Interview mit Johannes Brandrup
"Auch Streifenpolizisten riskieren im Dienst ihre Gesundheit, ihre Ehe, ihr Leben."
Frage: Was hat Sie an der Rolle gereizt?

Johannes Brandrup: In Film und Fernsehen geht es meistens um Kommissare, selten genug stehen die Schutzpolizisten im Mittelpunkt. Aber auch die Streifenpolizisten riskieren im Dienst ihre Gesundheit, ihre Ehe, ja sogar ihr Leben.

Frage: Welche Entwicklung macht Michael Steiger im Laufe des Films durch?

Johannes Brandrup: Michael Steiger ist zunächst einmal ein Mann ohne große Ambitionen. Er tut, was ihm gesagt wird, plant keine große Karriere. Er will kein Held sein. Sogar als seine Frau ihn verlässt, bleibt er passiv, sieht sich nicht veranlasst, irgend etwas an seinem Leben zu ändern.

Erst als sein Sohn entführt wird, findet er den Mut und die Kraft, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen, seine Vorgesetzten zu hinterfragen und seinen eigenen Verstand einzuschalten.

Frage: Wie würden Sie das Verhältnis zwischen Michael Steiger und Rüdiger Martens charakterisieren?

Johannes Brandrup: Steigers Verhältnis zu Martens ändert sich entsprechend seiner Wandlung. Am Anfang ist Martens für Steiger eine absolute Respektsperson, er hat keinen Zweifel an der Richtigkeit von Martens' Entscheidungen.

Als Steiger merkt, dass Martens falsch spielt, erwacht er aus seiner Passivität, gehorcht niemandem mehr, nur noch seinen eigenen Instinkten. Er entwickelt blanken Hass für alles, was zwischen ihm und seinem Sohn steht.

Johannes Brandrup. Foto: Sat.1

Johannes Brandrup (31) spielt die Hauptrolle des Michael Steiger in dem TV-Thriller 36 Stunden Angst, der im November 1998 auf Sat.1 läuft.

36 Stunden Angst erzählt den Kampf zweier ungleicher Kontrahenten: Johannes Brandrup als Streifenpolizist Michael Steiger, der über sich hinauswächst, Uwe Bohm als sein Vorgesetzter und härtester Widersacher Rüdiger Martens.

Das Ergebnis ist Thriller-Hochspannung!

Pressefolder zu '36 Stunden Angst'

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Quelle: Sat.1 © 1994 - 2011 Dirk Jasper • Diese Seite drucken: Seite drucken