Interview mit Jannek Petri
"Ich erfülle mir also mit der Rolle sozusagen einen Traum."
Frage: Was ist für Dich das Besondere an Deiner Rolle, warum spielst Du sie gern?

Jannek Petri: Die Figur des Piloten an sich ist schon interessant. Und Mark ist ein ?Lebemann?, der alles locker und leicht nimmt. Ich muss sagen, diese Leichtigkeit und positive Einstellung dem Leben gegenüber gefallen mir sehr gut.

Was auch toll ist, ist, dass die Dreharbeiten oft sehr spannend sind, besonders wenn wir Szenen im Cockpit eines echten Flugzeugs drehen. Hier sind dann auch richtige Piloten dabei, die einem alles ganz genau erklären.

Frage: Was hast Du mit Deiner Figur gemein? Und was würde für Dich privat gar nicht gehen?

Jannek Petri: Eine Gemeinsamkeit ist sicherlich die positive Grundeinstellung und die Leichtigkeit, mit der wir die Dinge sehen. Allerdings bin ich eher der zurückhaltende, manchmal auch melancholische Typ, während Mark eigentlich immer fröhlich ist und sehr viel Humor hat.

Was uns ganz deutlich unterscheidet, ist, dass Mark sehr offensiv auf Frauen zugeht, was ich nie so tun würde. Da sind wir komplett andere Typen.

Frage: Wäre Pilot ein Traumberuf von Dir?

Jannek Petri: Als ich sechs Jahre alt war, wollte ich tatsächlich Hubschrauberpilot werden ? ich erfülle mir also mit der Rolle sozusagen einen Traum? Neulich durfte ich in einer Szene das Flugzeug ?zurückfahren?, während der Pilot meine Hände geführt hat, das war wirklich aufregend!

Einen Pilotenschein zu machen, wäre schon toll, aber das lässt der Beruf leider nicht zu, denn man muss ja auch kontinuierlich daran arbeiten, und die Zeit habe ich leider nicht. Also werde ich lieber erst mal den Traum vom Motorrad-Führerschein verwirklichen und dann mal sehen.

Frage: Dem Piloten Mark kann keine Frau widerstehen. Warum stehen Frauen auf Piloten ? oder ist das nur ein Märchen?

Jannek Petri: Schlüsselreiz ist, glaube ich, die Uniform. Pilotenuniformen unterscheiden sich von militärischen Uniformen, sind eleganter und weniger streng. Dazu kommt, dass Piloten immer unterwegs sind, viel reisen und ein gewisses weltmännisches Flair haben. Das zusammengenommen macht sicherlich den großen Reiz auf Frauen aus.

Frage: Wann und wie hast Du Dein schauspielerisches Talent entdeckt?

Jannek Petri: Ich komme aus einer Schauspieler-Familie: Meine Mutter ist Schauspielerin, und auch die Schwester meiner Großmutter hatte den Beruf, aber ich habe mich lange innerlich dagegen gewehrt, dasselbe wie meine Mutter zu machen ? schon aus Prinzip. In der Schule habe ich dann für mich ?entdeckt?, dass mir Schauspielern doch großen Spaß macht.

Außerdem habe ich mich schon immer gern über Kunst ausgedrückt. Also habe ich mich irgendwann auf die Aufnahmeprüfung für die Schauspielschule vorbereitet. Als ich die Entscheidung getroffen hatte, war klar, ich würde es entweder ?mit Haut und Haaren? machen oder gar nicht.

Frage: Du träumst davon, mit einer Band auf Welttournee zu gehen. Welche musikalischen Erfahrungen hast Du bisher?

Jannek Petri: Das fing irgendwann in der frühen Kindheit an. Es gibt noch uralte Kassetten, auf denen zu hören ist, wie ich singe und auf allem möglichen herumklopfe. Ich habe über viele Jahre in insgesamt fünf Bands gespielt. Zwei waren in Berlin sogar recht erfolgreich. Leider hat sich eine davon genau zu dem Zeitpunkt aufgelöst, als wir einen Plattenvertrag anboten bekamen.

Wäre ich nicht Schauspieler geworden, hätte ich E-Bass studiert. Die Bands haben in erster Linie Deutschrock gespielt, aber ich war zum Beispiel auch in einer Salsa-Band. Solange es mir Spaß macht, bin ich flexibel, was den Musikstil betrifft.

Frage: Du spielst einen Piloten, privat surfst Du gern ? das sind alles Klischees von Womanizern ? gibt?s da private Parallelen?

Jannek Petri: Zwischen der Begeisterung fürs Fliegen und Surfen gibt es durchaus Parallelen. Wenn ich beim Surfen über eine Welle springe und ein paar Meter durch die Luft ?fliege?, gibt mir das schon einen enormen Kick, wobei natürlich die Erfahrung beim Fliegen noch extremer und intensiver ist.

Jannek Petri spielt die Hauptrolle des Mark Eppinger in der Telenovela Schmetterlinge im Bauch (Montags bis Freitags um 18.45 Uhr in Sat.1).

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