dem Theater. Obwohl sie nicht immer in bedeutenden Filmen zu sehen war, wurde die fragile und sensible Schönheit zu einer der begehrtesten Filmdarstellerinnen der späten 60er und frühen 70er Jahre. Beste Schauspielerin in Cannes 1966 für Morgan!, Oscar-Nominierungen als beste Schauspielerein für Morgan! (1966), Isadora (1968), Mary, Queen Of The Scots (1971) und The Bostonians (1984). Den Oscar bekam sie 1977 als beste Nebendarstellerin in Julia. Die New Yorker Filmkritiker würdigten sie als beste Nebendarstellerin in Prick Up Your Ears (1987).

Vanessa Redgrave ist eine unabhängige, emanzipierte Frau mit einer starken Persönlichkeit. Sie ist aus dem bourgeoisen Milieu, in dem sie aufwuchs, ausgebrochen und hat sich sehr stark politisch engagiert. Auf einem Protestmarsch gegen die Atombombe wurde sie verhaftet. Sie führte Demonstrationen gegen die USA und den Vietnam-Krieg an, sympathisierte mit der IRA und unterstützte offen Arafat und die PLO. Wiederholt kandidierte sie - allerdings erfolglos - für das britische Parlament als Kandidatin der trotzkistischen Worker's Revolutionary Party. Ihr politisches Engagement brachte sie in zahlreichen Reden zum Ausdruck. So nutzte sie auch die Zeremonie der Oscar-Verleihung 1978 für ein politisches Statement. Den Protest jüdischer Gruppen handelte sie sich mit ihrer Darstellung der KZ-Überlebenden Fania Fenelon in dem Fernsehfilm Playing For Time (Daniel Mann, 1980) ein, für den sie einen Emmy erhielt.

Der Kinofilm Ein Sommer am See kam 1996 in die Kinos.

Von 1962 bis 1967 war Vanessa Redgrave mit dem Regisseur Tony Richardson verheiratet. Die Kinder aus dieser Ehe, Natasha und Joely Richardson, sind ebenfalls Schauspielerinnen. Als Richardson ein Verhältnis mit Jeanne Moreau begann, ließ sie sich 1967 scheiden. 1969 brachte sie einen Sohn des Schauspielers Franco Nero zur Welt, der in Camelot den Lancelot zu ihrer Ginevra gespielt hatte.


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