Interview mit Alf
"Es hat ein paar Tage gedauert hatte, bis sie mich als Boss anerkannten."
Frage: Wo hast du dich die letzten Jahre herumgetrieben?

Alf: Mir ging's alles in allem recht gut. Die letzten sechs Jahre habe ich ein ziemlich beschauliches Leben geführt und mich voll auf die Zucht von freilaufenden Katzen konzentriert. Die sind viel saftiger als die normalen Hauskatzen. So ein einfacher Stubentiger hat ja überhaupt kein Fleisch auf den Knochen - den hätten wir auf Melmac als Xylophon verkauft. Ha, ha.

Frage: Welchen Hobbies frönst du denn sonst so auf der Militärbasis?

Alf: Kartenspielen. Ich steh' total auf Poker.

Frage: Und? Gewinnst du?

Alf: Null Problemo, ich sahne immer ab. Wie sonst könnte ich mir eine Friseuse leisten, die mich einmal täglich absaugt?

Frage: Hast du auch jemanden, der dein Make-up macht?

Alf: Ich trage kein Make-up. Cary Grant ließ sich auch nie schminken - und ich finde, was gut genug für den ollen Cary war, ist auch gut genug für mich. Außerdem gibt es ein altes Sprichwort auf Melmac, das heißt: Wer sich schminkt, hat etwas zu verstecken.

Frage: Wir hörten, du hast ein paaar Probleme mit einem ganz bestimmten Offizier auf der Basis ...

Alf: Oh ja, das könnt ihr laut sagen! Colonel Milfoil will mich loswerden. Er denkt, ich wäre eine Gefahr für die Menschheit. Dabei kann ich niemandem ein Haar krümmen ... äh ... außer einer Katze vielleicht. Aber den Kerl krieg' ich schon klein - Null Problemo.

Frage: Dein Film hat eine bemerkenswerte Besetzung. Was war es für ein Gefühl mit Stars wie Martin Sheen, Ray Waltson und Miguel Ferrer zu arbeiten?

Alf: Oh ja, das sind allesamt Super-Schauspieler. Und sie haben alle Anweisungen absolut brav ausgeführt - auch wenn es ein paar Tage gedauert hatte, bis sie mich als Boss anerkannten. Mit irgendwelchen Amateuren zu arbeiten, wäre mir aber auch voll auf einen meiner Mägen geschlagen.

Frage: Tritt in Alf - Der Film auch die Tanner-Familie auf?

Alf: Als mich die US-Regierung vor sechs Jahren geschnappt hat, wurden die Tanners im Rahmen des Zeugenschutzprogramms nach Reykjavic gebracht. Wir haben versucht, mit ihnen Kontakt aufzunehmen, doch in Island gibt es nur ein rundes Dutzend Telefone - und die Tanners haben keines davon.

Ts, ts - ein Leben ohne Telefon. Wie soll die arme Lynn da an ein paar vernünftige Dates kommen? Ursprünglich wollte die Regierung die Tanners ja nach Mosambik schicken, doch dort gefiel ihnen das Schulsystem nicht. Ich kann mir richtig vorstellen, wie die gute alte Kate ihre Mängelliste präsentiert hat!

Frage: Gibt es noch etwas, was du uns Erdlingen sagen willst?

Alf: Ja. Ihr habt doch diese Riesenteleskope, mit denen ihr ins All blickt. Dreht die Dinger mal um und schaut Euch selbst ganz genau an. Den Schock vergesst ihr nicht so schnell!

Frage: Vielen Dank für das Gespräch, Alf!

Alf. Foto: Tobis Filmkunst

Zum Start von Alf - Der Film gewährte Alf einigen ausgewählten Entertainment- Journalisten eine Pressekonferenz.

Die Antworten beim Gespräch fielen, wie man es bei einem Vollblut-Profi wie ihm auch erwarten konnte, präzise und informativ aus.

Filmplakat

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Quelle: Tobis Filmkunst © 1994 - 2011 Dirk Jasper • Diese Seite drucken: Seite drucken