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Interview mit Toni Lüdi "Ich wollte ein 'Logo' für die Serie entwickeln, ein starkes Image." |
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Frage:
"alphateam" ist Ihre erste Arbeit für eine Krankenhaus-Serie.
Wie haben Sie sich an das Thema herangetastet?
Toni Lüdi: Ich habe vergleichbare Serien wie "Chicago Hope" und "Emergency Room" analysiert, habe in Krankenhäusern recherchiert und mal geschaut, woran andere Serien kranken.
Toni Lüdi: Ich wollte ein "Logo" für die Serie entwickeln, ein starkes Image und einen Raum, in dem sich Dramatik entwickeln kann und der einen Wiedererkennungseffekt hat. Für die Kulisse standen zwei getrennte Ateliers zur Verfügung, die geschickt verbunden werden mußten. "alphateam" wird elektronisch produziert, was besondere Anforderungen an die Lichtgestaltung nach sich zieht. Der Bau musste in sich hell sein, weshalb wir z. B. ein paar Röntgenkästen mehr als in einer realen Klinik installiert haben. Auch die Tatsache, dass mit bis zu drei elektronischen Kameras gleichzeitig gedreht wird, hatte Auswirkung auf die Raumaufteilung. Frage: Warum haben Sie die Notaufnahme nicht in einem richtige Krankenhaus installiert? Toni Lüdi: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man fiktive Geschichten wirklich am besten im Studio umsetzen kann. Alte Krankenhäuser sind nicht auf die Bedürfnisse moderner Aufnahmeverfahren eingerichtet. Die Zimmer sind zu klein, wechselnde Wetterverhältnisse verpatzen die Anschlüsse, man hat keine Durchblicke zu anderen Räumen, Szenenübergänge werden durch Blindflure erschwert. Frage: Das Szenenbild wird bestimmt durch die Verbindung eines alten und neuen Kliniktraktes mittels einer Gründerzeitfassade. Wieso haben Sie dieses Gestaltungselement gewählt? Toni Lüdi: Da in zwei Ateliers gedreht wird, ist ein Sprung innerhalb einiger Szenen nicht zu vermeiden. Wir haben die Notaufnahme als Anbau an einem alten Kliniktrakt konzipiert und dadurch quasi eine architektonische Begründung für den Szenenwechsel geschaffen. Das entspricht aber durchaus den Gegebenheiten in vielen alten Krankenhäusern, die im Laufe ihrer Geschichte durch diverse An- und Umbauten Stück für Stück vergrößert wurden. Frage: Sie haben in der Farbskala aus dem Vollen geschöpft. Eine Klinik de luxe wie aus dem Life-Style Magazin ... Toni Lüdie: In den 70er und 80er Jahren ging man verstärkt dazu rüber, Kliniken und Praxen mit Chrom und rostfreiem Stahl vollzustellen. In den letzten Jahren wurde hingegen der Trend gegen die Technisierung der Medizin stärker. Hier und da tauchen wieder frische Farben auf. Mit unserer Notaufnahme projizieren wir quasi einen zukünftigen Trend. |
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