|
Interview mit Dieter Wien "Ich darf mich in tausend Welten bewegen!" |
|
Frage: Sie
interpretieren Meg Mullins Roman Der Teppichhändler in
der Audioversion. Was war Ihr allererster Eindruck, als Sie den
Text gelesen haben?
Dieter Wien: Das Buch spricht von Liebe. Von der Sehnsucht, lieben zu dürfen und geliebt zu werden - und das in einer wunderschönen Figurensprache. Danke, Frau Mullins!
Dieter Wien: Es geht darum, jede Figur genau zu erzählen - ohne ein Hörspiel daraus zu machen. Frage: Was reizt Sie daran, diesen Roman als Hörbuch zu sprechen? Dieter Wien: Mich fasziniert die Aktualität dieses Romans: Ein Iraner sieht unsere Welt und wir lernen seine Sicht auf uns kennen. Nur zufällig spielt die Geschichte in Amerika - sie könnte auch in Hamburg spielen. Frage: Sie standen an vielen Theatern auf der Bühne und haben in zahlreichen Kino- und Fernsehproduktionen gespielt. Was sind für Sie die wesentlichen Unterschiede zwischen der Arbeit für Theater, Film und Fernsehen auf der einen und für Audioproduktionen auf der anderen Seite? Dieter Wien: Ich habe hier nur ein Ausdrucksmittel zur Verfügung: die Stimme. Körpersprache, Mimik, Gestik müssen hörbar gemacht werden. Ich muss immer einen Hörenden vor Augen haben. Für das Radio, die Schallplatte, an literarischen Abenden oder Lesungen zu arbeiten, hat mir immer viel Freude gemacht. Frage: Was macht Ihnen an Ihrer Arbeit als Schauspieler in den unterschiedlichen Genres besonders viel Spaß? Dieter Wien: Ich darf mich in tausend Welten bewegen - vom König bis zum Bettler, vom Afrikaner bis zum Grönländer, vom Arbeitslosen bis zum Ministerpräsidenten, vom Mörder bis zum Kriminalkommissar. Welcher andere Beruf würde mir diese Chancen bieten? Frage: Was war für Sie die reizvollste Rolle, die Sie bisher gespielt haben? Dieter Wien: Eigentlich fast immer die letzte. Und das ist aktuell der William von Baskerville in Ecos ?Der Name der Rose" mit dem Theater des Ostens. Mal sehen, was noch so kommt. |
|
|




