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Interview mit Doug Janke "Wir finanzieren Grundlagenforschung, um neuartige Impfstoffe zu entdecken." |
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Frage: Was
waren die Ziele als die Meningitis Research Foundation 1989
gegründet wurde?
Doug Janke: Die Stiftung wurde von Eltern gegründet, die ihr Kind durch Meningokokken B verloren haben. Zusammen mit einer Gruppe von Freiwilligen wollten sie die Forschung unterstützen, um alle Formen von Meningitis und ähnliche Infektionen zu bekämpfen.
Seit 1991 arbeitet die Stiftung erfolgreich daran, die Öffentlichkeit wachzurütteln und über die Krankheiten und ihre Symptome aufzuklären. Frage: Wo liegt heute der Fokus? Doug Janke: Unsere Vision ist eine Welt ohne Meningitis und Sepsis. Wir wollen Ursachen und Behandlung aller Formen von Meningitis erforschen und die Erkenntnisse verbreiten. Mit Medizinern haben wir Lehrmaterial sowie Aufklärungskampagnen für die Bevölkerung entwickelt. Die Organisation unterstützt außerdem Betroffene und ihre Familien durch Information, Beratung und persönliche Betreuung. Zudem arbeiten wir mit Patientenorganisationen und Pharmaunternehmen in anderen Ländern zusammen, haben ein internationales Forschungsprogramm und veranstalten alle zwei Jahre eine Konferenz. Ein besonderes Anliegen ist uns auch der Welt Meningitis Tag am 22. Apri 2009. Frage: Wie der Name zeigt, ist Forschung eines der Hauptanliegen der Stiftung. Wo liegen die Schwerpunkte der Projekte? Doug Janke: Momentan unterstützt die Stiftung weltweit 22 Forschungsprojekte, seit der Gründung haben wir 122 Stipendien über insgesamt 13,5 Millionen Pfund vergeben. So wird derzeit beispielsweise untersucht, ob sich die in Entwicklung befindlichen Meningokokken-B-lmpfstoffe für das Impfprogramm in Großbritannien eignen. Darüber hinaus finanzieren wir Grundlagenforschung, um neuartige Impfstoffe zu entdecken und zu entwickeln. Besonders wichtig ist uns auch die Erforschung und Verbesserung der Behandlung. Gegenwärtig unterstützt die Research Foundation z. B. ein Projekt in München, das ein Medikament gegen den Hörverlust durch bakterielle Meningitis entwickelt. Frage: 2007 wurde die Meningitis Research Foundation zum dritten Mal als ?Patientenorganisation des Jahres" ausgezeichnet. Welche Leistungen bietet sie ihren Mitgliedern? Doug Janke: Wir haben mehr als 12.000 Mitglieder und 28.000 Förderer. Unsere Helpline bietet 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag Informationen und individuelle Unterstützung. Die persönliche Betreuung übernehmen mehr als 100 speziell ausgebildete freiwillige Helfer, die selbst Erfahrungen mit der Krankheit gemacht oder einen Angehörigen verloren haben. Ein Expertennetzwerk kümmert sich um Menschen, die aufgrund einer Meningitis an Behinderungen oder anderen Gesundheitsproblemen leiden. Frage: Die Meningitis Research Foundation plant, auch in Deutschland aktiv zu werden. Welche Projekte sind vorgesehen und was sind Ihre Erwartungen? Doug Janke: Wir möchten gemeinsam mit Patienten in Deutschland eine Initiative ins Leben rufen, die über die Impfung und die Symptome aufklärt. Parallel dazu stehen wir mit Institutionen und Medizinern im Dialog. Unsere Stiftung verfügt über eine Fülle an medizinischen Informationen und Material, das über zwanzig Jahre entwickelt wurde und auf die Bedürfnisse von Ärzten, Schwestern und Sanitätern zugeschnitten ist. Wir haben ferner Kontakte zu Wissenschaftlern in Deutschland aufgebaut und würden uns über Bewerbungen für Forschungsstipendien freuen. Dezember 2008. Quelle: Baxter Deutschland. Autor, Redaktion und Verlag sind nicht für die Inhalte externer Webseiten verantwortlich. |
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