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Interview mit Franz Beckenbauer "Die Meisterschaft ist nach wie vor der Höhepunkt von allen Wettbewerben." |
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Franz Beckenbauer, Präsident
des FC Bayern München, sprach am Sonntagabend, 15. Februar
1998, in der Sat.1-Sendung "ranissimo" über verschiedene
aktuelle Themen, z. B. über die Meisterschaftsfrage, Markus
Babbel, WM-Gegner USA und die WM 2006, Giovane Elber und über
seine momentane Situation in den USA.
Franz Beckenbauer über eine mögliche Trennung von Markus Babbel: Wir wollen Markus Babbel nicht loswerden. Die Anstrengungen wurden schon unternommen letztes Jahr mit Manchester United. Gut, wenn Markus gehen will, dann werden wir uns zusammensetzen. Jetzt haben wir wieder die Situation. Wir sehen das ganz gelassen. Es liegt am Spieler selbst. Er hat ja noch einen Vertrag. Noch zwei Jahre. Es liegt am Spieler selbst, ob er bereit ist, den FC Bayern zu verlassen. Dann liegt es natürlich an uns, ob wir ihn gehen lassen. Im Moment lassen wir ihn nicht gehen. Franz Beckenbauer über die USA, erster WM-Gruppengegner Deutschlands: Die USA werden sicher einen sehr achtbaren Gegner abgeben. Es sind lustige Burschen. So ähnlich spielen sie auch Fußball. Mittlerweile sind sie ein bißchen besser geworden. Aber ich kann mir nicht vorstellen, daß sie in dieser Gruppe, wo ich Deutschland natürlich oder Jugoslawien favorisiere, die beiden gefährden. Franz Beckenbauer über die Chancen Deutschlands für die WM-Ausrichtung 2006: Man muß abwarten, wer FIFA-Präsident wird, ob Johanson der einzige Kandidat bleibt oder ob sich noch ein anderer dazugesellt. Ich denke, wenn Johanson FIFA-Präsident wird, hat Deutschland sehr gute Chancen, die Weltmeisterschaft 2006 zu bekommen. Franz Beckenbauer über Fifa-Präsident Joao Havelange und dessen jüngster Kritik an Deutschlands Bewerbung: Ich kenne Havellange sehr gut, wir waren zusammen in Lissabon bei einer Veranstaltung und er war mir gegenüber äußerst freundlich. Er hat noch nie eine negative Bemerkung über den deutschen Fußball gemacht. Ich weiß nicht, warum plötzlich die Äußerungen über den deutschen Fußball gemacht werden. Natürlich ist der deutsche Fußballbund der größte Fußballverband der Welt. Es wäre ganz gut von den Weltverbänden, den deutschen Fußballbund ernst zu nehmen. Ich denke, es muß irgend etwas passiert sein, was ihn gegen die Europäer so aufbringt. Ich glaube nicht, daß das ein deutsches Problem ist, es ist ein europäisches Problem. Irgendwas muß passiert sein, daß er jetzt plötzlich gegen die Europäer ist. England bewirbt sich ja auch 2006. Franz Beckenbauer über seine Kandidatur als Fifa-Präsident: Ich bin von offizieller Stelle noch nicht gefragt worden. Die Antwort wäre sehr einfach ausgefallen. Havelange hat mich mal ins Spiel gebracht. Nein, das kommt überhaupt nicht in Frage. |
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