|
Interview mit Pat Zapletal "Man muss auf die jeweilige Entwicklungsstufe des Babys Rücksicht nehmen." |
|
Frage: Wie sind
Sie auf das Thema Bewegung von Babys und Müttern
gekommen?
Pat Zapletal: Als Trainerin und Mutter weiß ich, dass Mütter nach der Geburt schnell wieder überschüssige Pfunde verlieren möchten. Von der Entwicklungspsychologie her ist bekannt, dass bereits Babys gefördert werden können, um sich optimal motorisch entwickeln zu können. Warum also nicht beides kombinieren?
Frage: Wie haben Sie die Turnübungen entwickelt? Wurde zum Beispiel mit einem Arzt oder anderen Experten zusammen gearbeitet? Pat Zapletal: Ich habe die Übungen selbst zu Hause mit Davie entwickelt und sie anschließend mit einer Hebamme und einem Gynäkologen besprochen. Jede einzelne Übung ist also 100%ig praxisnah und gut nachvollziehbar! Frage: Welche Bedeutung messen Sie der frühen körperlichen Bewegung von Babys bei? Pat Zapletal: Vor allen im ersten Lebensjahr sollten Eltern günstige Bedingungen für die motorische Entwicklung des Babys schaffen, damit es sich optimal entwickeln kann. Das kann bedeuten: Viel Körperkontakt durch Wärme und Hautkontakt oder rhythmische Bewegungen zur Musik, wenn man das Baby im Arm hält. Optimal sind auch häufige Bauchlagerung im Wachzustand zur Vorbereitung für alle Fortbewegungsarten und später viel Raum zum ausgiebigen Krabbeln als Voraussetzung für Stehen und Laufen. Wichtig ist dabei immer auf möglichst uneingeschränkte Bewegungsfreiheit zu achten! Das bedeutet auch bequeme Kleidung und eine gut sitzende Windel. Frage: Gibt es Übungen, die sich in der Hauptzielgruppe (6 bis 24 Monate) unterscheiden? Macht man zum Beispiel als Eltern mit einem Krabbelbaby andere Übungen als mit einem Kind, das bereits laufen kann? Pat Zapletal: Ja, natürlich muss man auf die jeweilige Entwicklungsstufe des Babys Rücksicht nehmen. Übungen, die mit Rhythmus zu tun haben, sind meist für alle Altergruppen geeignet. Viel wichtiger aber ist es, dass Baby und Mama Spaß beim Turnen haben und auf mögliche Unlustäußerungen des Babys sofort reagiert wird. Genügend Bewegungsfreiraum (körperlich wie räumlich), ein gut gelauntes Baby und innere Ruhe und Begeisterung der Mutter sind veitere Voraussetzungen für eine gelungene Turnstunde zu zweit. Frage: Sind Übungen in der Gruppe zu empfehlen oder eher Einzelübungen? Pat Zapletal: In der Gruppe ist es natürlich lustiger, die Kinder sind mit anderen Gleichaltrigen zusammen, unter den Müttern werden oft Freundschaften geschlossen. Aber auch zu Hause bringt es Abwechslung, immer wieder einzelne Übungen mit dem Baby durchzuführen. Davie und ich haben bereits unsere Lieblingsübungen, die wir fast täglich gemeinsam üben.
Autor, Redaktion und Verlag sind nicht für die Inhalte externer Webseiten verantwortlich. |
|
|







