Liebesglück im Film: Oft mit Hindernissen

Geschrieben von Katharina | 25 November, 2015  |  Keine Kommentare

Der Tod und die Liebe sind Reizpunkte in Filmen, die fast jeden in dem einen oder anderen Zusammenhang ansprechen. Vor allem, wenn es dem Paar im Film schwer gemacht wird und scheinbar unüberbrückbare Gräben zwischen ihnen liegen. Die Probleme können von Außen kommen oder zwischen den Protagonisten entstehen und auch wieder aufgelöst werden.

Kinofilme

Liebesfilme können sowohl romantische als auch tragische Momente haben. (Bild: Rainer Sturm / aboutpixel.de)

Die verbotene Liebe

Wenn Unterschiede hinsichtlich des Standes existieren, so kann dies beispielsweise mit den Einkommensverhältnissen zusammenhängen oder aber dem Bildungsniveau. Eine weitere Problematik ist heute in Bezug auf die Paarbildung zwar deutlich zurückgegangen, aber als menschenfeindliches Phänomen immer noch anzutreffen: Rassismus.

Der Film „Rat mal, wer zum Essen kommt“ nähert sich der Problematik aus Sicht des eigentlich liberalen Großbürgertums der US-Gesellschaft in den 1960er Jahren. Die junge weiße Studentin Joanna (Katharine Houghton), eine lebenslustige attraktive Frau, kündigt sich ihren Eltern samt Verlobtem an, den sie ihnen vorstellen möchte.

Es handelt sich bei dem ebenfalls sehr attraktiven, gebildeten und kultivierten jungen Mann um John (Sidney Poitier), einen Schwarzen. Obwohl Joannas Eltern Christina (Katharine Hepburn) und Matt (Spencer Tracy) tolerant und aufgeschlossen sind, schockiert sie der Anblick Johns. Es ist weniger ihr eigenes Verhältnis zu dem jungen Mann, als die Befürchtungen, wie diese Verbindung in der Gesellschaft wahrgenommen werden würde und welche Probleme sich dem jungen Paar daraus ergeben könnten.

Auch die Eltern von John sehen diese Probleme und in einem finalen Zusammentreffen der beiden Liebenden und ihrer Eltern werden alle Optionen durchdacht. Trotz vieler Bedenken erkennen die Eltern schließlich, dass es falsch wäre, sich der Liebe ihrer Kinder in den Weg zu stellen. Matt erteilt dem Paar seinen Segen und macht damit vor allem seine eigene Frau sehr stolz.

Damen der Nacht

Prostituierte sind häufig in Liebesfilmen anzutreffen und nehmen dabei sehr unterschiedliche Rollen ein. Julia Roberts feierte als Vivian einen ihrer größten Erfolge in dem Film „Pretty Woman“. In der Liebeskomödie wird sie für eine Woche zur Begleitung des Unternehmers Edward (Richard Gere), mit dem sie die Luxuswelt erkundet.

Nach einigen Zerreißproben und emotionalen Auseinandersetzungen merken beide, wie viel sie sich bedeuten und Edward überdenkt sogar seine berufliche Tätigkeit und fängt an, sich umzuorientieren. Letztlich können die beiden in einem Happy End zueinanderfinden und glücklich werden.

Während die Szenerie von „Pretty Woman“ in Hollywood spielt und auf etwas naive Weise das Leben von Vivian nur ansatzweise darstellt, sind auch mehrere deutsche Städte Zentren des erotischen Gewerbes. Neben Hamburg und Berlin, findet man auch auf sehr leichte Weise eine weibliche Begleitung in Frankfurt.

Nicht in der Main-Metropole, sondern rund um den östlich gelegenen Bruder in Brandenburg, Frankfurt an der Oder, spielt das deutsche Episoden-Drama „Lichter“. Im Gegensatz zu den obigen Filmen werden hier mehrere Geschichten ineinander verwoben erzählt und führen zu keinem glücklichen Ende.

Episodenfilm mit traurigem Ende

Neben familiärer und gesellschaftlicher Not werden auch Prostitution und Kriminalität dargestellt. In einer der Geschichten fahren einige deutsche Bauunternehmer, darunter der junge Philip (August Diehl) über die polnische Grenze zu Verhandlungen mit ihren polnischen Kollegen, dabei werden sie von den Übersetzerinnen Sonja (Maria Simon) und Beata (Julia Krynke) begleitet.

Philip erkennt in Beata seine alte Freundin wieder und nähert sich ihr mit freundschaftlichen Gefühlen. Was er nicht ahnt, sein Chef Klaus (Herbert Knaup) hat sie bewusst ausgesucht, da die beiden Frauen auch als Callgirls arbeiten und die Geschäftsmänner am Abend bespaßen sollen. Als Philip davon erfährt ist er fassungslos und spürt eine unerträgliche Ohnmacht.

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