Interview mit David Hasselhoff
"Mir ist es wichtig, den Zuschauern das zu geben, was sie von mir erwarten."
Frage: David Hasselhoff, Sie spielen in der TV-Serie Baywatch Nights die Rolle des Lt. Mitch Buchannon, den starken Mann auf der richtigen Seite des Gesetzes. Sie sind nicht nur Hauptdarsteller, sondern auch Produzent von Baywatch Nights. Warum haben sie sich für eine Detektiv-Serie als Spinn-Off für Baywatch entschieden?

David Hasselhoff: Wir mussten eine Serienform finden, die sich von Baywatch abhebt, damit die Zuschauer, die mich zeitgleich als Rettungsschwimmer sehen, nicht durcheinanderkommen. Außerdem wollte ich schon immer eine Detektiv-Serie machen: meine Lieblingssendung in den 60ern - lustig, und mit viel Action - war "I Spy - Tennisschläger un Kanonen" mit Robert Culp und Bill Cosby. Bei der Entwicklung von Baywatch Nights haben wir uns vom Humor dieser Serie inspirieren lassen.

Frage: Haben Sie in den Folgen echte L. A.-Kriminalfälle aufgenommen?

David Hasselhoff: In den Baywatch-Episoden stellen wir viele Rettungseinsätze der Los Angeles County Lifeguards nach, in Baywatch Nights haben wir uns aber ganz auf den Einfallsreichtum unserere Schreiber verlassen.

Frage: Wegen Ihrer großen Popularität in Deutschland nennen Sie einige US-Zeitungen "American Schwarzenegger". Wie finden Sie das?

David Hasselhoff: Ich habe davon noch nichts gehört - wenn's so ist, fühle ich mich geschmeichelt, denn Arnold Schwarzenegger ist sehr bekannt und hat ein gutes Image. Aber da er mittlerweile US-Staatsbürger ist, gebührt eigentlich ihm der Titel "American Schwarzenegger".

Frage: Sie haben kürzlich geäußert, dass Sie Lust hätten, neben Baywatch etwas anderes zu machen, etwas "das mich herausfordert, ohne Zeitdruck".

David Hasselhoff: Das bedeutet nicht, dass ich kein Fernsehen mehr machen möchte. Ich möchte als Schauspieler aber mal etwas anderes ausprobieren, z. B. ein Broadway-Musical, einen großen Film oder eine Rolle spielen, in der ich nicht der Held bin. Einige Projekte sind schon in der Entwicklung ...

Frage: Sie haben auch gesagt, dass Ihnen Auszeichnungen schnuppe sind. Was ist Ihnen denn wichtig?

David Hasselhoff: Gute Arbeit leisten, immer 100 Prozent vor der Kamera geben. Mir ist es wichtig, den Zuschauern das zu geben, was sie von mir erwarten. Preise sind schön und gut, aber sie garantieren nicht den Erfolg einer Show.

Frage: Gibt es Neuigkeiten vom Sänger David Hasselhoff?

David Hasselhoff: Wenn alles klappt, erscheint am Ende des Jahres ein neues Album in Deutschland.

Frage: Was würden Sie machen, wenn Sie eine Woche keine Termine hätten?

David Hasselhoff: Schon mit Baywatch war mein Kalender rappelvoll - mit Baywatch Nights, dem zweiten Stundenformat als Schauspieler und Produzent, quillt er über! Aber kürzlich hatte ich eine Woche ohne Verpflichtungen. Zuerst bin ich mit meiner Frau auf Fotosafari in Afrika gegangen, dann war ich mit der ganzen Familie auf Hawai.

David Hasselhoff. Foto: Sat.1

Der Vater von David Hasselhoff war als Manager bei einer Transportfirma tätig.

Nach der High School nahm David Hasselhoff ein Studium an der "Academy of Dramatic Arts" in Rochester, Michigan, auf und siedelte anschließend nach Kalifornien über, um dort am "California Institute of the Arts" Schauspielunterricht zu nehmen.

Bei der TV-Serie Baywatch Nights hat David Hasselhoff nicht nur die Hauptrolle übernommen, sondern er hat die Sere auch produziert.


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September 1995. Quelle: Sat.1 © 1994 - 2011 Dirk Jasper • Diese Seite drucken: Seite drucken