Interview mit Barbara Schöneberger
"Ich bin immer schwarz gekleidet und immer schlicht, ohne Schmuck."
Frage: Sie waren die Assistentin von Elmar Hörig in "Bube, Dame, Hörig", regelmäßiger Gast in "Voll witzig!", moderieren beim DSF und präsentieren "Weck Up" in Sat.1. Wie hat Ihre Karriere begonnen?

Barbara Schöneberger: Ich war beim Casting, wo eine Assistentin für Elmar Hörig gesucht wurde - und das hat gleich geklappt. Eigentlich bin ich widerwillig dahin gegangen, weil man ja die Anreise selbst bezahlen muss, und ich dachte, ich hätte die 400 Mark umsonst 'rausgeschmissen.

Frage: Was für eine Schul- bzw. Berufsausbildung haben Sie?

Barbara Schöneberger: Ich habe Abitur gemacht und ein Studium in Soziologie angefangen. Momentan mache ich eine kleine Pause, ich muss nur noch meine Magisterarbeit schreiben - wenn ich mal wieder etwas Zeit habe.

Frage: Wollten Sie schon immer vor der Kamera arbeiten?

Barbara Schöneberger: Nein, eigentlich nicht. Es ist nicht so, dass ich mir das nie hätte vorstellen können, ich habe immer in diesem Bereich gearbeitet, zum Beispiel auf Modenschauen, aber forciert habe ich das nie. Eigentlich verlasse ich mich immer auf Zufälle. Und das hat ja bisher auch ganz gut funktioniert.

Frage: Wie würden Sie die Morgenshow "Weck Up" beschreiben? Und welchen Part haben Sie dabei?

Barbara Schöneberger: Das Wichtigste ist, dass man weiß, dass alles passieren kann und dass man darauf eingestellt ist. Es ist auf keinen Fall so, dass vorher alles abgesprochen ist oder wir uns ganz genau überlegen, was wir sagen und wie wir es sagen. Alles ist spontan mit ein bißchen Anarchie.

Frage: Was passiert in der Sendung?

Barbara Schöneberger: Eine Stunde lang ist ein Prominenter zu Gast, jetzt hatten wir zum Beispiel Hakim Meziani - und es wird gefrühstückt. Wir machen meistens ein bißchen Blödsinn: Für Hakim hatten wir eine Hüpfburg und so ein kleines Pferdchen, wie es vor den Einkaufszentren steht. Da haben wir ihn drauf gesetzt, um extreme Hüpfsportarten zu zeigen. Gäste dürfen sich selbst nicht zu ernst nehmen.

Frage: Es läuft aber schon in Interviewform ab?

Barbara Schöneberger: Ja, genau. Und es gibt wochenaktuelle Beiträge. Wir zeichnen nicht zwei oder drei Sendungen in einer Woche auf, weil es immer der Aktualität der letzten Woche angepaßt sein muss.

Frage: Wie verstehen Sie sich mit Ihrem Kollegen Matthias Opdenhövel?

Barbara Schöneberger: Großartig. Es war von Anfang an so, dass wir uns gemeinsam totgelacht haben - wir haben den gleichen Humor. Ich glaube, das ist sehr wichtig. Wenn man privat nicht miteinander klarkommt, kann man das in der Sendung auch nicht so 'rüberbringen.

Frage: Haben Sie schon einmal live moderiert?

Barbara Schöneberger: Ja, ich habe schon einmal live moderiert und zwar anläßlich der BMW-Open in München. Ich habe einen Teil der Live-Tennis- Moderation gemacht und hatte zwischen den Spielen die Spieler und Trainer im Studio. Live ist natürlich schon etwas anderes.

Frage: Wie ist die Reaktion von Eltern und Freunden auf Ihre TV-Karriere?

Barbara Schöneberger: Meine Eltern finden das natürlich alles gut, sind aber auch kritisch. Mein Freund guckt sich meine Auftritte natürlich auch an und sagt. 'Wie siehst du denn da aus?' Oder: 'Was machst du denn da?'

Frage: Tut die Kritik von Ihrem Freund weh?

Barbara Schöneberger: Ja, das tut besonders weh, weil ich denke, er will mich ärgern. Ich höre mir lieber Kritik eines anderen an. Auch die von meinen Eltern mag ich nicht so gern. Mein Vater behauptet zum Beispiel immer, ich sähe so dick aus im Fernsehen.

Frage: Wie finden Sie sich denn selbst auf dem Bildschirm?

Barbara Schöneberger: Ich hoffe, dass ich irgendwann dahinkomme, sagen zu können: So wie es jetzt ist, finde ich es wirklich rundum gut. Klar, wenn man sich selbst sieht, findet man sich immer seltsam, man meint, komisch geschminkt zu sein, macht seltsame Bewegungen. Aber wahrscheinlich werde ich mich daran gewöhnen und dazulernen.

Frage: Wohin möchten Sie beruflich?

Barbara Schöneberger: Das habe ich mir eigentlich noch nie überlegt. Es ist alles so schnell gekommen. Ursprünglich wollte ich mein Studium zu Ende machen und dann anfangen zu arbeiten - so ganz normal im Büro. Ich möchte gern Spaß an der Arbeit haben. Ich würde niemals eine Talkshow machen, so im Stil von 'Arabella' oder ein Sexmagazin.

Frage: Könnten Sie sich denn heute noch vorstellen, einen Bürojob zu machen?

Barbara Schöneberger: Büro nicht, aber so einen ganz normalen Job zu machen, ja klar. Selbst wenn das nicht so weitergeht im Fernsehen, möchte ich immer freiberuflich arbeiten.

Frage: Wer ist Barbara Schöneberger privat? Wofür geben Sie Ihr Geld aus?

Barbara Schöneberger: Ich spiele gern Tennis, und ich verbringe viel Zeit mit meinem Freund und Freunden. Eine Partymaus, die abends in der Disco 'rumhängt oder so, bin ich überhaupt nicht. Ich trinke keinen Alkohol und bin deshalb schon ein wenig außen vor.

Frage: Wohnen Sie mit Ihrem Freund zusammen?

Barbara Schöneberger: Nein, wir wohnen nicht zusammen. Mein Geld gebe ich aus für die Wohnungseinrichtung, für Taschen, Schuhe und Kleinkram und für Schminke in toller Verpackung, die man nie benutzt, weil die Farben häßlich sind.

Frage: Sind Sie privat eher der Jeanstyp oder bevorzugen Sie klassischen Chic?

Barbara Schöneberger: Ich bin immer schwarz gekleidet und immer schlicht, ohne Schmuck. Eine Jeans habe ich zwar, aber die trage ich wirklich nur in Notfällen. Kostüme trage ich auch nicht. Ich sehe immer gleich aus.

Frage: Was darf in Ihrem Kühlschrank nie fehlen?

Barbara Schöneberger: H-Milch darf nie fehlen, alles andere verdirbt, weil ich es in letzter Zeit nicht schaffe, etwas einzukaufen und das auch zu essen. Sonst ist momentan gar nichts in meinem Kühlschrank.

Barbara Schöneberger. Foto: Sat.1

Barbara Schöneberger moderiert Sonntags auf Sat.1 die Sendung Weck Up.

Das Interview führte Anke Walter.


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