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Interview mit Alexandra Neldel "Es zählt nur die Frage: Wie spielt sie?" |
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Frage:
Über ein Jahr lang schlüpfst du täglich in die Rolle
von Lisa Plenske und unterziehst dich einer ganz speziellen
Verwandlung: Du trägst u. a. einen so genannten Fatsuit. Wie
fühlst du dich mit dem künstlichen Übergewicht am
Leib?
Alexandra Neldel: Das ist wie ein Leben in zwei Körpern. Als Lisa sehe ich nicht nur ganz anders aus, sondern fühle mich automatisch anders. Mit den zusätzlichen Pfunden an den Oberschenkeln, der Hüfte und am Bauch werde ich allein schon im Sitzen kurzatmiger, weil der Fatsuit auf Bauch und Lunge drückt.
Frage: Wie viele Kleidergrößen hast du zugelegt? Alexandra Neldel: Zwei. Sonst habe ich 36, jetzt kneife ich mich in eine 40 gerade so rein. Ich habe schon zwei Hosen ruiniert. Beim Zumachen ist einmal der Knopf am Bund abgesprungen, ein anderes Mal ging der Reißverschluss kaputt. Frage: In deiner bisherigen Karriere kam es oft darauf an, dass du perfekt aussiehst. Wie kommst du jetzt damit zurecht, dass man nun das Gegenteil von dir verlangt? Alexandra Neldel: Das ist ein ganz wichtiger Grund, warum ich diese Rolle angenommen habe. Die Zuschauer sehen mich einmal ganz anders. Tolle Klamotten oder perfektes Styling stehen nicht mehr im Vordergrund, sondern es zählt nur die Frage: Wie spielt sie? Es ist meine Aufgabe, die Zuschauer allein mit meinem schauspielerischen Talent für Lisa zu begeistern. Frage: Warst du am Casting für die Rolle des David beteiligt? Schließlich musst du ihn über 200 Folgen lang anschmachten. Alexandra Neldel: Ich habe einige mögliche Davids mitgecastet, durfte mein Urteil abgeben und bin sehr froh über die Besetzung mit Mathis Künzler. Aber letztendlich bin ich ja dafür Schauspielerin geworden, dass ich irgend jemanden anschmachten kann und der denkt, ich meine es ernst. (lacht) Frage: Warst du in der Schule der Schwarm aller Jungen? Alexandra Neldel: Nein, gar nicht. Ich selbst habe keinen einzigen Liebesbrief bekommen. Wenn, dann habe ich die Briefe immer nur an meine Freundin weitergereicht. Ich trug eine feste Zahnspange und hatte irgendwann diese Macke, dass ich unbedingt Locken haben wollte. Ich sah aus wie Momo mit Schneeketten im Gesicht. Keiner wollte mich damals küssen. Als ich jetzt als Lisa die Zahnspange wieder in den Mund schob, wusste ich auch wieder warum ... Februar 2005. Quelle: Sat.1. Autor, Redaktion und Verlag sind nicht für die Inhalte externer Webseiten verantwortlich. |
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