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Interview mit Elena Uhlig "Ich war behäbig, aber irgendwie auch gemütlich." |
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Frage: Du
spielst Du Cleo - was für ein Mensch ist sie?
Elena Uhlig: Cleo ist ein lieber, warmer und gefühlvoller Mensch, der das ein wenig versteckt. Sie führt ein ziemliches Einsiedler-Leben, verkriecht sich gern mal und hat dadurch auch ein paar Pfunde zuviel. Die Schönheit an sich ist ihr nicht so wichtig, für sie kommt es eher auf die inneren Werte an - eben völlig konträr zu ihrer Mutter, für die Aussehen alles bedeutet.
Elena Uhlig: Ja, ich finde es ist eine wahnsinnig schöne Rolle. Weil es darum geht, eben nicht dem zu entsprechen, was sein soll, sondern seinen eigenen Weg zu finden. Ich denke, sie sieht grundsätzlich etwas in den Sachen, die nicht alltäglich sind, entdeckt darin eine Schönheit. Frage: Stimmt es, dass du dir dafür einige Kilo angefuttert hast? Elena Uhlig: Ja, ich habe 15 Kilo zugenommen. Ich muss jetzt dazu sagen, dass ich im Jahr davor den Kinofilm ?Swimmingpool" gedreht habe. Kurz vor dem Film habe ich mein Diplom an der Schauspielschule gemacht und im Zuge dessen hatte ich ein bisschen zuviel auf den Rippen. Man wollte mich gern für den Film, also musste ich 10 Kilo in ziemlich kurzer Zeit abnehmen. Etwas brachial war das, aber ich wollte die Rolle gern spielen. Danach habe ich normal fünf Kilo wieder zugenommen, und dann kam das Angebot zu Problemzone Mann. Man fragte mich am Telefon, wie ich denn gerade aussehe. Vor Schreck habe ich natürlich gleich gesagt: Ganz schlank. Da sagte die Casterin, das sei aber ganz blöd, wir suchen nämlich eigentlich ein dickes Mädchen. Trotzdem wollte man mich sehen. Nach dem Casting fragte man mich, ob es mir zuzumuten sei, zuzunehmen. Nachdem ich das Drehbuch gelesen hatte, das ich ganz toll fand, stand für mich fest, das ich die Rolle spielen möchte. Frage: Welches Anti-Diät-Programm bist du gefahren? Elena Uhlig: Ich habe Tag und Nacht gegessen. Nachts um 12 Uhr habe ich meinen Freund zur Imbissbude geschickt: Currywurst und Doppel Pommes Mayo! Dickmanns standen auch auf dem Programm. Wie gesagt, ich habe rund um die Uhr gefuttert. Zusätzlich habe ich mich bei den Bodybuildern bedient: Wenn man Masse aufbauen möchte, um diese in Muskeln umzuwandeln - na ja, ich wollte nur keine Muskeln aufbauen, sondern einfach nur dick werden ... Täglich noch mal drei von diesen Shakes. Die erste Woche sah man noch nichts, aber dann ging es Schlag auf Schlag. Frage: Wie hast du dich gefühlt? Elena Uhlig: Ich war behäbig, aber irgendwie auch gemütlich. Wenn man sich vorher attraktiv gefühlt hat, merkt man schnell, wie stark doch dieses Schönheitsding in den Köpfen drin steckt. Schlank ist beautiful. Während der Dreharbeiten war es auch sehr heiß, ich habe sehr geschwitzt. Nun war die Rolle von Cleo auch so angelegt, dass ich ständig im Holzfällerhemd und dicken Boots herumlaufe. Frage: Wie lange hast du gebraucht, um wieder auf dein Normalgewicht zu kommen? Elena Uhlig: Seit September sind die Dreharbeiten beendet, es fehlen jetzt noch ca. 4 Kilo. Zunehmen geht schnell. Abnehmen langsam. Frage: Du kanntest Steffen Croth schon vor dieser Rolle. Wie war die Zusammenarbeit? Elena Uhlig: Ja, Steffen und ich waren mal vor drei Jahren zusammen, sind heute noch sehr gut befreundet. Es war schon komisch: Er so durchtrainiert und gestählt, ich so unförmig. Wir sind beide bei derselben Agentur. Es war sehr lustig, als wir erfahren haben, dass wir diese Rollen bekommen. Als wir uns dann vorbereitet haben, war er wirklich sehr fürsorglich: Er hat mir immer Essen bestellt, es war immer Cola im Kühlschrank. Ich habe also meine Familienpizza mit doppelt Käse verspeist, er hat Hantel-Training gemacht Er wurde immer schöner, ich immer dicker. Frage: Wie lief es mit den anderen Schauspielern - Gudrun Landgrebe zum Beispiel? Elena Uhlig: Ich hatte anfangs schon großen Respekt, den ich natürlich immer noch habe. Jeder kennt Gudrun Landgrebe. Wir haben uns im Hotel getroffen und die Rollen von Mutter und Tochter durchgesprochen. Ich fand sie sehr menschlich, warmherzig und wunderschön. Man kann viel von ihr lernen. Aber auch mit Michael Brandner war es super. Der ist wunderbar, wir hatten wirklich viel Spaß. Die beiden haben mir sehr eholfen, als mir eine andere Hauptrolle abgesagt wurde - da war ich fertig, denn letztlich habe ich die Rolle nicht bekommen, weil meine Figur zu dem Zeitpunkt nicht perfekt war. Da war ich so enttäuscht. Abends sind die beiden mit mir essen gewesen und waren rührend zu mir - wie meine Eltern. Das hat mir wirklich geholfen. Frage: Welches neue Projekt steht bei dir an? Elena Uhlig: Mitte Februar beginnen die Dreharbeiten für eine romantische ProSieben-Komödie. Der Film spielt im Musikmilieu, das Drehbuch ist wirklich sehr schön. |
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